
Ab Oktober sinken die Spritpreise: Steinmeier hat den neuen Tankrabatt unterzeichnet. Was das für Autofahrer in der Region bedeutet und wie lange er gilt.
Wer regelmäßig zwischen Koblenz und dem Umland pendelt, kennt das Spiel an der Tankstelle: Preis checken, weiterfahren, hoffen, dass es woanders billiger ist. Ab dem 1. Oktober wird dieses Spiel etwas entspannter. Der Bundestag und der Bundesrat haben im Eilverfahren ein Gesetz gebilligt, das Benzin und Diesel bis Ende Dezember spürbar günstiger machen soll. Damit die Entlastung tatsächlich in Kraft treten kann, brauchte es zuletzt noch die Unterschrift von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – wie der Deutschlandfunk berichtet, ist genau das nun erfolgt.
Die Energiesteuern auf Diesel und Benzin sinken laut Deutschlandfunk um etwa 14 Cent pro Liter. Rechnet man die Mehrwertsteuer mit ein, kommt eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter zusammen. Klingt erstmal nach Kleingeld, summiert sich aber bei jeder Tankfüllung. Wer öfter mal von Koblenz Richtung Mosel oder ins Rhein-Hunsrück-Gebiet fährt, wird den Unterschied auf dem Kassenbon merken.
Die Maßnahme ist zeitlich begrenzt: Sie gilt von Oktober bis Ende Dezember, wie auch die Nachrichtenagentur dpa in einem Bericht des ZVW bestätigt. Drei Monate Entlastung also, kein Dauerzustand. Die Bundesregierung rechnet laut Deutschlandfunk mit Kosten von rund 2,5 Milliarden Euro, die sich Bund und Länder jeweils zur Hälfte teilen.
Ganz neu ist die Idee nicht. Schon im Mai und Juni gab es einen Tankrabatt, um gestiegene Preise abzufedern, die unter anderem mit dem Irankrieg zusammenhingen, so der Deutschlandfunk. Damals wie heute gab es Kritik von Ökonomen, die die Maßnahme als teuer und zu ungenau bezeichneten – sie kommt schließlich allen zugute, unabhängig davon, wer sie eigentlich braucht.
Auch diesmal blieb die Kritik nicht aus. Laut dpa-Bericht des ZVW monierte die Opposition die Neuauflage des Rabatts. Aus den Bundesländern kamen zudem Rufe nach verlässlicheren, längerfristigen Lösungen statt eines befristeten Rabatts, der nach drei Monaten wieder ausläuft.
Man kann von der Maßnahme halten, was man will – ökonomisch umstritten ist sie allemal. Aber für alle, die im Alltag aufs Auto angewiesen sind, weil der Weg zur Arbeit nun mal nicht immer mit Bus und Bahn zu schaffen ist, macht jeder Cent einen Unterschied. Wer früh raus muss, Richtung Vallendar oder ins Neuwieder Becken, wird die paar Cent weniger pro Liter über die Wintermonate dankbar mitnehmen.
Bleibt die Frage, was nach Ende Dezember passiert. Steigen die Preise dann wieder auf das alte Niveau? Kommt eine Anschlussregelung? Darüber schweigen sich die aktuellen Quellen noch aus. Fest steht: Der Rabatt ist befristet, keine Dauerlösung. Wer sparen will, sollte die drei Monate nutzen und im Hinterkopf behalten, dass sich die Lage danach wieder ändern kann.
Bis dahin gilt: Ab in den Wagen, tanken, und mit dem guten Gefühl weiterfahren, dass wenigstens für eine Weile ein bisschen mehr im Portemonnaie bleibt. Und wer beim Warten an der Zapfsäule sowieso das Radio anhat – bei uns läuft die Musik dazu, ganz ohne Rabatt-Deadline.






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