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Zitterpartie in Eitelborn: Andernach kämpft sich ins Pokal-Achtelfinale

Rheinlandligist SG 99 Andernach übersteht Zitterpartie bei der SG Augst Eitelborn und zieht nach 120 Minuten ins Rheinlandpokal-Achtelfinale ein.

Redaktion
·
8. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Woche

Fast war der Traum vom Pokal schon vorbei

Manchmal entscheidet sich ein Spiel in den letzten Minuten – und genau so lief es für die SG 99 Andernach in der dritten Runde des Rheinlandpokals. Beim Bezirksliga-Zweiten SG Augst Eitelborn musste der Rheinlandligist durch, bis die Nerven blank lagen. Am Ende stand ein 4:1 nach Verlängerung, aber der Weg dahin war alles andere als bequem.

Wer schon mal auf einem schweren, ramponierten Rasen gespielt hat, weiß: Da zählt nicht nur die Qualität, sondern auch der Wille, sich durchzubeißen. Genau das mussten die Andernacher an diesem Nachmittag in Eitelborn unter Beweis stellen.

Starker Beginn, aber der Ball wollte nicht rein

Andernach erwischte den besseren Start. Schon in der dritten Minute setzte Philipp Pitkowski mit einem Lattenkopfball das erste Ausrufezeichen – ein früher Hinweis darauf, dass die Gäste spielerisch die Nase vorn hatten. Bis zur Halbzeit blieb der Bezirksligist aus Augst Eitelborn vor allem über Konter gefährlich, wie es auf der Vereinsseite der SG 99 Andernach heißt.

Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel endgültig in Richtung eines Spiels auf nur noch ein Tor. Pitkowski und Gian Luca Dolon erspielten sich reihenweise gute Gelegenheiten. Doch der Ball wollte und wollte nicht über die Linie. Wer das Spiel verfolgt hat, kennt dieses Gefühl: Je mehr Chancen liegen bleiben, desto größer wird die Unruhe auf der Bank.

Drei Minuten, die den Puls hochtrieben

Und dann kam der Moment, den in Andernach niemand auf der Rechnung hatte. Nach einem Freistoß verlängerte Lennox Simon zum 1:0 für die Gastgeber – in der 87. Minute, kurz vor Schluss. Für zwei Minuten stand der Rheinlandligist tatsächlich vor dem Aus. Der Bezirksligist führte, die Uhr lief, und aus einer überlegenen Andernacher Leistung drohte ein frühes Pokal-Ende zu werden.

Dann aber schlug Aaron de Abreu zu. Ein krummer Distanzschuss, unterwegs noch abgefälscht, landete in der 89. Minute zum 1:1 im Netz – und rettete die Andernacher in die Verlängerung. Drei Minuten hatte der Rheinlandligist im Pokal gestanden, dann war die Spannung schlagartig wieder da.

In der Verlängerung macht Andernach kurzen Prozess

Was in der regulären Spielzeit zäh blieb, löste sich in der Verlängerung auf einen Schlag. Nach einem starken Sololauf von Jan Engels traf Philipp Pitkowski bereits in der 92. Minute zum 1:2. Es folgten weitere Treffer: Filip Reintges erhöhte in der 99. Minute auf 1:3, Mike Borger setzte in der 111. Minute mit dem 1:4 den Schlusspunkt.

Am Ende stand ein deutliches 4:1 nach Verlängerung auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das die Überlegenheit der Andernacher über weite Strecken widerspiegelt, auch wenn der Weg dorthin alles andere als geradlinig war. 211 Zuschauer sahen die Partie vor Ort.

Wie es im Rheinlandpokal weitergeht

Mit dem Sieg zieht die SG 99 Andernach ins Achtelfinale des Rheinlandpokals ein. Laut der offiziellen Spielübersicht des Fußball-Portals FuPa für den Rheinlandpokal setzten sich in derselben Runde unter anderem auch Vereine wie der FV Engers 07, der TuS Koblenz und der FC Rot-Weiss Koblenz deutlich durch – ein Hinweis darauf, wie unterschiedlich umkämpft die dritte Pokalrunde in der Region verlief. Andere Partien, etwa zwischen VfB Wissen und SG Horressen oder zwischen SG 2000 Mülheim-Kärlich und Ahrweiler BC, stehen laut FuPa erst Mitte Oktober an.

Für Andernach geht es sportlich aber erstmal im Ligaalltag weiter. Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 11. Oktober, um 14.30 Uhr bei der SG Schneifel – wieder eine Aufgabe, bei der Konzentration bis zur letzten Minute gefragt sein wird, so wie es sich in Eitelborn gezeigt hat.

Wer die Partien der Region verfolgt, merkt: Der Rheinlandpokal lebt genau von solchen Nachmittagen. Favoriten geraten ins Wanken, Außenseiter wachsen über sich hinaus, und am Ende entscheidet oft eine einzige Aktion. Für Andernach war es diesmal ein abgefälschter Distanzschuss in letzter Sekunde – und die Erleichterung danach dürfte groß gewesen sein.

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