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ZF Koblenz: Einigung erzielt – Standort bis 2031 gesichert

Nach einem Jahr Verhandlungen steht die Einigung beim ZF-Standort Koblenz: Standortsicherung bis 2031, keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2029.

Redaktion
·
27. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Wochen

Rund 2.200 Menschen arbeiten beim Automobilzulieferer ZF in Koblenz. Lange war unklar, wie viele von ihnen ihren Job behalten. Jetzt gibt es nach monatelangen Verhandlungen eine Einigung – und die hat es in sich.

Was vereinbart wurde

Wie Rockland Radio berichtet, haben sich Unternehmen, Betriebsrat und IG Metall auf Vereinbarungen zur Standortsicherung verständigt. Betriebsbedingte Kündigungen sollen demnach ausgeschlossen sein. Die Automobilwoche präzisiert: Die Standortsicherung gilt bis 2031, betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2029 ausgeschlossen.

Ganz ohne Veränderungen geht es allerdings nicht. Ursprünglich hatte ZF angekündigt, rund 450 der 2.000 Stellen am Standort abzubauen. Nach Angaben der Automobilwoche wechseln im Zuge des Verkaufs der ADAS-Sparte rund 300 Beschäftigte zur Samsung-Tochter Harman. Zusätzlich startet ZF ab Oktober ein Programm für freiwillige Austritte gegen Abfindung.

Noch nicht ganz in trockenen Tüchern

Die Einigung ist ein wichtiger Schritt, aber noch kein endgültiger Abschluss. Wie Rockland Radio meldet, müssen wichtige Punkte in einem Tarifvertrag geregelt werden — und dafür braucht es noch die Zustimmung der IG-Metall-Mitglieder. Genau das ist der Grund, warum das „Bündnis Koblenz“ trotz der breiten Unterstützung von 99 Prozent formal noch nicht rechtskräftig ist.

Gewerkschaft und Betriebsrat wollten im Anschluss an die Einigung über die nächsten Schritte informieren und weitere Details zum geplanten Stellenabbau bekanntgeben.

Was das für den Standort bedeutet

Koblenz bleibt damit ein ZF-Standort — und das ist keine Selbstverständlichkeit. Die Automobilbranche steckt in einem tiefgreifenden Wandel: Stellenabbau, Werkschließungen und Umstrukturierungen gehören derzeit fast zur Tagesordnung. Dass es in Koblenz nach einem Jahr Verhandlungen zu einer Einigung kommt, die Beschäftigte bis 2031 absichert, ist ein Ergebnis, das für sich spricht.

Für die rund 2.200 Beschäftigten und ihre Familien hier in der Rhein-Mosel-Region bedeutet das vor allem eines: Planungssicherheit. Und die ist in Zeiten wie diesen mehr wert, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

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