
Yanni Regäsel spielte für Rot-Weiss Koblenz in der Regionalliga Südwest: Eine Übersicht seiner Karriere, Gegenspieler-Duelle und Trainer-Bilanzen in Zahlen.
Manche Namen bleiben hängen, wenn man über Jahre die Aufstellung des FC Rot-Weiss Koblenz verfolgt hat. Yanni Regäsel ist so ein Name. Geboren 1996 in Berlin, 1,76 Meter groß, Abwehrspieler durch und durch — und einer, der sich durch die Ligen gearbeitet hat, bevor er für einige Jahre das Trikot von Rot-Weiss Koblenz trug. Wer sich durch die Zahlen seiner Laufbahn klickt, bekommt ein ziemlich genaues Bild davon, wie ein Fußballerleben zwischen Bundesliga, Regionalliga und Oberliga tatsächlich aussieht.
Laut fussballdaten.de stehen in der Spielerbilanz 120 erfasste Partien zwischen 2013 und 2023, verteilt auf Stationen wie Hertha BSC und Hertha BSC II, Eintracht Frankfurt, MSV Duisburg, FC Nitra und eben Rot-Weiss Koblenz. Die Bilanz dort: 39 Siege, 25 Unentschieden, 56 Niederlagen, dazu zwei eigene Tore. Das klingt zunächst nüchtern, zeigt aber vor allem eins: Regäsel hat viel gespielt, viel gesehen, und ist dabei nie der Spieler gewesen, der auf der Torschützenliste auftaucht. Seine Aufgabe lag woanders — hinten, in der Organisation, im Kopfballduell, im Zweikampf.
Besonders spannend wird es, wenn man sich die direkten Duelle anschaut. In der Regionalliga Nord/Ost traf Regäsel während seiner Zeit bei Hertha BSC II immer wieder auf dieselben Gegenspieler. Gegen Christian Skoda, später beim Berliner AK 07, stehen fünf Partien zu Buche, zwei davon gewonnen. Ähnlich oft kreuzten sich die Wege mit Leon Hellwig von Babelsberg 03 — ebenfalls fünf Spiele, allerdings mit einer ausgeglicheneren Bilanz von einem Sieg, einem Remis und drei Niederlagen.
Auffällig ist das Duell mit Velimir Jovanović, der zuletzt für den FC Carl Zeiss Jena auflief. In fünf gemeinsamen Partien erzielte Jovanović laut der Statistik vier Tore gegen Teams, in denen Regäsel spielte — kein Gegenspieler trifft in dieser Übersicht häufiger. Auch Manuel Starke, Ben Zolinski, Sebastian Weiske und Jon Mogge tauchen mehrfach auf, meist mit vier gemeinsamen Partien und einer wechselhaften Bilanz aus Siegen und Niederlagen. Mogge ist dabei ein Name, der sich bis in die Koblenzer Zeit zieht: Die Duelle gegen den KSV-Hessen-Kassel-Spieler reichen von der Regionalliga Nord/Ost bis in die Regionalliga Südwest, als Regäsel bereits für Rot-Weiss Koblenz auflief.
Noch interessanter wird die Übersicht bei den gegnerischen Trainern, weil sie zeigt, mit welchen Teams Rot-Weiss Koblenz in der Regionalliga Südwest besonders oft aneinandergeriet. Gegen Tobias Damm, der den KSV Hessen Kassel trainierte, bestritt Regäsel drei Partien — einen Sieg, zwei Unentschieden, keine Niederlage. Gegen Thomas Wörle, der SSV Ulm 1846 formte, stehen ebenfalls drei Begegnungen zu Buche, hier allerdings mit einem Sieg weniger und zwei Niederlagen.
Schwerer tat sich Regäsels Team gegen Ersan Parlatan: In drei Duellen, zunächst bei Kickers Offenbach, dann beim TSV Steinbach, blieb Rot-Weiss Koblenz ohne Sieg. Auch gegen Matthias Born mit dem FC Astoria Walldorf und gegen Timo Wenzel mit dem FC 08 Homburg setzte es jeweils zwei Niederlagen aus zwei Spielen. Ein Name aus einer ganz anderen Liga sticht ebenfalls heraus: Lucien Favre, der Regäsel während dessen Zeit bei Hertha BSC und Eintracht Frankfurt in der Bundesliga als Trainer von Borussia Mönchengladbach gegenüberstand. Beide Bundesliga-Duelle gingen verloren, mit insgesamt einem Tor gegen sieben.
Wer Regäsels Stationenverlauf bei fussballdaten.de und FuPa nebeneinanderlegt, erkennt schnell: Die Koblenzer Zeit war nur ein Kapitel von mehreren. Laut FuPa war Regäsel in der Saison 2021/22 und 2022/23 Stammkraft bei Rot-Weiss Koblenz in der Regionalliga Südwest, mit 12 beziehungsweise 32 Spieleinsätzen. In der Saison 2023/24 lief er dann nur noch einmal für Rot-Weiss Koblenz in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf, bevor der Wechsel zu Westfalia Herne und anschließend zu TuS Bövinghausen in die Oberliga Westfalen folgte.
Von dort ging es weiter zum SV Wilhelmshaven, wo Regäsel laut FuPa in der Saison 2025/26 auf 19 Einsätze in der Oberliga Niedersachsen kam und in der laufenden Saison 2026/27 bereits neun weitere Partien bestritten hat. Die Gesamtbilanz seiner Laufbahn beziffert FuPa mit 214 Spielen, sieben Toren und acht Vorlagen, dazu 28 Gelbe Karten, sieben Gelb-Rote und zwei Platzverweise. Diese Zahlen erzählen die Geschichte eines Verteidigers, der selten im Rampenlicht stand, aber über Jahre hinweg verlässlich zur Stelle war — ob in Berlin, Frankfurt, Duisburg, Koblenz oder inzwischen an der Nordsee.
Für alle, die den FC Rot-Weiss Koblenz über die Jahre verfolgt haben, bleibt Regäsel einer dieser Spieler, die man mit einer bestimmten Phase des Vereins verbindet. Wer öfter mal auf solche Karrierewege zurückblickt, merkt: Fußball in der Region lebt von genau diesen Geschichten, die sich über Ligen und Jahre hinweg erzählen lassen.






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