
Auf der A61 zwischen Stromberg und Waldlaubersheim kollidierten eine Autofahrerin und mehrere Wildschweine. Die Fahrbahn war 40 Minuten gesperrt.
Wer in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf der A61 in Richtung Ludwigshafen unterwegs war, erlebte eine unruhige Nacht. Zwischen den Ausfahrten Stromberg und Waldlaubersheim kam es gegen 23:45 Uhr zu einem schweren Wildunfall — und der zog eine ganze Kettenreaktion nach sich.
Eine 31-jährige Frau aus dem Kreis Mainz-Bingen prallte mit ihrem Auto in eine Gruppe Wildschweine. Darunter waren laut newsflash24.de mindestens zwei erwachsene Tiere sowie mehrere Jungtiere. Das Fahrzeug war nach dem Aufprall so stark beschädigt, dass es abgeschleppt werden musste — nicht mehr fahrbereit.
Die toten Tiere blieben auf der Fahrbahn liegen. Und genau das wurde zum zweiten Problem: Mindestens zehn weitere Fahrzeuge überrollten die Kadaver, bevor die Strecke gesperrt werden konnte. Über eine Länge von etwa 150 Metern verteilten sich die Überreste der Tiere auf der Autobahn. An allen beteiligten Fahrzeugen entstand Sachschaden. Personenschäden werden in den vorliegenden Berichten nicht genannt.
Die Fahrbahn in Richtung Ludwigshafen war für rund 40 Minuten gesperrt. In dieser Zeit wurde der Unfall aufgenommen und die Fahrbahn geräumt.
Die Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim bittet weitere Unfallzeugen, sich unter der Telefonnummer 06701/9190 zu melden. Wer in der Nacht des 26. September 2026 in diesem Abschnitt der A61 unterwegs war und Beobachtungen gemacht hat, kann sich direkt dort melden.
Aktuelle Pressemitteilungen der Polizei Rheinland-Pfalz, auch zu Ereignissen wie diesem, sind über die offizielle Website der Polizei Rheinland-Pfalz abrufbar.
Der Vorfall auf der A61 ist kein Ausnahmefall. Wildunfälle zählen zu den häufigeren Unfallursachen, besonders auf Autobahnen und Landstraßen in Rheinland-Pfalz. Laut Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamts (Destatis) wurden im Jahr 2023 in Rheinland-Pfalz auf Autobahnen insgesamt 1.554 Unfälle mit Personenschaden registriert — bei insgesamt 140.161 Unfällen im gesamten Land.
Besonders in den Abend- und Nachtstunden, wenn Wildschweine, Rehe und Hirsche aktiv sind, steigt das Risiko. Wer auf der A61 unterwegs ist — einem Korridor, der durch ausgedehnte Waldgebiete zwischen Hunsrück und Rheinhessen führt — sollte das im Hinterkopf behalten.
Das kennt ihr vielleicht: Diese Sekunde, in der die Scheinwerfer plötzlich Augen im Dunkeln aufleuchten lassen. Dann zählt jeder Meter Reaktionsweg. Auf Strecken wie der A61 lohnt es sich, das Tempo anzupassen — besonders wenn die Nacht schon weit fortgeschritten ist.






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