
Die Scorerliste des EHC Neuwied zeigt enge Abstände an der Spitze: Handschuh führt, mehrere Spieler folgen dicht dahinter in der Oberliga Nord.
Wer früh aufsteht, hat den Rhein für sich. Und wer in Neuwied früh am Puck ist, hat offenbar auch die Scorerliste der Oberliga Nord für sich. Die neue Saison läuft, und beim EHC Neuwied zeichnen sich schon jetzt die Namen ab, die in dieser Spielzeit den Unterschied machen könnten.
Ganz oben in der aktuellen Scorerwertung steht Kevin Handschuh. Laut den Zahlen von Eishockey.info kommt er auf fünf Punkte, vier Tore und einen Assist. Dicht dahinter folgen gleich drei Spieler mit jeweils vier Punkten: Christian Sprez, Jeff Smith und Juuso Rajala, jeder von ihnen mit zwei Toren und zwei Assists. Das kennt ihr, oder? Dieses Muster in der Tabelle, wenn sich mehrere Spieler auf Augenhöhe schieben und noch nicht klar ist, wer sich am Ende oben festsetzt.
Auf den Plätzen dahinter reihen sich Jeroen Plauschin und Matteas Derraugh mit je drei Punkten ein, gefolgt von Adrian Kuhn, Jason Struck, Justin Polok und Tom Stumpe mit jeweils zwei Zählern. Auch Lennard Habeck, Marcus Götz, Artjom Alexandrov und Philip Kecojevic tauchen mit einem Punkt in der Liste auf. Ein breiter Kader also, der sich die Last auf mehrere Schultern verteilt – kein Team, das nur auf eine einzige Linie angewiesen ist.
Bevor es um Punkte in der Tabelle ging, hat sich der EHC Neuwied in einer Reihe von Testspielen warmgeschossen. Wie der Spielplan des Vereins zeigt, ging es unter anderem gegen Krefeld DNL, die Smoke Eaters Geleen, die Höchstadt Alligators und zweimal gegen die Stuttgart Rebels. Dabei gab es Licht und Schatten: Ein deutliches 7:1 gegen Höchstadt stand einer 0:1-Niederlage gegen Stuttgart gegenüber, ehe man sich im Rückspiel mit 4:2 revanchierte.
Mit dem Start der Hauptrunde wurde es dann ernst. Die Bären eröffneten die Saison zuhause gegen die Füchse Duisburg und unterlagen mit 3:6. Bei den Tilburg Trappers setzte es anschließend eine deutlichere Niederlage, 2:8 stand am Ende auf der Anzeigetafel. Kein einfacher Einstieg, aber genau in dieser Phase zeigt sich, wer als Scorer Verantwortung übernimmt – und genau da liefern Handschuh, Sprez, Smith und Rajala bereits erste Argumente.
Der Spielplan des EHC Neuwied verspricht in den kommenden Wochen einiges: Duelle gegen die Hammer Eisbären, die Saale Bulls Halle, die TecArt Black Dragons Erfurt und die Rostock Piranhas stehen an, ehe im Oktober und November das Programm dichter wird. Zuhause klingt manchmal nach 98.0 – und wer die Bären verfolgt, bekommt in den nächsten Monaten reichlich Gelegenheit, die Scorerliste live mitwachsen zu sehen.
Dass sich in der Oberliga und den umliegenden Ligen gerade viel tut, zeigt auch der aktuelle Newsticker von Icehockeypage. Zweibrücken Hornets etwa vermeldeten die Vertragsverlängerung von Frederic Hellmann, einem Verteidiger, der laut Icehockeypage vor vier Jahren aus Neuwied zurückkehrte und in der vergangenen Saison fünf Scorerpunkte sammelte. Ein kleiner Fingerzeig darauf, wie eng die norddeutschen und westdeutschen Ligen personell miteinander verwoben sind.
Auch bei den Rostock Piranhas – einem kommenden Gegner der Bären – gab es News: Wie Icehockeypage berichtet, haben die Lausitzer Füchse Verteidiger Marlon Braun mit einer Förderlizenz für die Piranhas ausgestattet. Der 22-Jährige kam in der vergangenen Saison auf 13 Einsätze und einen Assist. Solche Förderlizenzen sind in der Oberliga keine Seltenheit und sorgen dafür, dass junge Spieler Eiszeit sammeln, während sie parallel bei ihrem Stammverein gemeldet bleiben.
Auf DEL-Ebene, die zwar eine andere Liga ist, aber die große Bühne des deutschen Eishockeys bildet, gab es ebenfalls Bewegungen zu vermelden. Die Eisbären Berlin gewannen laut Icehockeypage ihr Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters deutlich mit 4:0, während der EHC Red Bull München den Löwen Frankfurt mit 1:4 unterlag. Solche Ergebnisse zeigen: Der Eishockey-Herbst ist in vollem Gange, quer durch alle Ligen – und mittendrin die Bären aus Neuwied, die sich Woche für Woche in der Oberliga Nord behaupten wollen.
Noch ist es früh in der Saison, die Punktabstände zwischen den Neuwieder Topscorern sind eng. Genau das macht die Sache spannend: Wenn gleich vier Spieler mit vier oder fünf Punkten praktisch gleichauf liegen, dann ist noch nichts entschieden. Wer sich hier oben festsetzt, wird sich erst über die kommenden Wochen zeigen – wenn der volle Kalender aus Heim- und Auswärtsspielen Woche für Woche neue Zahlen liefert.
Für alle, die die Bären verfolgen: Ein Blick auf die Scorerliste lohnt sich immer wieder. Sie erzählt in nüchternen Zahlen, wer gerade den Unterschied macht – und das ist am Ende oft spannender als jede Tabelle allein.






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