
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sammelt 2026 wieder Spenden per Haus- und Straßensammlung.
Vielleicht klingelt es demnächst auch bei euch: Sammlerinnen und Sammler des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sind unterwegs, um Spenden für die Pflege von Kriegsgräbern zu sammeln. Wie die Stadt Eisenach mitteilt, findet die traditionelle Haus- und Straßensammlung des Volksbund-Landesverbands Thüringen im Zeitraum vom 18. Oktober bis zum 15. November 2026 statt — der 15. November ist zugleich der Volkstrauertag. Die Sammlung ist durch das Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt.
Was viele nicht wissen: Wer an der Tür für den Volksbund sammelt, muss sich ausweisen können. Nach Angaben der Stadt Eisenach enthält dieser Ausweis Name, Vorname und Geburtsdatum der sammelnden Person, außerdem den Veranstalter, die Art der Sammlung sowie Ort und Zeitraum. Jede Spende wird zudem in eine Sammelliste eingetragen, die im Anschluss dem Landesverwaltungsamt zur Einsichtnahme vorgelegt werden muss. Das schafft Transparenz — und nimmt Unsicherheit, wenn tatsächlich jemand mit Sammelbüchse vor der Tür steht.
Der Volksbund erfüllt seine Aufgabe im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland. Laut Stadt Eisenach pflegt er die Gräber von 2,8 Millionen Kriegstoten auf 832 Friedhöfen in 45 Staaten. Ziel ist es, diese Gräber dauerhaft zu erhalten — als Mahnung für den Frieden und als Gedenk- und Bildungsort für kommende Generationen. Darüber hinaus hilft der Volksbund Angehörigen bei der Suche nach Gräbern von Gefallenen und Vermissten, berät Kommunen und bietet Schulen sowie anderen Bildungsträgern friedenspädagogische Projekte an. Er gilt als anerkannter Träger der politischen Bildung.
Das kennt ihr vielleicht: Man hört von solchen Sammlungen und denkt kurz nach, was eigentlich dahintersteckt. Es geht nicht nur um Grabpflege irgendwo weit weg, sondern um Erinnerungsarbeit, die bis in die Gegenwart wirkt — über Schulprojekte, über Angehörige, die nach Jahrzehnten noch Antworten suchen.
Auch wenn diese konkrete Sammlung laut Mitteilung der Stadt Eisenach den Landesverband Thüringen betrifft, zeigt sie, wie solche Aktionen bundesweit organisiert sind: mit klaren Ausweispflichten, behördlicher Genehmigung und nachvollziehbarer Dokumentation. Wer also demnächst irgendwo in Deutschland einer Sammlerin oder einem Sammler des Volksbund begegnet, weiß jetzt, worauf zu achten ist — und wofür die Spende am Ende steht.
Vielleicht ist es genau dieser Moment an der Haustür, der einen kurz innehalten lässt. Nicht spektakulär, aber bedeutsam.






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