
Wirtschaftsminister Ebling informierte sich bei der HwK Koblenz über KI und Robotik im Handwerk – ein Blick auf Ausbildung, Technik und Zukunft der Region.
Stellt euch vor, der Hobel von morgen denkt mit. Genau darum ging es, als Wirtschaftsminister Michael Ebling die Ausbildungsstätten der Handwerkskammer Koblenz besuchte. Im Mittelpunkt standen Künstliche Intelligenz, Robotiksysteme, computergesteuerte Maschinen und neue Lernräume für die berufliche Bildung. Wie der AK-Kurier berichtet, demonstrierte die Kammer dabei nicht nur Theorie, sondern ganz konkrete Einsatzbeispiele aus dem Betriebsalltag.
Das klingt erstmal nach großer Technik-Bühne. Ist es aber im Kern: ein Blick darauf, wie Handwerksbetriebe in der Rhein-Mosel-Region schon heute digitale Hilfsmittel nutzen — und was das für die Zukunft von 130 Handwerksberufen bedeutet.
HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich und Präsident Kurt Krautscheid führten Ebling durch die Robotik-Schulungsräume und zu einem laufenden Meisterkurs im Kraftfahrzeughandwerk. Beide nutzten den Termin, um technische Möglichkeiten und kommende Trends vorzustellen. Weil sich die Entwicklung rasant weiterdreht, passt die Kammer ihre Lehrinhalte in Erstausbildung, Fortbildung und Meisterkursen fortlaufend an. Kein stures Lehrbuch-Wissen also, sondern ein System, das mitwächst.
Ebling selbst betonte im Anschluss, dass das Handwerk in diesen Bereichen seine Stärken voll ausspielen könne. Es gehe darum, Fähigkeiten zu vertiefen, die Rheinland-Pfalz als Wirtschaftsstandort voranbringen. Klingt nüchtern, ist aber im Grunde eine Ansage: Wer hier lernt, lernt nicht von gestern.
Beim Rundgang kam auch zur Sprache, wo digitale Werkzeuge im Betrieb schon heute helfen — über die gesamte Bandbreite der Gewerke hinweg. Die Kammerführung ist überzeugt: Betriebe, die ihr Personal halten oder neue Fachkräfte gewinnen wollen, kommen an solchen Systemen kaum noch vorbei. Das Handwerk übernimmt damit eine Rolle in der rheinland-pfälzischen Innovationspolitik, die man ihm vielleicht nicht sofort zutraut.
Ganz praktisch zeigt sich das im Büroalltag, in der Buchhaltung, bei Vorkalkulationen oder der Fotodokumentation auf Baustellen. Und ja, auch bei automatisierten Arbeitsschritten im Maurer- oder Malerhandwerk kommt Robotik mittlerweile zum Einsatz. Wer hätte gedacht, dass der Blick auf die Baustelle bald auch digital vorbereitet wird?
Wichtig ist Hellrich und Krautscheid dabei ein Punkt: Die fachliche Entscheidung bleibt bei den Handwerkerinnen und Handwerkern selbst. Die Technik unterstützt, sie ersetzt nicht das Können am Werkstück. Genau dieser Ansatz bestimmt, wie die Bildungsstätten ausgestattet werden und wie die Technologieberatung der Kammer künftig weiter ausgebaut werden soll.
Dass sich Menschen in der Region gerade neu erfinden oder ihren Weg finden, zeigt sich nicht nur bei Robotern in der Werkstatt. Auch anderswo im Sendegebiet wird gerade Zukunft geschrieben: Sarah Huferath etwa, aufgewachsen in der Region Altenkirchen, hat aus ihrer Begeisterung fürs Filmemachen eine eigene Bühnenkarriere entwickelt. Aktuell steht sie, wie der NR-Kurier berichtet, als Lena Hirschfeld in dem Theaterstück „Für immer Disco“ auf der Bühne — Premiere war am 9. Oktober nach rund einem Jahr Probenarbeit. Zwei völlig unterschiedliche Geschichten, ein gemeinsamer Nenner: Wer dranbleibt, bringt seine Sache voran. Ob am Roboterarm oder auf dem Theaterbrett.
Und während die einen über Zukunftstechnik sprechen, denken andere an Vorsorge fürs eigene Morgen. Die DRK-Betreuungsvereine in Rheinland-Pfalz laden gemeinsam mit dem DRK-Landesverband zu einer Online-Veranstaltung rund um Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung ein. Der Termin: Dienstag, 3. November 2026, von 18 bis 20 Uhr über Microsoft Teams, Anmeldeschluss ist der 28. Oktober. Wie der WW-Kurier berichtet, benötigen Teilnehmende lediglich ein internetfähiges Gerät mit Kamera und Mikrofon, ein eigenes Teams-Konto ist nicht nötig. Anmeldungen nimmt der DRK-Betreuungsverein Altenkirchen per E-Mail entgegen, Vorabfragen beantwortet Roland Günter telefonisch.
Handwerk und Hightech, das war lange ein Gegensatz, den viele im Kopf hatten. Nach dem Besuch in Koblenz wirkt das anders: Die Werkstatt von heute rechnet, plant und dokumentiert digital mit — ohne dass der Meister seine Entscheidungshoheit abgibt. Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft dieses Tages: Fortschritt muss nicht laut sein, um wichtig zu sein. Er passiert gerade in den Ausbildungshallen hier bei uns, Tür an Tür mit dem Rhein. Wann wart ihr zuletzt in einer Werkstatt und habt gestaunt, was dort heute schon möglich ist?






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Antenne Koblenz
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.