
Goyas Schrecken des Krieges trifft in Koblenz auf moderne Kriegsfotografie: Eine Ausstellung zeigt, wie Bilder über zwei Jahrhunderte hinweg Geschichte…
Manchmal reicht ein Blick in ein Museum, um zu merken, wie wenig sich eigentlich ändert. In Koblenz ist derzeit eine Ausstellung zu sehen, die genau das zeigt: Francisco Goyas berühmte Werkserie „Schrecken des Krieges“ trifft auf Bilder aus der Gegenwart. Wie der SWR berichtet, widmet sich die Schau in Koblenz der Frage, ob Krieg vor 200 Jahren eigentlich anders aussah als heute.
Goya hat seine Radierfolge vor rund zwei Jahrhunderten geschaffen, als Reaktion auf die Gewalt der napoleonischen Kriege in Spanien. Die Koblenzer Ausstellung stellt diese historischen Werke in einen direkten Dialog mit der Arbeit zeitgenössischer Kriegsfotografie. Nach Angaben des SWR wurde für die Ausstellung ein Besuch mit dem Kriegsfotografen Till Mayer unternommen, um genau diesen Vergleich zu ziehen: historische Kunst und aktuelle Fotografie nebeneinander, als zwei Wege, Leid und Zerstörung sichtbar zu machen.
Das Spannende an diesem Format liegt in der Gegenüberstellung selbst. Goya hat mit seinen Radierungen eine Bildsprache entwickelt, die bis heute nachwirkt. Kriegsfotografie wiederum dokumentiert das Geschehen unmittelbar, oft fast ungefiltert. Wer beide Zugänge nebeneinander betrachtet, bekommt laut SWR einen Eindruck davon, wie Kunst und Fotografie auf ihre jeweils eigene Art Zeugnis ablegen — über Zeiten hinweg, die weiter auseinanderliegen, als man denkt.
Ausstellungen wie diese erinnern daran, dass Bilder nie nur Dekoration sind. Sie sind Geschichtsschreibung, manchmal unbequem, manchmal aufrüttelnd. Wer in Koblenz unterwegs ist, findet mit dieser Schau einen Anlass, kurz stehen zu bleiben und genauer hinzuschauen — auf das, was vor 200 Jahren war, und auf das, was gerade jetzt passiert.






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