
Die A48 bei Höhr-Grenzhausen war am letzten Septemberwochenende wegen Brückenbauarbeiten voll gesperrt. Hier sind die Hintergründe zum Neubau der L307-Brücke.
Wer an diesem Wochenende die A48 zwischen dem Autobahndreieck Dernbach und der Anschlussstelle Bendorf/Neuwied genutzt hat, kam nicht weit. Die Strecke war in beide Richtungen dicht — und das hatte einen konkreten Grund.
Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung West, hat am Freitag, 25. September, gegen 20 Uhr die A48 im Bereich der Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen für den Verkehr gesperrt. Die Vollsperrung galt bis Montagmorgen, 28. September, voraussichtlich gegen 5 Uhr — in beide Fahrtrichtungen. Wie SWR Aktuell berichtet, war die Zufahrt zur A48 an der Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen in Richtung Autobahndreieck Dernbach als einzige Ausnahme weiterhin befahrbar.
Für den übrigen Verkehr hat die Autobahn GmbH eine ausgeschilderte Umleitung über die B49 beziehungsweise die B42 eingerichtet. Wer Geduld mitgebracht und ausreichend Zeit eingeplant hat, ist damit durchgekommen.
Die Antwort steckt im Boden — beziehungsweise bald in der Luft darüber. Beim laufenden Ersatzneubau des Überführungsbauwerks der L307 stand in diesem Wochenende ein entscheidender Schritt an: das Einheben von 47 Meter langen Verbund-Fertigteilträgern. Nach Angaben der Autobahn GmbH wurden diese Träger auf die bereits fertiggestellten Brückenwiderlager gehoben. Zusammen mit weiteren Bauteilen bilden sie später die Tragkonstruktion der neuen Brücke. Für diese Arbeit mit schwerem Gerät musste die Autobahn darunter frei sein — es gab keine andere Möglichkeit.
Das Projekt läuft seit 2025. Im Januar 2026 war bereits eine Behelfsbrücke fertiggestellt worden, damit der Verkehr während der Bauzeit weiterhin fließen konnte. Wenn das neue Bauwerk freigegeben ist, wird diese provisorische Konstruktion laut merkurist.de im Jahr 2027 wieder zurückgebaut.
Der Brückenneubau ist kein kleines Vorhaben. Das gesamte Bauprojekt soll — vorbehaltlich günstiger Witterungsbedingungen und eines planmäßigen Ablaufs — bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Wer die A48 regelmäßig fährt, weiß: Diese Strecke ist keine Nebenstrecke. Wie der WW-Kurier berichtet, passieren täglich durchschnittlich 44.748 Fahrzeuge den Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Dernbach und Koblenz — rund 17 Prozent davon Schwerlastverkehr. Eine gesperrte A48 ist also kein lokales Ärgernis, sondern eine spürbare Unterbrechung im regionalen Verkehrsfluss.
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde der gesperrte Abschnitt planmäßig wieder für den Verkehr freigegeben. Die Baustelle selbst bleibt bestehen — der Neubau läuft weiter. Wer die Entwicklung rund um die A48 im Blick behalten will, sollte die Informationen der Autobahn GmbH des Bundes verfolgen. Die Arbeiten kommen laut Mitteilung der Autobahn GmbH planmäßig voran.
Bis Mitte 2027 dürfte das Thema Brückenbaustelle bei Höhr-Grenzhausen also noch öfter auf dem Tisch liegen. Gut zu wissen, worum es geht — und dass ein Ende in Sicht ist.






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