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TuS Koblenz: Was der Kader-Umbau der letzten Jahre zeigt

TuS Koblenz hat seinen Kader über mehrere Spielzeiten kontinuierlich umgebaut: Zugänge aus der eigenen U19 treffen auf ablösefreie Wechsel aus der Region.

Redaktion
·
3. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Wochen

Viel Bewegung auf dem Kabinenflur in der Oberfehlstraße

Wer die Transferlisten des TuS Koblenz der vergangenen Spielzeiten durchgeht, merkt schnell: Stillstand sieht anders aus. Kaum ein Sommer vergeht beim Regionalligisten ohne spürbare Veränderungen im Kader. Das kennt ihr vielleicht aus der eigenen Vereinsgeschichte, oder? Mal kommt frisches Personal von außen, mal rückt die eigene Jugend nach. Beim TuS war in den letzten Jahren beides zu beobachten.

Die Saison 2023/2024 im Rückblick

Laut der Transferübersicht von fussballtransfers.com verzeichnete der TuS Koblenz für die Saison 2023/2024 insgesamt elf Zugänge bei nur einem Abgang. Das Durchschnittsalter der neuen Spieler lag bei 25 Jahren. Mit dabei: Sandro Porta, der ablösefrei von der SpVgg Unterhaching kam, sowie Dominic Volkmer, der vom SV Atlas Delmenhorst nach Koblenz wechselte. Auch Jan Bach schloss sich ablösefrei von Rödinghausen an.

Gleich mehrere Namen kamen direkt aus der eigenen U19 hoch – darunter Jonas Bast, Armend Qenaj und Franjo Serdarušić. Das zeigt: Der Verein hat in dieser Phase nicht nur auf dem Transfermarkt gesucht, sondern auch der eigenen Nachwuchsarbeit vertraut. Dazu kam mit Leon Waldminghaus ein Zugang von der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln, ablösefrei verpflichtet. Kieran Ike wechselte vom Lokalrivalen Rot-Weiß Koblenz, André Mandt kam ablösefrei vom FC Wegberg-Beeck. Unterjährig, im Januar 2024, verstärkte sich der TuS zudem mit Nicolas Jörg, der leihweise von Homburg kam.

Wie es danach weiterging

Nach Angaben von Transfermarkt setzte sich die Fluktuation auch in den Folgejahren fort. Zur Saison 2024/2025 kamen unter anderem Leon Hysenaj vom FC Schaffhausen und Beykan Sengül aus der U19 des SC Verl dazu, beide ablösefrei. Gleichzeitig verließen Spieler wie Franjo Serdarušić, Lukas Szymczak und Armend Qenaj den Verein wieder – teils Richtung FV Engers 07, teils zu anderen Regionalligisten wie Bahlinger SC oder Heilbronn-Freiberg.

Auch für die Saison 2025/2026 listet Transfermarkt zahlreiche Bewegungen: Auf der Zugangsseite tauchen etwa Masahiro Fujiwara und Denys Vyrych vom Bonner SC auf, ebenso Tomoya Kurogi vom FC Pesch und Cedric Taxis von Rot-Weiß Koblenz – alle ablösefrei. Auf der Abgangsseite stehen unter anderem Beykan Sengül, der zu 1.FC Düren wechselte, sowie André Mandt, der sich den SF Baumberg anschloss. Franjo Serdarušić verließ den Verein laut Transfermarkt erneut, diesmal Richtung FV Engers 07.

Aktueller Stand: Saison 2026/2027

Für die laufende Saison 2026/2027 meldet Transfermarkt bislang weder Zugänge noch Abgänge. Zuvor, zur Saison 2026/27 vorbereitend, wechselten laut der Plattform Spieler wie Nam-ju Lee und Tim Schirmer zum Ahrweiler BC, Kevin Birk zum Bonner SC und Jesper Schlich kam aus der U19 von Bayer 04 Leverkusen. Zwei Nachwuchsspieler, Maximilian Buchheit und Maurice Welzel, rückten aus der eigenen U19 des TuS Koblenz nach – ein Muster, das sich durch mehrere Spielzeiten zieht.

Was diese Zahlen über den Verein erzählen

Schaut man sich die nackten Zahlen an, fällt vor allem eines auf: Der TuS Koblenz arbeitet mit einer Mischung aus externen, meist ablösefreien Verpflichtungen und eigenen Talenten aus der U19. Große Ablösesummen tauchen in den aktuellen Transferfenstern nicht auf – das ist in der Regionalliga auch nicht unüblich. Stattdessen zeigt sich ein Verein, der kontinuierlich an seinem Kader feilt, Jahr für Jahr, mit Spielern aus der Region und aus dem gesamten Bundesgebiet.

Für Fans bedeutet das: Wer zu Heimspielen in die Oberfehlstraße kommt, sieht selten über mehrere Jahre dieselbe Mannschaft. Das macht den Verein nicht weniger nahbar – im Gegenteil. Gerade die vielen Spieler, die aus der eigenen Jugend oder von Vereinen aus der Rhein-Mosel-Region kommen, halten die Verbindung zur Heimat lebendig. Wer die nächsten Spieltage verfolgt, kann selbst beobachten, wie sich der aktuelle Kader weiterentwickelt.

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