
TuS Koblenz traf im Stadion Oberwerth auf Eisbachtal: Formkurve, Personallage und Hintergründe zum Heimspiel am 11. Spieltag der Oberliga RP/S.
Wer am 2. Oktober den Weg ins Stadion Oberwerth gefunden hat, durfte sich auf einen echten Oberliga-Abend freuen. Die TuS Koblenz empfing am 11. Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar die Sportfreunde Eisbachtal, Anpfiff war um 19.30 Uhr. Das Spiel wurde live auf TuS TV übertragen, moderiert von Rafael Beraz, mit Kamera und Regie aus dem eigenen Vereinsumfeld.
Für die Koblenzer war die Partie Auftakt zu einer dichten Woche. Wie der Wochenblatt-Reporter berichtet, folgt auf das Heimspiel gegen die Mannschaft aus dem Westerwald bereits ein Rheinlandpokalspiel in Emmelshausen, bevor es in der Liga zum TSV Schott Mainz geht. Drei Spiele in acht Tagen – da zählt jeder Punkt gegen Eisbachtal doppelt, bevor der Kräfteverschleiß einsetzt.
Die jüngste Bilanz der TuS liest sich wechselhaft. Gegen den TuS Mechtersheim gab es einen 2:1-Erfolg, den die Mannschaft nach Vereinsangaben trotz Unterzahl verdient einfuhr. Danach folgte allerdings ein Dämpfer: Beim FV Diefflen setzte es eine 1:3-Niederlage. Wer die Oberliga kennt, weiß, wie schnell sich Formkurven in diesem Spielklasse drehen können – und genau deshalb war das Heimspiel gegen Eisbachtal so wichtig.
Ein Trumpf blieb den Koblenzern dabei erhalten: Im Stadion Oberwerth war die TuS vor diesem Spieltag noch ungeschlagen. Das ist kein kleiner Faktor, wenn man bedenkt, dass die Sportfreunde Eisbachtal mit nur einem Punkt aus zehn Saisonspielen angereist sind. Auf dem Papier ein klarer Fall – doch das weiß in der Oberliga nie so recht jemand im Voraus.
Positive Nachrichten gab es aus der Krankenstation. Daniel von der Bracke und Damir Grgic waren nach ihren Verletzungen wieder ins Training eingestiegen und standen laut Wochenblatt-Reporter für die Partie zur Verfügung. Auch Yasin Yaman war nach einer Sperre wieder spielberechtigt. Nicht mit von der Partie waren dagegen Nic Alsbach, Konrad Cornelius und Tomoya Kurogi.
In der von TuS TV veröffentlichten Startelf liefen Kevin Birk im Tor sowie Yasin Yaman, Marcel Wingender als Kapitän, Ishak Adahchur, Nazif Tchadjei, Damir Grgic, Lukas Tuchscherer, Tim Schirmer, Leon Waldminghaus, Garry Onyejelem und Masahiro Fujiwara auf. Auf der Bank saßen unter anderem Ersatztorwart Jesper Schlich, Daniel von der Bracke, Igor Blagojevic und Nam-Ju Lee – eine breite Alternative für Trainer und Trainerteam, falls sich das Spiel drehen sollte.
Wer das Spiel im Stadion verfolgen wollte, konnte Tickets online über die Vereinsseite oder an der Abendkasse erwerben. Besonders bemerkenswert: Studentinnen und Studenten zahlten in den Monaten Oktober, November und Dezember bei Heimspielen mit gültigem Studierendenausweis nur fünf statt neun Euro für einen Stehplatz. Die Aktion startete direkt am 2. Oktober an der Abendkasse – ein Signal an die junge Fanbase, dass Fußball im Stadion Oberwerth kein Luxus sein muss.
Drei englische Wochen am Stück, eine Ungeschlagen-Serie im eigenen Stadion, ein Gegner mit dünner Ausbeute, aber unberechenbarer Tagesform – die Zutaten für einen spannenden Spieltag waren da. Für die TuS Koblenz ging es darum, die Heimstärke zu bestätigen und sich für die englischen Wochen mit Pokalspiel in Emmelshausen und Auswärtsfahrt nach Mainz psychologisch in Position zu bringen. Wer die Tabelle der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar im Blick behält, weiß: Jeder Punktverlust gegen vermeintlich schwächere Gegner kann sich am Saisonende rächen.
Das Deutsche Eck ist an solchen Abenden weit weg vom Trubel, aber im Stadion Oberwerth brennt die eigene kleine Fußball-Welt. Genau dafür lohnt sich der Blick auf den Spielplan – und genau deshalb bleibt die Oberliga für viele in der Region mehr als nur ein Freizeitprogramm.






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