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Stau an der La-Porte-Kreuzung: Was Neuwied jetzt konkret ändern will

Stau an der La-Porte-Kreuzung in Neuwied: Welche konkreten Maßnahmen das Fraktionsbündnis jetzt an der B 42 anstößt und was das für Pendler bedeutet.

Redaktion
·
5. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Wochen

Wenn die Stadtzufahrt zum Nadelöhr wird

Wer in Neuwied derzeit zur Arbeit fährt, kennt das Gefühl: Du stehst, der Verkehr steht, und irgendwo vorne ist die gesperrte La-Porte-Kreuzung schuld daran. Die gesperrte Kreuzung und die neue Stadtzufahrt sorgen laut blick-aktuell.de für lange Rückstaus, überlastete Ausweichstrecken und schwierige Verkehrsabläufe, besonders im Berufsverkehr. Kein Wunder, dass das Thema die Stadt gerade mehr beschäftigt als jede Ampelschaltung zuvor.

Ein Bündnis schaut genauer hin

Das Fraktionsbündnis aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen, BSW, FWG und FDP hat sich die Situation nach Angaben von blick-aktuell.de vor Ort direkt am Nadelöhr Andernacher Straße/B 42 angeschaut. Martin Hahn (CDU), Regine Wilke (Bündnis 90/Die Grünen), Tobias Härtling (BSW), Lars Ebert (FWG) und Dietrich Rühle (FDP) machten dabei deutlich, dass sie die Probleme sehen und ernst nehmen. Jetzt gehe es darum, gemeinsam mit der Stadtspitze nach Möglichkeiten zu suchen, um dort Entlastung zu schaffen, wo tatsächlich angesetzt werden kann.

Das klingt erstmal nach Politikersprech, bedeutet aber laut dem Bündnis ganz konkrete Schritte. Eine erste Stellschraube betrifft die Ausfahrt aus der Stadt auf die B 42: Künftig soll das Abbiegen über zwei Spuren möglich sein. Gemeinsam mit der Verwaltung sei das bereits erreicht worden, wie das Bündnis mitteilt. Gerade in den Stoßzeiten soll das den Verkehr besser abfließen lassen.

Ampeln, Stadtzufahrt Nord und die Deutsche Bahn

Auch die Ampelschaltungen im Bereich der B 42, der Stadtausfahrt Neuwied und der Zufahrt aus Richtung Niederbieber sollen überprüft werden. Die Idee: optimierte Schaltzeiten könnten den Verkehrsfluss verbessern. Ob das am Ende spürbar etwas bringt, muss sich zeigen, aber immerhin wird hier nicht nur zugeschaut.

Ein weiterer Punkt ist die neue Stadtzufahrt Nord. Das Bündnis will gemeinsam mit der Stadtspitze prüfen lassen, ob zumindest eine provisorische Nutzung schon vor der endgültigen Fertigstellung möglich ist. Jede frühzeitige Entlastung sei angesichts der aktuellen Lage wichtig, heißt es von den Fraktionen.

Gleichzeitig bleibt das Bündnis bei aller Tatkraft realistisch. Die bestehende Kreuzung lasse sich nicht einfach grundlegend verändern, es gehe um einzelne Stellschrauben. Erwartungen wecken, die am Ende nicht erfüllt werden können, wolle man ausdrücklich nicht. Das ist ehrlich formuliert, auch wenn es für alle, die gerade im Stau stehen, wenig Trost spendet.

Verantwortung sehen die Fraktionen auch bei der Deutschen Bahn AG. Die aktuellen Einschränkungen hängen demnach wesentlich mit den Arbeiten an der Bahnstrecke und der neuen Stadtzufahrt zusammen. Das Bündnis erwartet, dass vereinbarte Zeitpläne eingehalten werden und die Bahn alles daransetzt, die Belastungen für die Menschen in Neuwied so gering wie möglich zu halten. Auch der Landesbetrieb Mobilität sei als zuständiger Partner für die B 42 gefordert, mögliche Verbesserungen mitzutragen.

Was das für den Alltag bedeutet

Das kennt ihr vermutlich auch: Man sitzt im Auto, guckt auf die Uhr und fragt sich, warum eine einzige Kreuzung so viel Einfluss auf den ganzen Tag haben kann. Eine Baustelle lässt sich nicht wegzaubern, das sagt auch das Bündnis selbst so deutlich. Aber kleine Veränderungen wie eine zweite Abbiegespur oder angepasste Ampelzeiten können im Alltag tatsächlich einen Unterschied machen, auch wenn sie den großen Stau nicht auflösen.

Die Gespräche mit der Stadtspitze sollen laut dem Bündnis weitergehen, die vorgeschlagenen Maßnahmen weiter geprüft werden. Bis dahin bleibt wohl nur: früher losfahren, Alternativrouten testen – oder einfach das Radio lauter drehen, während man wartet, bis es vorwärtsgeht.

Quellen


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