
16-Jähriger flüchtet nachts mit dem Auto seines Vaters vor der Polizei durch Altenkirchen – ohne Führerschein, mit drei Jugendlichen an Bord.
Es gibt Nächte, die laufen anders als geplant. Für einen 16-Jährigen aus dem Raum Altenkirchen endete eine nächtliche Spritztour mit einer Kontrolle durch die Polizei, einer Flucht quer durch die Innenstadt und am Ende mit einem Strafverfahren. Was war passiert?
Die Polizei wollte in der Nacht ein Auto anhalten, um es zu kontrollieren. Statt stehen zu bleiben, soll der Fahrer Gas gegeben haben, wie die Polizei mitteilte. An Bord: drei weitere Jugendliche, alle zwischen 16 und 17 Jahre alt.
Die Flucht führte mutmaßlich zunächst verkehrt herum durch eine Einbahnstraße. Später soll der junge Fahrer deutlich zu schnell durch die Fußgängerzone von Altenkirchen gefahren sein und dabei an einer Stelle fast die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben. Erst an einer Kreuzung kam der Wagen schließlich zum Stehen, wie es in der Mitteilung der Polizei heißt.
Dort zeigte sich dann das ganze Ausmaß der nächtlichen Aktion: Der 16-Jährige besaß gar keinen Führerschein. Das Auto, mit dem er unterwegs war, gehörte seinem Vater – und war zudem abgemeldet. Für die Spritztour hatte er es sich offenbar einfach genommen.
Gegen den Jugendlichen wurden Strafverfahren eingeleitet. Das ist bei einer Fahrt ohne Fahrerlaubnis mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug und der Flucht vor einer Polizeikontrolle wenig überraschend – die Konsequenzen dürften ihn noch eine Weile begleiten. Wie die Allgemeine Zeitung und der Stern unter Berufung auf die Polizei berichten, handelte es sich um einen klassischen Fall jugendlichen Leichtsinns mit ziemlich greifbaren Folgen.
Man muss sich das mal vorstellen: eine nächtliche Fahrt durch die eigene Heimatstadt, vier Jugendliche im Auto, keiner mit Fahrerlaubnis am Steuer – und dann die Entscheidung, vor der Polizei davonzufahren, statt einfach anzuhalten. Das kennt man aus Filmen, aber eben auch aus der Realität zwischen Rhein und Westerwald.
Fälle wie dieser sind kein Einzelphänomen der Region, aber sie erinnern daran, wie schnell aus einer spontanen Idee ein ernstes Problem werden kann. Ein Auto ohne Zulassung, ein Fahrer ohne Führerschein, dazu noch eine Verfolgungsfahrt durch die Innenstadt – das ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Risiko für alle Beteiligten und für jeden, der zu dem Zeitpunkt zufällig in der Nähe war.
Gerade in kleineren Städten wie Altenkirchen, wo die Wege kurz und die Straßen nachts meist leer sind, verführt das vielleicht dazu, sich unbeobachtet zu fühlen. Dass die Polizei trotzdem unterwegs war und die Kontrolle am Ende doch noch gelang, zeigt: Ganz unbemerkt bleibt so eine Aktion selten.
Egal ob in Koblenz, am Rhein oder eben im Westerwald – die Versuchung, einfach mal loszufahren, kennen viele aus der eigenen Jugend. Die Geschichte aus Altenkirchen zeigt aber auch, wie schnell aus einem Abenteuer ein ernstes Verfahren werden kann. Wer das nächste Mal am Steuer sitzt oder jemanden losfahren sieht, der eigentlich noch gar nicht fahren darf, kann ruhig kurz nachfragen. Manchmal reicht ein Satz, um eine Nacht in eine andere Richtung zu lenken.






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