
Am 24. Oktober steigt im Neuwieder Big House die 22. Ausgabe von „Shout loud“: fünf Bands, Moshpit-Stimmung und Tickets nur an der Abendkasse.
Samstagabend, Museumstraße in Neuwied, kurz vor halb sieben. Noch ist es ruhig vor dem Big House. Aber das ändert sich am 24. Oktober ziemlich schnell. Dann startet zum 22. Mal die Konzertreihe „Shout loud“ – und wer glaubt, laute Musik sei automatisch Krach, hat sich wohl noch nie näher mit Metalcore beschäftigt. Brachiale Gitarrenriffs, Breakdowns, die durch den ganzen Raum gehen, Vocals zwischen Gesang und Schrei: Genau das macht den Reiz dieser Musikrichtung aus, wie die Stadt Neuwied in ihrer Ankündigung schreibt.
Das kennt ihr vielleicht aus der eigenen Jugend, oder? Dieses Gefühl, wenn die erste Band anfängt und der Raum sich plötzlich anders anfühlt. Genau dieses Erlebnis soll „Shout loud“ wieder liefern – zum mittlerweile 22. Mal.
Organisiert wird das Ganze vom Team um Florian Hilger, das laut Angaben der Stadt Neuwied wieder „groß aufgefahren“ ist. Gleich fünf Bands stehen auf dem Programm: I Scream For Icecream, Dying Breed, Lucidrae, Gouge und Anguish. Besonders die Band Lucidrae reist für den Auftritt extra aus Heilbronn an, um im Big House für Stimmung zu sorgen, wie Merkurist berichtet.
Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr, bereits eine halbe Stunde später, um 19 Uhr, startet das musikalische Programm. Wer nichts verpassen will, sollte also pünktlich da sein – danach geht es Schlag auf Schlag durch das Line-up.
Einen Vorverkauf gibt es bewusst nicht. Tickets gibt es ausschließlich an der Abendkasse, für 15 Euro, ermäßigt für Schülerinnen, Schüler und Studierende mit Nachweis für 10 Euro. Wer dabei sein will, kommt einfach am Konzertabend vorbei, kauft sein Ticket vor Ort und bekommt laut Stadt Neuwied am Einlass ein Bändchen aus Stoff.
Für die Versorgung ist ebenfalls gesorgt: Vor Ort gibt es gekühlte Getränke – darunter lokales Bier, Softdrinks und Wasser – sowie kleine Snacks zu fairen Preisen. Das Big House in der Museumstraße 4a liegt mitten in Neuwied und ist laut Veranstalter sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
Was „Shout loud“ von anderen Konzertabenden unterscheidet, ist die Nähe zum Publikum. Seit Jahren hält die lokale Metalcore-Community dem Event die Treue – und darf bei der Zukunft mitreden. Vor Ort steht eine Wunschbox, in die alle Gäste Bandvorschläge einwerfen können, die sie gerne einmal auf der Big-House-Bühne sehen würden. Laut Stadt Neuwied ist so schon manch ein Band-Wunsch tatsächlich wahr geworden.
Das ist am Ende auch das, was diese Konzertreihe ausmacht: Sie lebt nicht von großen Namen allein, sondern von einer Szene, die sich selbst mitgestaltet. Fünf Bands, ein Jugendzentrum, ein Abend – und ein Publikum, das offenbar genau weiß, was es will.
Dass ausgerechnet das Jugendzentrum Big House seit 22 Ausgaben Bühne für Metalcore aus der Region und von weiter her ist, zeigt: Man muss nicht nach Köln oder Frankfurt fahren, um Live-Musik mit Wucht zu erleben. Manchmal reicht ein Abend in der Deichstadt. Wer am 24. Oktober Lust auf Breakdowns, Moshpit-Stimmung und ein Line-up mit Tiefgang hat, der weiß jetzt, wo er hinmuss.






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