
RW Koblenz siegt klar in Eisbachtal, die TuS verliert das Spitzenspiel in Mainz: Die aktuellen Ergebnisse der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar im Überblick.
Die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bleibt spannend – und für die Fußballfans aus Koblenz gab es zuletzt Licht und Schatten gleichermaßen. Während der FC Rot-Weiß Koblenz auswärts bei den Eisbachtaler Sportfreunden einen klaren Auftritt hinlegte, musste die TuS Koblenz im Verfolgerduell bei Schott Mainz eine bittere Niederlage hinnehmen. Wer die Tabelle dieser Liga verfolgt, weiß: Hier entscheidet oft nicht das bessere Spiel, sondern der bessere Moment. Und den hatten an diesem Spieltag ganz unterschiedliche Teams für sich.
Beim 0:3-Erfolg in Eisbachtal zeigte RW Koblenz, wie man ein Auswärtsspiel managt: früh führen, das Spiel kontrollieren, am Ende konsequent zumachen. Schon in der 16. Minute brachte Saed die Gäste in Führung. Danach dauerte es bis zur 67. Minute, ehe Thieltges auf 0:2 erhöhte – ein Spieler, der laut kicker an diesem Tag gleich doppelt aufhorchen ließ, denn er stand sowohl in der Startelf als auch im Mittelpunkt des zweiten Treffers. Den Schlusspunkt setzte Köppen in der Schlussminute zum 0:3-Endstand. Eisbachtal wechselte im Laufe der Partie mehrfach durch, konnte dem bestimmenden Auftritt der Koblenzer aber nichts entgegensetzen. Für RW Koblenz war es ein Sieg, der nach Tabellenplatzierung und Spielverlauf nach mehr schmeckt als nur drei Punkten – so ein Erfolg tut auch dem Selbstvertrauen gut, wenn es in den kommenden Wochen gegen kniffligere Gegner geht.
Ganz anders verlief das Wochenende für die TuS Koblenz. Im Verfolgerduell bei Schott Mainz setzte es eine 2:3-Niederlage (1:3), die zwar am Ende knapp aussah, aber laut der Rhein-Zeitung über weite Strecken ernüchternd verlief. Besonders bitter aus Koblenzer Sicht: Der Mann des Spiels trug zwar das Trikot von Schott Mainz, war aber vorige Saison noch selbst für die TuS Koblenz aktiv. Karim Zeghli, mittlerweile Verteidiger bei Schott, gelang innerhalb von nur zwei Minuten ein Doppelpack – ein seltenes Kunststück für einen Abwehrspieler, wie die Rhein-Zeitung festhält. Diese zwei Minuten dürften das Spiel maßgeblich entschieden haben, denn zur Pause stand es bereits 1:3 aus Sicht der Gastgeber.
Für die TuS bedeutet die Niederlage einen Dämpfer im direkten Duell mit einem Konkurrenten um die vorderen Tabellenplätze. Wer oben mitspielen will, kann sich solche Aussetzer eigentlich nicht erlauben – das dürfte man auch in Koblenz so sehen. Bemerkenswert auch: Die TuS Koblenz war wenige Tage zuvor bereits beim FC Emmelshausen-Karbach zu Gast und hatte dort mit 3:0 gewonnen, wie aus der Tabelle und den Ergebnissen auf der Vereinsseite des FC Emmelshausen-Karbach hervorgeht. Die Mannschaft zeigte also durchaus Konstanz nach oben – nur eben nicht beim Spitzenspiel in Mainz.
Apropos Emmelshausen-Karbach: Der Verein aus dem Hunsrück musste sich nach der Niederlage gegen die TuS Koblenz erst einmal sortieren, konnte aber zuletzt wieder Erfolge einfahren. Mit einem 2:0 gegen den TSV Gau-Odernheim holte sich die Mannschaft nach eigenen Angaben drei Punkte nach drei sieglosen Ligapartien – ein Erfolg, der in der engen Tabelle im unteren Mittelfeld durchaus Luft verschafft. Aktuell steht der FCEK auf Platz 11, nur durch die Tordifferenz von den Plätzen 9 und 10 getrennt. Die Liga ist in diesem Bereich eng zusammengerückt, zwischen Rang 9 und 13 trennen gerade einmal drei Punkte. Das zeigt: In dieser Saison kann sich kaum ein Team zurücklehnen, jeder Punkt zählt doppelt.
Zwei Koblenzer Vereine, zwei völlig unterschiedliche Spieltage – genau das macht den Charme der Oberliga aus. Hier kennt man sich, hier wechseln Spieler die Vereine und treffen sich Wochen später als Gegner wieder, so wie es bei Karim Zeghli der Fall war. Diese Nähe, dieses Wiedersehen auf dem Platz, das gibt es eben nur im regionalen Fußball. Wer selbst am Wochenende zum Spiel fährt, erlebt genau diese Geschichten hautnah mit – ob an der Mosel, im Hunsrück oder eben in Mainz.
Für RW Koblenz geht es nun darum, den Schwung aus dem klaren Auswärtserfolg mitzunehmen. Für die TuS Koblenz heißt es, die Niederlage schnell abzuhaken und sich wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen – schließlich hat die Mannschaft erst kürzlich bewiesen, dass sie auch deutlich gewinnen kann. Und der FC Emmelshausen-Karbach? Der kämpft weiter im engen Tabellenkeller-Mittelfeld um jeden Punkt. Drei Vereine, drei Geschichten – und alle gehören sie zur Fußball-Heimat zwischen Rhein, Mosel und Hunsrück.






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