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Regen, Wind und kühlere Luft: Der Herbst zeigt sich bei uns von seiner typischen Seite

Regen, Sturmböen und kühlere Luft: Der DWD meldet Wetterumschwung für Rheinland-Pfalz und das Saarland. Alle Details zur aktuellen Herbst-Vorhersage bei uns.

Redaktion
·
10. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Woche

Endlich wieder dieses Geräusch

Wann hast du zuletzt wirklich Regen aufs Dach prasseln gehört? Lange war es trocken, der Herbst fing zu warm und zu trocken an. Jetzt dreht sich das Blatt. Der Deutsche Wetterdienst erklärt, dass Tief „Felicia“ von Dänemark über die Ostsee zieht und Deutschland einen spürbaren Wetterumschwung beschert. Wer am Rhein oder an der Mosel unterwegs ist, hat es vermutlich schon gemerkt: Die Luft fühlt sich anders an, der Himmel hängt tiefer, und der Wind hat Kraft bekommen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zog der Ausläufer von „Felicia“ bereits in der Nacht auf den vergangenen Donnerstag über die Nordwesthälfte Deutschlands, mit teils kräftigem und länger anhaltendem Regen. Von der Eifel bis zum Teutoburger Wald kamen gebietsweise 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter innerhalb von zwölf Stunden zusammen, an einzelnen Stationen sogar noch mehr. Das klingt nach viel, war aber vor allem eines: dringend nötig für die ausgetrockneten Böden.

Wie es bei uns in Rheinland-Pfalz weitergeht

Wie SOL.DE berichtet, müssen sich die Menschen in Rheinland-Pfalz und im Saarland weiterhin auf ungemütliches Wetter einstellen. Der Mix aus Regen und starkem Wind hält an. Am Freitagmittag setzte demnach Regen ein, die Temperaturen bewegten sich zwischen 11 und 14 Grad, dazu wehte ein frischer, im Bergland böiger bis stürmischer Wind.

Der Deutsche Wetterdienst hat für die gesamte Region eine amtliche Warnung vor Windböen veröffentlicht, gültig von Freitagmorgen bis Samstagmorgen. Für denselben Zeitraum galt zusätzlich eine Warnung vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 70 Kilometern pro Stunde, in exponierten Lagen ab etwa 600 Metern Höhe sogar bis zu 85 Kilometer pro Stunde. Wer also am Wochenende durch den Wald spazieren wollte oder den Garten noch nicht winterfest gemacht hat: lose Gegenstände sichern, Zelte und Abdeckungen festmachen, auf herabfallende Äste achten. Das sind keine Formalitäten, sondern ganz praktische Hinweise, die der Wetterdienst ausdrücklich ausgesprochen hat.

Kühler, windiger — und das hat seinen Grund

Hinter dem Regen strömt deutlich kühlere Luft nach Deutschland. Der DWD macht das an einem einfachen Beispiel fest: Während es an der Neiße noch einmal bis zu 22 Grad warm werden konnte, lagen die Höchstwerte im Westen und Norden nur noch zwischen 12 und 16 Grad. Das ist ein Temperatursturz von fast zehn Grad binnen eines Tages. Der Herbst zeigt damit, dass er nicht nur auf dem Kalender angekommen ist, sondern auch draußen spürbar wird.

Verantwortlich für den auffrischenden Wind ist ein deutliches Luftdruckgefälle zwischen dem Tief über der Ostsee und höherem Luftdruck Richtung Iberische Halbinsel. An den Küsten und im höheren Bergland sind laut DWD stürmische Böen, vereinzelt sogar Sturmböen möglich. Im Binnenland fällt der Wind zwar meist schwächer aus, in Schauernähe können aber auch dort einzelne steife Böen auftreten — genau das, was aktuell für Rheinland-Pfalz und das Saarland gilt.

Und wie geht’s am Wochenende weiter?

Nach SOL.DE-Angaben ziehen die Regenwolken am Samstag Richtung Süden ab. Es bleibt bewölkt, Schauer sind dann aber seltener. Mit Temperaturen zwischen 13 und 17 Grad wird es wieder etwas milder, bleibt aber weiterhin windig. In der Nacht zum Sonntag kann es laut dieser Prognose gelegentlich regnen, der Sonntag selbst soll aber meist trocken bleiben, bei Werten zwischen 12 und 17 Grad.

Der Deutsche Wetterdienst blickt schon einen Schritt weiter und hat auch das nächste Tief im Blick: „Gabriela“ macht sich bei Grönland auf den Weg, zieht am Samstag in den Süden Skandinaviens und weiter zur Ostsee. Ihr Frontensystem soll bereits ab Freitag Deutschland erreichen und erneut Regen, Wind und – vor allem im Küstenumfeld – auch Gewitter bringen. Von einer stabilen Wetterlage ist also noch keine Rede.

Erst im Laufe des Sonntags deutet sich von Südwesten her eine Beruhigung an: Der Wind lässt nach, Niederschläge werden seltener, der Luftdruck steigt. Aber Hochdruck heißt im Herbst eben nicht automatisch Sonnenschein. Bei schwachem Wind und tiefstehender Sonne kann sich leicht Nebel bilden – und der hält sich dann hartnäckig, manchmal bis weit in den Mittag hinein. Temperaturmäßig bleibt es laut DWD herbstlich: Höchstwerte zwischen 12 und 18 Grad, nachts meist einstellige Plusgrade. In der Nacht zum Dienstag könnte es im Süden bei klarem Himmel sogar für leichten Bodenfrost reichen.

An den Alpen bleibt es ohnehin nass, dort sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 1800 Meter. Auf den höchsten Gipfeln kann deshalb schon der erste Schnee der Saison liegen — während im Tal noch der Regen tropft.

Was bleibt

Zwei Tiefs, ein Temperatursturz, Sturmböen über dem Bergland und die ersten Schneeflocken auf den Alpengipfeln: Der Herbst meldet sich bei uns in der Region gerade mit allem, was er zu bieten hat. Wer heute rausgeht, zieht vielleicht besser noch eine Lage mehr an und lässt den Regenschirm nicht im Auto liegen. Das kennt ihr, oder? Dieses Gefühl, wenn der Wind plötzlich an der Jacke zerrt und man merkt: Jetzt ist er wirklich da, der Herbst. Bei uns auf 98.0 begleiten wir euch durch jedes Wetter — ob Regen auf der Scheibe oder Nebel über dem Rhein.

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