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Oberliga-Herbst: Rot-Weiss Koblenz unterwegs, TuS Koblenz vor Verbandsentscheid

Rot-Weiss Koblenz trifft erstmals auf Elversberg II, während die TuS Koblenz nach einem kuriosen Platz-Protest vor dem Verband eine Niederlage schlucken muss.

Redaktion
·
3. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Wochen

Zwei Koblenzer Vereine, zwei Geschichten in der Oberliga

Wer die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in diesen Wochen verfolgt, merkt schnell: Koblenz ist gleich mehrfach vertreten — und jeder Verein schreibt gerade sein eigenes Kapitel. Da ist zum einen Rot-Weiss Koblenz, der sportlich seinen Platz im Tabellenmittelfeld sucht. Und da ist die TuS Koblenz, die gerade mit einer kuriosen Platz-Posse für Gesprächsstoff sorgt. Zwei Vereine, ein Stadtname — und genug Stoff für einen Blick in die Vereinslandschaft der Region.

Rot-Weiss Koblenz: Wechselhafte Form vor dem Gastspiel in Elversberg

Rot-Weiss Koblenz reist zu einer Partie bei 07 Elversberg II, wie aus den Daten von scores24.live hervorgeht. Für beide Mannschaften ist es die erste Begegnung überhaupt — ein echtes Novum also, ganz ohne Geschichte zwischen den beiden Teams.

Ein Blick auf die jüngsten Spiele zeigt: Rot-Weiss Koblenz pendelt zwischen Licht und Schatten. Nach einem 3:1-Erfolg bei Sportfreunde Hamborn 07 und einem 4:1-Heimsieg gegen Diefflen gab es zuletzt auch Nachschläge zu verdauen — etwa die 1:2-Niederlage bei Ahrweiler BC 1920. Dazwischen stehen mehrere Unentschieden, unter anderem ein 1:1 gegen Schott Mainz und ein 1:1 gegen Engers 07. Von den vergangenen zehn Partien hat die Mannschaft nach den Statistiken von scores24.live vier gewonnen, vier unentschieden gespielt und zwei verloren — eine Bilanz, die zeigt: Es ist alles drin, von spielstark bis zäh.

Auch die Gegner aus Elversberg II zeigen sich wechselhaft. Zehn Spiele, drei Siege, drei Unentschieden, vier Niederlagen — zuletzt gab es ein 1:2 gegen Cosmos Koblenz und ein 2:1 gegen Schott Mainz. Wer am Ende die Nase vorn hat, wird sich erst auf dem Platz entscheiden. Fest steht nur: Beide Teams bringen offensiv einiges mit. Im Schnitt fielen in den Partien von Rot-Weiss Koblenz 3,3 Tore pro Spiel, bei Elversberg II liegt der Schnitt bei 3,1 — Partien mit Toren sind also keine Seltenheit.

TuS Koblenz: Der Platz-Protest und seine Folgen

Während Rot-Weiss Koblenz seinen sportlichen Weg geht, beschäftigt ein anderer Koblenzer Verein gerade den Fußball-Verband: die TuS Koblenz. Hintergrund ist eine 1:5-Niederlage beim TSV Gau-Odernheim Ende August — eine deutliche Pleite, die für sich genommen schon überraschend war. Noch überraschender war aber der Weg, den die TuS Koblenz danach einschlug, wie der SWR berichtet.

Statt die Niederlage einfach hinzunehmen, legte die TuS Koblenz Protest gegen die Spielwertung ein. Der Vorwurf: Der Platz in Gau-Heppenheim, auf dem Gau-Odernheim wegen eines ramponierten Heimrasens ausweichen musste, sei mit 52 statt der vorgeschriebenen 60 Meter deutlich zu schmal gewesen. TuS-Präsident Christian Krey begründete den Schritt damit, dass bei einem Fußballspiel faire und regelkonforme Bedingungen herrschen müssten, die in der Spielordnung festgelegt seien — und diese Bedingungen seien aus Sicht des Vereins nicht gegeben gewesen.

Der TSV Gau-Odernheim beauftragte daraufhin ein Fachbüro, um den Platz professionell vermessen zu lassen. Das Ergebnis, über das der SWR berichtet: Der Platz ist kein exaktes Rechteck. Je nach Messpunkt variiert die Breite zwischen 57,2 und 61,3 Metern. Die Spruchkammer des Verbandes musste klären, ob das für die Spielwertung überhaupt relevant ist.

Verband weist Protest zurück

Die Entscheidung der Sportrichter fiel eindeutig aus: Der Protest der TuS Koblenz wurde abgelehnt. Das Regelwerk verlangt für eine Annullierung eines Spielergebnisses Regelwidrigkeiten, die das Spiel maßgeblich beeinflusst haben müssen. Zudem gilt: Die Platzbedingungen waren für beide Mannschaften identisch, was laut Verband ebenfalls gegen eine Wertung der TuS-Beschwerde sprach. Damit bleibt es zunächst beim 5:1-Sieg des TSV Gau-Odernheim — die TuS Koblenz hat allerdings noch die Möglichkeit, gegen diese Entscheidung in Berufung zu gehen.

Beim TSV Gau-Odernheim sorgte das Urteil erwartungsgemäß für Erleichterung. Der Verein betonte in einer öffentlichen Stellungnahme, das Spiel sei am angesetzten Spielort unter Leitung des angesetzten Schiedsrichter-Gespanns ordnungsgemäß und vollständig ausgetragen worden. Die kommenden Heimspiele will Gau-Odernheim nach SWR-Angaben wieder auf dem eigenen, inzwischen bespielbaren Rasenplatz austragen — der ursprüngliche Ausweichgrund dürfte damit vom Tisch sein.

Was bleibt

Zwei Koblenzer Oberligisten, zwei völlig unterschiedliche Geschichten in diesem Herbst: Während Rot-Weiss Koblenz sich auf dem Platz gegen wechselhafte Gegner behaupten muss, beschäftigt die TuS Koblenz gerade eher der Verband als der nächste Gegner. Ob die Berufung noch etwas am Spielausgang gegen Gau-Odernheim ändert, bleibt abzuwarten. Klar ist: Spannend bleibt es in der Oberliga allemal — auf dem Platz wie neben dem Platz.

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