
Niedrigwasser legt den Rhein frei: In Koblenz meldet die Wasserschutzpolizei einen möglichen Minenfund am Ufer. Was der SWR dazu berichtet.
Wer in diesen Wochen am Rhein unterwegs ist, sieht ihn deutlich schmaler als sonst. Das extreme Niedrigwasser legt Uferabschnitte frei, die normalerweise unter der Wasseroberfläche liegen — und genau deshalb war die Wasserschutzpolizei verstärkt im Einsatz, um das Rheinufer zu kontrollieren. Wie der SWR berichtet, ging während einer solchen Kontrolle in Koblenz ein Notruf ein: Am Ufer war möglicherweise eine Mine entdeckt worden.
Das klingt erstmal nach Ausnahmezustand. Und ja, ein solcher Fund ist kein Alltagsmoment. Doch genau für solche Situationen ist die Wasserschutzpolizei da — sie rückt aus, sichert und prüft, was am Ufer liegt.
Der mögliche Minenfund steht nicht für sich allein, sondern fügt sich in eine Reihe von Einsätzen, die der SWR rund um die aktuelle Niedrigwasserlage am Rhein dokumentiert. So berichtet der Sender auch von Streifenfahrten, bei denen die Wasserschutzpolizei Sportboote kontrolliert — inklusive Alkoholtests und Führerscheinkontrollen. Und von einem Gefahrguttanker, der ausgerechnet am Deutschen Eck in Koblenz lag, wo er laut SWR auf keinen Fall hätte liegen dürfen.
Auch bei der Kontrolle von Güterschiffen zeigt sich, wie sehr der niedrige Wasserstand die Arbeit auf dem Fluss verändert. Laut SWR-Berichterstattung übersteigen Beamte der Wasserschutzpolizei Güterschiffe während der laufenden Fahrt — ein riskantes Manöver, das durch das Niedrigwasser zusätzlich erschwert wird. Selbst das eigene Polizeiboot blieb von den Problemen nicht verschont, wie der Sender weiter schildert.
Das Bild, das sich daraus ergibt: Ein Fluss, der gerade sein Bett zeigt, das sonst verborgen bleibt. Und eine Wasserschutzpolizei, die zwischen Routinekontrolle und Ernstfall unterwegs ist — mal geht es um Promillewerte auf Sportbooten, mal um einen Tanker am falschen Fleck, mal eben um die Frage, ob da wirklich eine Mine im Uferschlamm liegt.
Der Rhein zeigt sich dieser Tage von einer Seite, die man sonst nicht sieht. Wer am Ufer entlangläuft, tut gut daran, genau hinzuschauen — und Funde, die ungewöhnlich wirken, den zuständigen Stellen zu melden statt selbst nachzusehen.






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