Studio-Hotline 0261 98 8 20 99

Neuwieder Markttage: Zwei Tage Kunsthandwerk, Weindorf und freie Fahrt mit dem Bus

Die Neuwieder Markttage boten am 10. und 11. Oktober 90 Stände, Weindorf, Heerlager und kostenlose Busfahrten in der Rhein-Mosel-Region nahe Koblenz.

Redaktion
·
10. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Woche

Wenn die Innenstadt zur Bühne wird

Zehn Kilometer rheinabwärts von Koblenz, dort wo die Wied in den Rhein mündet, hat die Nachbarstadt Neuwied am zweiten Oktoberwochenende die Innenstadt in einen großen Markt verwandelt. Am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Oktober, haben rund 90 Standbetreiber auf mehr als 14.000 Quadratmetern Kunsthandwerk, Delikatessen und kulinarische Spezialitäten gezeigt. Wer am Wochenende in Neuwied unterwegs war, konnte bummeln, probieren und stöbern — und musste dafür nicht mal ein Auto bewegen.

Kennt ihr das, dieses leise Zögern vor dem Parkplatzsuchen an einem Markttag? Genau das ist diesmal entfallen. An beiden Veranstaltungstagen konnten Besucherinnen und Besucher die Linienbusse im gesamten Neuwieder Stadtgebiet kostenlos nutzen, wie NeuwiedFM berichtet. Das galt auch für die Fahrt aus den Stadtteilen direkt in die Innenstadt. Einfach einsteigen, ankommen, loslaufen.

Öffnungszeiten und verkaufsoffener Sonntag

Die Markttage liefen am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Zusätzlich hatten am Sonntag die Geschäfte in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags geöffnet. Wer sich also am Samstag noch nicht sattgesehen hatte an Ständen und Angeboten, bekam am Folgetag gleich die Gelegenheit, auch durch die Läden zu ziehen.

Weindorf, Heerlager und Automobilausstellung

Im Weindorf luden Winzer und Gastronomen zum Verweilen ein, mit Sitzgelegenheiten für alle, die zwischendurch eine Pause brauchten. Am ehemaligen Fahnenhügel schlugen die Wiedischen Grenadiere ihr historisches Heerlager auf, inklusive eigener Verpflegungsecke. Wer es eher auf vier Rädern mochte, ist in der Luisenstraße und der Langendorfer Straße fündig geworden: Dort ergänzte eine Automobilausstellung das Marktgeschehen.

Für Familien gab es Programm zum Mitmachen, unter anderem Basteln und Schminken für die Kleinen. Am Samstag war von 11 bis 17 Uhr zusätzlich ein Stelzenläufer als Walk Act auf dem Marktgelände unterwegs — so ein Hingucker, der auch die Großen zum Schmunzeln bringt. Am Sonntag folgte von 12 bis 16 Uhr eine Tauschbörse für das Neuwieder Stickeralbum, bei der Sammlerinnen und Sammler doppelte Bilder weitergeben und nach fehlenden Motiven suchen konnten.

Charity Walk und ein Markt mit Geschichte

Am Sonntag fand außerdem der Charity Walk der Ahmadiyya-Gemeinde statt. Die Spenden gingen in diesem Jahr an die Waldorfschule in Niederbieber und an den Verein Humanity First Deutschland e. V., wie NeuwiedFM meldet. Ein schönes Beispiel dafür, wie ein Markttag eben nicht nur Kulisse für Kunsthandwerk und Kulinarik ist, sondern auch Raum für Engagement bietet.

Die Neuwieder Markttage reihen sich dabei in eine lange Tradition ein. Neuwied erhielt bereits 1662 die Marktrechte — die heutigen Themenmärkte knüpfen daran an und zählen längst zu den festen Terminen im städtischen Veranstaltungskalender. Historisch betrachtet ist das kein Zufall: Die Stadt wurde 1653 als Planstadt gegründet und entwickelte sich nach 1662 zu einer der ersten Freistätten für Religionsflüchtlinge in Deutschland, wie Wikipedia zur Geschichte Neuwieds festhält. Die Toleranzpolitik der Grafen zu Wied machte die Residenz schon im 18. Jahrhundert zu einem der frühesten Industriestandorte des Landes. Mit rund 67.000 Einwohnern ist Neuwied heute die siebtgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz und liegt als Mittelzentrum direkt am rechten Rheinufer, nur zehn Kilometer von Koblenz entfernt.

Nachbarschaft, die man spürt

Wer in Koblenz wohnt, muss für Momente wie diese nicht weit fahren. Neuwied ist eben nicht irgendeine Stadt am Rhein, sondern ein Nachbar, bei dem sich ein Abstecher lohnt — ob wegen des Weindorfs, des Heerlagers oder einfach, weil man mal wieder bummeln will, ohne an Parkgebühren zu denken. Das kennt ihr vielleicht: dieses Gefühl, wenn ein Markttag im Nachbarort genauso vertraut wirkt wie der eigene Wochenmarkt. Vielleicht ist das nächste Mal schon der Anlass, selbst in den Bus zu steigen und zu schauen, was sich rheinabwärts tut.

Quellen


Artikel teilen
Hilf uns, lokale Nachrichten zu verbreiten.

Dein Beitrag für Antenne Koblenz

Ob Meinung, Hinweis oder persönliche Geschichte: Reiche deinen Kommentar ein. Unsere Redaktion prüft deinen Beitrag vor der Veröffentlichung.
Einsatz von KI
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage redaktionell ausgewählter Quellen erstellt, mehrstufig geprüft und vor der Veröffentlichung durch unsere Redaktion freigegeben. KI-generierte Bilder sind entsprechend gekennzeichnet.

Das könnte dich auch interessieren

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1
Kontakt
2
Unterlagen
3
Datenschutz
WhatsApp vorhanden?
    Datenschutz*

    Kontaktformular

    Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.