
Am 10. und 11. Oktober laden die Neuwieder Markttage mit 90 Ständen, Weindorf und historischem Heerlager ein.
Wer den Herbst so richtig in der Region spüren möchte, hat am 10. und 11. Oktober in Neuwied eine gute Gelegenheit dazu. Die Neuwieder Markttage verwandeln die Innenstadt an zwei Tagen in einen Treffpunkt für Kunsthandwerk, Kulinarik und ein bisschen Geschichte — auf über 14.000 Quadratmetern, mit rund 90 Standbetreibern.
Dass Neuwied und Märkte zusammenpassen, ist keine neue Idee. Wie aktuell4u.de berichtet, erhielt die Stadt bereits 1662 die Marktrechte. Die Markttage greifen also eine Tradition auf, die weit älter ist als jeder aktuelle Trend. Das merkt man auch am Programm: Es geht nicht darum, möglichst viel auf einmal zu stopfen, sondern darum, einen ruhigen Bummel durch die Innenstadt zu ermöglichen — mit dem Herbst als Kulisse.
Das Angebot reicht von Kunsthandwerk über herbstliche Dekorationen bis hin zu Feinkost und kulinarischen Spezialitäten. Wer lieber trinkt als isst, findet im Weindorf verschiedene Weine und Sitzmöglichkeiten — gut geeignet, um eine Pause einzulegen und das Treiben um sich herum zu beobachten.
Ein eigenes Kapitel ist das historische Heerlager am ehemaligen Fahnenhügel. Dort richtet die Neuwieder Ehrengarde ihr Lager ein, und die „Wiedischen Grenadiere“ sorgen laut NR-Kurier für ein besonderes Ambiente — inklusive historischer Verpflegungsecke. Das ist kein Bühnenprogramm mit Ansage, sondern ein Stück Stadtgeschichte zum Anfassen.
Wer sein Auto wechseln möchte oder einfach neugierig ist: Autohäuser aus Neuwied zeigen aktuelle Fahrzeugmodelle im Bereich Luisenstraße und Langendorfer Straße. Auch das gehört zu den Markttagen.
Kastaniengesichter, Papierrollen-Häuschen, Herbstfiguren — das Kreativangebot für Kinder ist handfest und saisonal. Dazu kommt die Möglichkeit zum Kinderschminken. Das kennt ihr, oder? Diese Kombination aus kleinen Händen, Farbe und Herbstmaterial, die am Ende irgendwie immer funktioniert.
Der Sonntag hat sein eigenes Programm. Die Ahmadiyya-Gemeinde veranstaltet einen Charity Walk — ein guter Anlass, die Markttage mit einem sinnvollen Spaziergang zu verbinden. Von 13 bis 18 Uhr öffnet zudem der Neuwieder Einzelhandel seine Türen. Wer also erst bummelt und dann einkauft, hat den Nachmittag gut gefüllt.
Die Anreise ist an beiden Tagen kein Kostenfaktor. Samstags gilt im gesamten Neuwieder Stadtgebiet ohnehin der „Neuwieder Nulltarif“ — für die Markttage wird der kostenlose Busverkehr auf den Sonntag ausgeweitet. Das macht die Entscheidung, das Auto stehenzulassen, einfach leichter.
Wer auf den Geschmack gekommen ist, was Marktveranstaltungen angeht: Der Herbst ist nur der Anfang. Weiter südlich, in Tübingen, findet vom 1. bis 6. Dezember 2026 das chocolART statt — das internationale Schokoladenfestival, das jedes Jahr rund um den ersten Advent auf dem Tübinger Marktplatz zu Gast ist. Ein anderer Ort, ein anderes Thema, aber dieselbe Idee: Ein guter Anlass, rauszugehen und die Jahreszeit zu genießen.
Aber erstmal: Neuwied, 10. und 11. Oktober. Zieht euch was Warmes an — der Herbst meint es ernst.






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