
Neuwied richtet einen Runden Tisch für Stadt, Kreis und Behörden ein, um bei komplexen Fällen wie dem Felsenkeller künftig schneller und abgestimmter zu…
Kennt ihr das, wenn man bei einer Behörde anruft und am Ende doch wieder bei einer anderen Stelle landet? Genau dieses Problem hat die Stadt Neuwied jetzt angepackt. Wie der NR-Kurier berichtet, haben sich Vertreter von Stadt, Kreis und weiteren Institutionen auf Einladung von Oberbürgermeister Jan Einig erstmals zu einem Runden Tisch getroffen. Das Ziel: die Zusammenarbeit bei Fällen verbessern, die gleich mehrere Zuständigkeiten betreffen.
Anlass für das Treffen war der Felsenkeller in Heimbach-Weis. Dort zeigte sich laut dem Bericht, wie schwierig ein abgestimmtes Vorgehen werden kann, wenn Ordnungsrecht, Infektionsschutz und Abfallentsorgung gleichzeitig eine Rolle spielen. Genau solche Fälle, bei denen mehrere Ämter gleichzeitig gefragt sind, waren der Auslöser für den neuen Austausch.
Oberbürgermeister Einig brachte es laut NR-Kurier so auf den Punkt: Gesetzliche Zuständigkeiten lassen sich nicht einfach ändern. Aber man kann dafür sorgen, dass sie einer gemeinsamen Lösung nicht im Weg stehen. Das klingt nüchtern, trifft aber den Kern der Sache – wer schon mal zwischen zwei Ämtern hin- und hergeschickt wurde, weiß, wie viel das ausmacht.
Am Runden Tisch nahmen laut dem Bericht Vertreter des Gesundheitsamtes, der Abfallwirtschaft, des Jobcenters sowie verschiedener städtischer Ämter teil. Gemeinsam analysierten sie die Herausforderungen rund um den Felsenkeller – jeder aus seiner eigenen fachlichen Perspektive. Dabei zeigte sich: Es gab handfeste Kommunikationsprobleme zwischen den beteiligten Behörden.
Beigeordneter Ralf Seemann, Dezernent für Ordnung, wird in dem Bericht mit den Worten zitiert, der Austausch habe noch einmal deutlich gemacht, vor welchen unterschiedlichen Herausforderungen die Beteiligten standen. Ein Satz, der zeigt: Manchmal braucht es erst ein konkretes Problem, damit alle an einen Tisch kommen.
Und was kommt am Ende dabei heraus? Laut NR-Kurier wurden feste Kommunikationsstrukturen und klare Ansprechpartner geschaffen, über die Informationen künftig schneller weitergeleitet werden können. Diese neuen Wege sollen nicht nur bei den Treffen selbst genutzt werden, sondern jederzeit zur Verfügung stehen – damit bei konkreten Fällen schnell reagiert werden kann.
Der Runde Tisch soll dem Bericht zufolge künftig zweimal im Jahr zusammenkommen, um aktuelle Entwicklungen zu besprechen und die Zusammenarbeit weiter zu verbessern. Kein einmaliges Treffen also, sondern ein fester Termin im Kalender der Verwaltung.
Vielleicht ist das am Ende das Entscheidende: nicht die eine große Lösung, sondern dass Stadt und Kreis jetzt wissen, wen sie anrufen müssen, wenn es mal wieder kompliziert wird. Und das merkt man am ehesten dann, wenn man selbst mit einem Anliegen zwischen den Zuständigkeiten steht.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Antenne Koblenz
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.