
Naturgartenwettbewerb, Stadtradeln und Müllsammelaktion: Wie Neuwied mit vielen kleinen Projekten Biodiversität und Gemeinschaft gleichzeitig stärkt.
Wer durch Neuwied fährt, sieht Wälder, Deich, Grünflächen – und neuerdings auch immer mehr private Gärten, die sich dem Thema Artenvielfalt verschrieben haben. Die Stadt Neuwied selbst beschreibt Umwelt- und Klimathemen als Faktoren, die ganz oben auf der Prioritätenliste stehen, wie es auf der städtischen Seite zu Klima & Umwelt heißt. Das ist keine Floskel, sondern lässt sich an konkreten Projekten ablesen, die in den vergangenen Monaten sichtbar wurden.
Ein zentraler Gedanke dahinter: Private Gärten und Grünflächen sind laut Stadt Neuwied wichtige Biodiversitätsbausteine, gerade weil die Artenvielfalt insgesamt abnimmt. Naturnahe Gärten bieten demnach wichtige Trittsteinbiotope für die Wanderung und Ausbreitung vieler Arten – und je mehr davon entstehen, desto besser für das große Ganze. Die Stadt betont dabei, dass es nicht gleich eine komplette Neugestaltung braucht. Schon kleine Veränderungen bringen einen Garten laut Stadt Neuwied ein Stück näher an die Natur.
Dass dieses Engagement ankommt, zeigte sich beim ersten Naturgartenwettbewerb der Stadt Neuwied. Natursteinmauern, kleine Teiche, heimische Stauden, begrünte Dächer und alter Baumbestand – all das war laut Stadt Neuwied bei den eingereichten Gärten zu finden. Es war die Premiere eines Wettbewerbs, der zeigt, wie viel Vielfalt in privaten Grünflächen steckt, wenn man sie lässt.
Biodiversität ist dabei nur ein Baustein von mehreren, mit denen sich Neuwied laut eigener Darstellung beschäftigt. Beim Stadtradeln kamen laut Stadt Neuwied 466 Aktive zusammen, die bei der Abschluss-Siegerehrung im Biergarten am Deich nur 165 Kilometer von der Marke 100.000 entfernt blieben. Auch bei der Aktion „Neuwied räumt auf“ zeigte sich, wie viele Menschen sich für ihre Stadt engagieren: Rund 1.200 Kinder und Jugendliche sammelten in diesem Jahr Müll, verteilt auf 28 Gruppen kamen dabei laut Stadt Neuwied rund 17 Kubikmeter zusammen.
Parallel arbeitet die Stadt an längerfristigen Strukturen. So wird laut Stadt Neuwied aktuell nach Flächen gesucht, die sich ökologisch aufwerten lassen, während gleichzeitig der Baumbestand in der Innenstadt gezielt gestärkt werden soll – mit mehr Bäumen und besseren Standorten für sie. Auch der Hitzeschutz für die Jüngsten wurde mitgedacht: Alle elf städtischen Kindertagesstätten wurden laut Stadt Neuwied mit zusätzlichen Sonnenschutzeinrichtungen ausgestattet.
Ob Garten, Deich oder Kita-Hof – die Beispiele aus Neuwied zeigen, dass Klimaschutz und Artenvielfalt nicht nur große Projekte brauchen, sondern auch viele kleine Beiträge aus der Nachbarschaft. Wer selbst einen Balkon oder Garten hat, muss also nicht auf die große Lösung warten. Vielleicht reicht schon eine Ecke mit heimischen Stauden, um Teil von etwas Größerem zu werden. Schaut doch mal bei eurem nächsten Spaziergang genauer hin, was im eigenen Viertel schon blüht.






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