
Neuwied hat drei neue Standesbeamtinnen: Ricarda Hnidyk, Mila Kluge und Linda Bonn verstärken das Standesamt mit eigenen Aufgabenschwerpunkten im Team.
Wer in Neuwied heiratet, ein Kind bekommt oder eine Urkunde braucht, hat mit dem Standesamt zu tun. Und genau dort gibt es jetzt frischen Wind: Ricarda Hnidyk, Mila Kluge und Linda Bonn sind ab sofort offiziell Standesbeamtinnen der Stadt Neuwied. Bürgermeister Peter Jung hat die drei im Trauzimmer des Historischen Rathauses bestellt — an einem Ort, an dem sonst Paare ihr Jawort geben.
Klingt erstmal nach einer kleinen Personalmeldung aus dem Rathaus. Ist es aber nicht ganz, denn Standesbeamtin wird man nicht einfach so nebenbei.
Standesbeamte beurkunden Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle — also die Momente, die ein Leben wirklich markieren. Weil sich diese Arbeit und ihre rechtlichen Grundlagen deutlich von anderen Verwaltungsaufgaben unterscheiden, ist ein gesonderter Lehrgang Voraussetzung für die Bestellung. Alle drei haben den Grundlehrgang für Standesbeamte an der Akademie für Personenstandswesen erfolgreich abgeschlossen, bevor sie nun ihre Urkunden entgegennehmen durften.
Bürgermeister Jung betonte bei der Bestellung die besondere Verantwortung, die mit dieser Tätigkeit einhergeht: Man arbeite mit den persönlichen Daten und Lebensereignissen von Menschen. Deshalb reiche fachliche Korrektheit allein nicht — es brauche auch Sensibilität und Menschlichkeit. Gleichzeitig hob er den erfüllenden Teil der Aufgabe hervor und wünschte den drei frischgebackenen Standesbeamtinnen viel Freude bei ihrer ersten Eheschließung.
Die drei neuen Kräfte verstärken das bestehende Team des Neuwieder Standesamts und bringen jeweils eigene Schwerpunkte mit. Ricarda Hnidyk übernimmt den Bereich Geburten. Mila Kluge kümmert sich vor allem um Urkundenausstellungen — also um die Papiere, die man für Behördengänge, Rentenanträge oder Erbangelegenheiten braucht. Linda Bonn ist für Fortschreibungen und Berichtigungen zuständig. Dahinter stecken nachträgliche Änderungen und Korrekturen in den Personenstandsregistern, etwa wenn sich ein Name ändert oder ein Eintrag fehlerhaft war.
Unterstützt wurden die drei bei ihrer Bestellung von Michaela Mohr, der stellvertretenden Leiterin des Standesamts, sowie von Christin Wolf-Vierkötter aus dem bestehenden Team.
Man denkt beim Standesamt vielleicht zuerst an Hochzeiten. Aber das ist nur ein Teil der Arbeit. Wer in Neuwied ein Kind bekommt, heiraten möchte oder einen Sterbefall anzeigen muss, landet dort. Eine Geburt muss dem Standesamt in der Regel innerhalb einer Woche gemeldet werden — also ziemlich zügig nach einem der aufregendsten Momente im Leben einer Familie. Und auch danach bleibt das Standesamt relevant: Geburts-, Ehe- und Sterbeurkunden werden immer wieder gebraucht, manchmal Jahre oder Jahrzehnte später.
Drei neue Standesbeamtinnen bedeuten also nicht nur drei neue Namen auf einem Organigramm. Sie bedeuten, dass das Team in Neuwied für genau diese Lebensereignisse besser aufgestellt ist — für die Geburtsurkunde, die man dringend braucht, für den Termin im Standesamt, der für ein Paar der wichtigste des Jahres ist, oder für die Berichtigung, die einem bürokratischen Ärger erspart.
Wer das nächste Mal am Historischen Rathaus vorbeikommt: Dahinter steckt mehr als Aktenordner und Formulare. Es steckt die Verwaltung der großen und kleinen Momente, die unser Leben ausmachen — mitten in Neuwied, mitten in der Region, in der wir zuhause sind.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Antenne Koblenz
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.