
Die alte Eisenbahnbrücke an der La-Porte-Kreuzung in Neuwied ist ausgehoben – ein Meilenstein für die neue Stadtzufahrt Nord an der B 42.
Wer die B 42 in Neuwied kennt, kennt auch das Gefühl: Lkw, die sich unter der alten Eisenbahnbrücke festfahren, Stau, Frust, und das immer wieder. Damit ist jetzt Schluss — zumindest mit dem Bauwerk, das dieses Problem jahrzehntelang verursacht hat.
Am Montag, dem 21. September, wurde die alte Eisenbahnbrücke an der La-Porte-Kreuzung in Neuwied erfolgreich mit einem Spezialkran ausgehoben. Wie der NR-Kurier berichtet, verliefen die Arbeiten ohne Zwischenfälle und exakt nach Zeitplan — was bei einem Projekt dieser Größenordnung alles andere als selbstverständlich ist. Die streng getakteten Sperrpausen im Schienenverkehr mussten präzise eingehalten werden.
Stadtpressesprecher Ulf Steffenfauseweh bestätigte gegenüber dem NR-Kurier, dass die Maßnahme bislang vollkommen reibungslos läuft. Das ist eine gute Nachricht — nicht nur für die Bauleute, sondern für alle, die täglich auf dieser Strecke unterwegs sind.
Die abgerissene Unterführung hatte lediglich eine Durchfahrtshöhe von 3,20 Metern. Für viele Lastwagen war das schlicht zu wenig. Die Folge: festgefahrene Fahrzeuge, massive Behinderungen auf der Bundesstraße 42 — und das immer wieder, über viele Jahre hinweg. Wie die Rhein-Zeitung berichtet, mussten sich Auto-, Lastwagen- und Radfahrer sowie Fußgänger jahrzehntelang durch diesen Engpass hindurchzwängen.
Mit dem Aushub der alten Brücke gehört dieses Kapitel nun der Vergangenheit an.
Bereits in der Woche nach dem Aushub stand laut NR-Kurier der nächste große Schritt an: Das neue, bereits vorgefertigte Betonbauwerk soll zentimetergenau in die Bahntrasse eingeschoben werden. Wer schon einmal zugeschaut hat, wie so ein Vorgang abläuft, weiß — das ist Präzisionsarbeit auf engstem Raum.
Bis zum voraussichtlichen Abschluss des Gesamtprojekts im Jahr 2028 entsteht eine deutlich leistungsfähigere und höhere Anbindung zwischen der B 42 und der Langendorfer Straße. Die Vollsperrung der La-Porte-Kreuzung bleibt während der weiteren Bauphasen bestehen. Eingerichtete Umleitungen und Fahrplananpassungen im regionalen Busverkehr sind laut NR-Kurier jedoch gut aufeinander abgestimmt.
Hinter dem Kraneinsatz und dem neuen Betonbauwerk steckt mehr als reine Infrastruktur. Die neue Stadtzufahrt Nord ist ein zentrales Projekt für Neuwied — eines, das Jahrzehnte eines unfallträchtigen Engpasses beendet. Wer regelmäßig auf der B 42 unterwegs ist, weiß, wie sehr sich solche Nadelöhre im Alltag aufsummieren. Für Pendler, Gewerbetreibende, Busfahrgäste.
Das Projekt läuft im Zuge von Sanierungsmaßnahmen der Deutschen Bahn. Dass Stadt und Bahn bislang im Takt bleiben, ist keine Kleinigkeit — und ein gutes Zeichen für die kommenden Bauphasen bis 2028.
Bis dahin heißt es: Umleitungen einkalkulieren, Geduld mitbringen — und wissen, dass am Ende eine bessere Verbindung wartet.






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