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Marlene Ganßer: Mittelfeld-Neuzugang bei der SG 99 Andernach

Marlene Ganßer verstärkt seit 2026 das Mittelfeld der SG 99 Andernach. Profil, Karrierestationen und die aktuelle Form des Zweitliga-Teams im Überblick.

Redaktion
·
2. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Wochen

Ein neues Gesicht im Andernacher Mittelfeld

Wer in dieser Saison bei der SG 99 Andernach aufs Spielfeld schaut, entdeckt dort einen Namen, der noch nicht lange zum Verein gehört: Marlene Ganßer. Seit Januar 2026 läuft sie für die Andernacherinnen auf, mit der Rückennummer 13 im Mittelfeld. Für die Rhein-Mosel-Region ist das keine Randnotiz — die SG 99 Andernach ist eine feste Größe im deutschen Frauenfußball, und jeder Neuzugang im Kader zählt.

Geboren am 30. Juni 2001, bringt Ganßer bereits einiges an Erfahrung mit, bevor sie nach Andernach wechselte. Laut ihrem Spielerprofil bei BILD stand sie zuvor mehrere Jahre beim SV 67 Weinberg unter Vertrag — von Juli 2019 bis Januar 2026, mit wechselnden Rückennummern über die Jahre. Erst die 26, dann die 8, zuletzt die 11. Das liest sich wie der Werdegang einer Spielerin, die sich Stück für Stück etabliert hat, bevor der nächste Schritt anstand: der Wechsel zur SG 99 Andernach, befristet bis Juni 2027.

Andernach: Ein Verein mit Pokal-Geschichte

Wer verstehen will, in welches Umfeld Ganßer da gewechselt ist, muss sich die jüngere Geschichte der SG 99 Andernach ansehen. Der Verein spielt mittlerweile die achte Saison in Folge im Unterhaus des deutschen Frauenfußballs und hat sich dort fest im oberen Ligadrittel verankert. Nur eine der vergangenen sechs Spielzeiten beendete das Team außerhalb der Top sechs — eine bemerkenswerte Konstanz für eine Mannschaft, die oft nicht im Rampenlicht der großen Bundesliga-Clubs steht.

Im DFB-Pokal lief es dagegen wechselhafter. Wie der SC Freiburg in seinem Gegner-Check feststellt, kamen die Andernacherinnen in den vergangenen Jahren meist nicht über die zweite Runde hinaus — mit einer großen Ausnahme. In jener Saison schrieben sie als echtes Überraschungsteam Geschichte und scheiterten erst im Viertelfinale am haushohen Favoriten Eintracht Frankfurt. Genau solche Geschichten sind es, die den Frauenfußball aus der Region so spannend machen: Ein Zweitligist, der sich gegen die ganz Großen behauptet, und das nicht nur einmal.

Die aktuelle Formkurve der SG 99

Sportlich steht die SG 99 Andernach aktuell solide da. Mit neun Punkten aus sieben Spielen rangiert das Team von Trainerin Isabelle Hawel auf einem siebten Tabellenplatz der 2. Frauen-Bundesliga. Bemerkenswert dabei: Drei der vier Saisonniederlagen gingen gegen echte Top-Teams der Liga verloren — gegen den VfL Bochum, den SV Meppen und Viktoria Berlin. Das sind keine Standardgegner, sondern Mannschaften, die in dieser Spielzeit oben mitspielen wollen.

Nach zwei Niederlagen in Serie gelang den Andernacherinnen zuletzt die Wende. Wie der SC Freiburg berichtet, sicherte sich das Team im Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena durch einen späten Treffer von Carolin Schraa die ersehnten drei Punkte. Genau in dieser Phase, in der die Mannschaft nach einem kleinen Formtief wieder Tritt fasst, bringt sich auch Ganßer im Mittelfeld ein.

Ein Verein mit Pokal-Tradition und Lokalkolorit

Dass der SC Freiburg die SG 99 Andernach so ausführlich unter die Lupe nimmt, hat einen konkreten Anlass: Die Freiburgerinnen reisen zu ihrem Pokalauftakt erneut nach Andernach — schon einmal, in der Saison 2022/23, trafen beide Teams im DFB-Pokal aufeinander. Damals war die Partie in Andernach der Auftakt einer historisch langen Pokalreise des SC Freiburg, die erst im Finale gegen den VfL Wolfsburg endete. Für Andernach ist das eine Steilvorlage: Wenn der Pokal ruft, will die Mannschaft an das Erfolgserlebnis gegen Jena anknüpfen und erneut für eine Überraschung sorgen.

Für die Region bedeutet das: Der Frauenfußball an Rhein und Mosel hat mit der SG 99 Andernach einen Verein, der sich nicht verstecken muss — weder in der Liga noch im Pokal. Und mit Marlene Ganßer bekommt das Mittelfeld frischen Wind. Wer samstags den Weg zum Platz an der Koblenzer Straße findet oder einfach beim Zappen durch die Sportnachrichten hängen bleibt, merkt schnell: Hier wird nicht nur Fußball gespielt, hier wird Geschichte geschrieben, Spiel für Spiel.

Bleibt die Frage, wie sich die neue Mittelfeldspielerin in den kommenden Monaten einfügt. Die Vertragslaufzeit bis 2027 gibt ihr Zeit, sich einzuspielen — und der SG 99 Andernach die Chance, auf ihre Qualitäten zu bauen, während das Team weiter um Plätze im oberen Tabellendrittel kämpft.

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