
Vom 10. bis 18. Oktober 2026 feiert Mayen den 621. Lukasmarkt mit Festzug, Krammarkt, Schafmarkt und großem Abschlussfeuerwerk über der Genovevaburg.
Wer in der Eifel aufgewachsen ist, kennt den Geruch von gebrannten Mandeln, der im Oktober durch die Mayener Innenstadt zieht. Dann ist Lukasmarkt. Vom 10. bis 18. Oktober 2026 lädt die Stadt Mayen zum 621. Lukasmarkt ein, wie die Stadt Mayen mitteilt. Neun Tage lang verwandelt sich die Innenstadt in eine Festmeile, und das Ganze trägt zu Recht den Titel größtes Volksfest im nördlichen Rheinland-Pfalz. Das ist keine kleine Nummer für eine Stadt dieser Größe, und genau das macht den Lukasmarkt für die ganze Region zum Pflichttermin im Herbstkalender.
Los geht es am Eröffnungssamstag mit einem großen Festumzug, der durch die Mayener Innenstadt bis zum Lukasmarktgelände zieht. Laut Stadt Mayen ziehen dabei Ehrengäste, Schaustellerfamilien und Musikgruppen gemeinsam durch die Straßen. Direkt im Anschluss folgt der traditionelle Fassanstich auf der Autoscooterplatte – damit ist der Lukasmarkt offiziell eröffnet, und die neun Festtage beginnen.
Was danach kommt, ist klassisches Kirmesgefühl: spektakuläre Fahrgeschäfte, beliebte Laufgeschäfte, Spiel- und Verlosungsstände sowie ein breites Angebot an Imbiss-, Getränke- und Süßwarenständen. Ob Adrenalinkick auf dem Karussell oder gemütlicher Bummel mit der Familie – die Stadt Mayen betont, dass für jede Generation etwas dabei ist. Das kennt man ja: Die einen wollen auf den Autoscooter, die anderen suchen nur die Pommesbude mit der längsten Schlange. Am Lukasmarkt findet jeder sein Plätzchen.
Neben dem Rummel bleibt auch der Handel ein zentraler Bestandteil des Festes. Während der gesamten Festwoche lädt der Krammarkt in der Bäckerstraße zum Stöbern ein. Am Lukasmarktdienstag und -mittwoch weitet sich der Krammarkt sogar über die komplette Fußgängerzone aus, mit einem Warenangebot, das zum ausgiebigen Einkaufsbummel einlädt.
Wer die historischen Wurzeln des Marktes sucht, wird an den traditionellen Viehmarkttagen fündig. Am Dienstag steht der Pferdemarkt mit einem abwechslungsreichen Showprogramm im Mittelpunkt. Am Mittwoch folgt der Schafmarkt – laut Stadt Mayen der einzige seiner Art in ganz Rheinland-Pfalz. Das ist schon bemerkenswert: Eine Tradition, die es sonst nirgendwo im Land gibt, überlebt in Mayen bis heute. Wer früh genug unterwegs ist, erlebt dort ein Stück gelebte Marktgeschichte, die älter ist als die meisten Fahrgeschäfte nebenan.
Für alle, die den Festbesuch mit Shopping verbinden möchten, öffnen am ersten Lukasmarktsonntag die Mayener Einzelhandelsgeschäfte von 12 bis 17 Uhr. Praktisch, wenn man sowieso schon in der Stadt ist.
Besonders familienfreundlich wird es am Donnerstag: Dann bieten viele Schausteller an Fahrgeschäften und Attraktionen ermäßigte Preise an. Der Familientag ist damit die Gelegenheit, mit Kindern über das Gelände zu ziehen, ohne dass das Portemonnaie am Ende der Woche komplett leer ist.
Den Schlusspunkt setzt traditionell das große Feuerwerk am Sonntag, dem 18. Oktober. Um 20 Uhr wird es von der Genovevaburg aus gezündet und verwandelt den Himmel über Mayen in ein Farbenmeer, wie die Stadt Mayen ankündigt. Der Vergnügungspark schließt an diesem letzten Abend um 22 Uhr seine Tore – dann ist der Lukasmarkt für ein weiteres Jahr Geschichte.
Wer sich jetzt schon einen Überblick verschaffen will: Zum diesjährigen Lukasmarkt geht laut Stadt Mayen auch eine neue Lukasmarkt-Homepage an den Start. Dort finden sich Informationen zu Anreise, Parkmöglichkeiten, Übernachtung und dem kompletten Programm – praktisch für alle, die ihren Besuch planen möchten.
Der Lukasmarkt ist beileibe nicht das einzige Herbstfest zwischen Rhein und Eifel. Auch in Bonn und Umgebung reihen sich im Herbst traditionsreiche Märkte aneinander, etwa Martinimarkt und Hubertusmarkt, wie der General-Anzeiger berichtet. Das zeigt: Die Region lebt im Herbst von genau diesen Volksfesten mit langer Tradition – ob Krammarkt, Viehmarkt oder Kirmes. Jede Stadt hat ihren eigenen Termin, aber die Grundidee bleibt gleich: Menschen kommen zusammen, Handel und Geselligkeit treffen aufeinander, und am Ende steht ein Fest, das Generationen verbindet.
Für alle aus der Rhein-Mosel-Region heißt das: Der Oktober hat einiges zu bieten. Ob man nun selbst durch die Mayener Innenstadt schlendert, am Pferdemarkt vorbeischaut oder einfach nur das Feuerwerk an der Genovevaburg sehen will – der Lukasmarkt gehört zu den Terminen, die man sich im Kalender rot markiert. Und wer am Ende der neun Tage mit einer Tüte gebrannter Mandeln nach Hause geht, hat ohnehin alles richtig gemacht.






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