
Das Lahnsteiner Bluesfestival zieht 2026 wegen Stadthalle-Schließung nach Andernach um: Alle Infos zu Bands, Termin und Tickets für „Last Exit Blues“.
Manche Dinge gehören einfach zusammen: Lahnstein und der Blues. Seit 1982 ist das Lahnsteiner Bluesfestival fester Bestandteil der Region und hat sich dabei einen Namen weit über die Rhein-Mosel-Gegend hinaus gemacht. Umso überraschender die Nachricht: Die 46. Ausgabe findet nicht in Lahnstein statt, sondern in der Mittelrheinhalle Andernach. Grund dafür ist die Schließung der Stadthalle Lahnstein, wie die Stadt Lahnstein mitteilt. Das Festival musste deshalb auf einen anderen Veranstaltungsort ausweichen und hat mit Andernach eine neue Bühne gefunden.
Wer schon Tickets für den Abend gekauft hat, kann aufatmen: Die Karten behalten ihre Gültigkeit, der Ortswechsel ändert daran nichts. Unter dem Motto „Last Exit Blues“ steigt der Festivalabend am Samstag, 26. September 2026, in der Mittelrheinhalle Andernach, Konrad-Adenauer-Allee 1. Einlass mit Abendkasse ist ab 18 Uhr, los geht es um 19 Uhr.
Das Programm bleibt dem bewährten Konzept treu: musikalische Bandbreite statt Einheitssound. Den Auftakt macht die Münchner Formation Muddy What? Die mehrfach ausgezeichnete Band um die Geschwister Ina und Fabian Spang verbindet modernen Blues mit Rock, Folk und Americana – kraftvolle Gitarren und mehrstimmiger Gesang inklusive.
Danach übernimmt Miu die Bühne. Die Hamburger Sängerin bewegt sich mit ihrer Band zwischen Soul, Blues und Pop und bringt, wie die Stadt Lahnstein beschreibt, starke Melodien und modernes Songwriting mit.
Für den internationalen Teil des Abends sorgen Thorbjørn Risager & The Black Tornado aus Dänemark. Die Band zählt seit Jahren zur europäischen Spitzenklasse im Blues- und Soul-Bereich und mischt Chicago Blues, Soul, Rhythm & Blues und Rock’n’Roll zu einem energiegeladenen Sound – getragen von Risagers markanter Stimme und einem druckvollen Bläsersatz.
Nicht fehlen dürfen die Lahnsteiner Blues Allstars rund um Bandleader Daniel Stelter. Diese eigens für das Festival zusammengestellte Projektband bringt hochkarätige Musikerinnen und Musiker zusammen und verspricht eine Mischung aus musikalischem Können und Jam-Session-Atmosphäre.
Zum Festivalabend gehört traditionell auch die Verleihung des Lahnsteiner Blues-Louis. In diesem Jahr wird die Auszeichnung an Dr. Jürgen Hardeck vergeben, wie die Stadt Lahnstein bekanntgibt.
Das Festival reist übrigens nicht nur regional an: Das Publikum kommt mittlerweile aus ganz Europa, um dabei zu sein. Das zeigt, welchen Ruf sich die Veranstaltung über die Jahrzehnte erarbeitet hat – vom kleinen, feinen Geheimtipp bis zum europaweit bekannten Termin für Blues-Fans.
Dass ein Traditionsformat wie das Lahnsteiner Bluesfestival den Veranstaltungsort wechseln muss, zeigt, wie eng Kultur und Infrastruktur zusammenhängen. Die Schließung der Stadthalle Lahnstein hat direkte Folgen – und Andernach springt nun ein. Für die Fans bedeutet das: ein kurzer Umweg an der Mosel vorbei, aber die Musik, die Künstler und die Atmosphäre bleiben dieselben, die das Festival seit über vier Jahrzehnten ausmachen.
Tickets gibt es online bei Ticket Regional sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Wer schon länger plant, hinzufahren, oder wer den Blues einfach mag – der 26. September lohnt sich. Und wer weiß: Vielleicht wird aus dem Last Exit ja doch wieder ein Heimspiel in Lahnstein, sobald die Stadthalle-Frage geklärt ist. Bis dahin gilt: Der Blues zieht um, nicht weg.






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