
Die Koblenzer Seilbahn über den Rhein darf bis 2030 bleiben: Der Landesbetrieb Mobilität erteilte die befristete Betriebsgenehmigung für die beliebte…
Wer schon mal über dem Rhein gehangen hat, mit dem Deutschen Eck auf der einen und der Festung Ehrenbreitstein auf der anderen Seite, der weiß: Das ist kein gewöhnlicher Weg von A nach B. Genau dieser Weg bleibt Koblenz jetzt erhalten. Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz hat eine befristete Betriebsgenehmigung erteilt, die die Seilbahn bis 2030 in der Luft hält. Eigentlich hätte sie schon nächstes Jahr abgebaut werden müssen.
Das kennt ihr, oder? Dieses Gefühl, wenn man denkt, eine vertraute Sache verschwindet bald aus dem Stadtbild, und dann kommt plötzlich doch noch eine Verlängerung. Genau das ist hier passiert.
Die Seilbahn schwebt seit 2011 über den Rhein, errichtet zur Bundesgartenschau. Was damals als temporäres Highlight gedacht war, ist längst zu mehr geworden: zu einem festen Teil des Koblenzer Stadtbilds. Jährlich ziehen die Gondeln Hunderttausende Besucherinnen und Besucher an, wie der NR-Kurier berichtet. Einheimische nutzen sie genauso wie Touristen, die zum ersten Mal den Blick auf Deutsches Eck und Mosel genießen.
Jetzt also die Entscheidung: weiter bis 2030. Keine Hauruck-Aktion, sondern eine befristete Genehmigung, die der Betreiberfirma erst einmal Planungssicherheit gibt.
Laut Seilbahn-Geschäftsführer Eugen Nigsch, wie Radio 21 berichtet, stellt die Seilbahn eine nachhaltige und umweltfreundliche Transportmöglichkeit dar. Er betont außerdem, dass sie ein einzigartiges Erlebnis für Einheimische und Touristen sei und damit ein echter Publikumsmagnet bleibe. Genau deshalb sollen sich Koblenz und das Land Rheinland-Pfalz dafür einsetzen, dass die Bahn langfristig bleibt – nicht nur bis 2030.
Die Betreiberfirma selbst hat laut NR-Kurier ebenfalls klargemacht, dass sie eine unbefristete Betriebsgenehmigung anstrebt. Das befristete Ja ist also eher eine Zwischenstation als ein Schlusspunkt.
Man könnte sagen: Es ist nur eine Genehmigung, ein Stück Papier vom Landesbetrieb Mobilität. Aber für eine Stadt wie Koblenz, die ihre Identität stark über den Rhein, die Mosel und die Lage am Deutschen Eck definiert, ist die Seilbahn mehr als eine touristische Attraktion. Sie ist ein Wahrzeichen geworden, das zeigt, wie Koblenz sich selbst sieht: verbunden, offen, mit Weitblick – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Wer früh aufsteht, hat den Rhein für sich. Und wer dann noch mit der Seilbahn über ihn hinwegschwebt, bekommt eine Perspektive auf seine eigene Stadt, die man sonst selten hat. Diese Möglichkeit bleibt also erst mal erhalten.
Bis 2030 ist jetzt amtlich. Was danach kommt, hängt davon ab, wie sich Stadt und Land positionieren. Die Betreiberfirma hat ihre Position klar formuliert: Sie will dauerhaft bleiben. Ob daraus eine unbefristete Lösung wird, ist offen. Fest steht: Die Gondeln drehen vorerst weiter ihre Runden zwischen Deutschem Eck und Festung Ehrenbreitstein.
Vielleicht ist das ein guter Anlass, mal wieder hochzufahren, auch wenn man schon tausendmal da war. Der Blick auf die eigene Stadt verändert sich schließlich nie, nur die Augen, die hinschauen.






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