
Die GDKE Rheinland-Pfalz lädt am 1. Oktober 2026 zur Führung über spektakuläre Grabbeigaben auf der Festung Ehrenbreitstein ein – im Festungseintritt inklusive.
Was nimmst du mit, wenn du gehst — für immer? Für uns heute ist die Antwort klar: nichts. Aber unsere Vorfahren sahen das ganz anders. Auf der Festung Ehrenbreitstein können Besucherinnen und Besucher genau das erkunden: was Menschen aus der Rhein-Mosel-Region einst ihren Toten mit auf den Weg gaben.
Unter dem Titel „Das letzte Hemd hat (keine) Taschen?!“ präsentiert die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) eine Führung zu spektakulären Grabbeigaben der Region. Das Thema klingt schwer, ist aber fesselnd: Während Bestattungen heute ohne Beigaben stattfinden, legten frühere Kulturen ihren Toten Nahrung, prächtige Waffen und luxuriösen Schmuck mit ins Grab — Ausstattung für ein Leben im Jenseits.
Das kennt ihr, oder? Dieses Staunen, wenn man vor einem Objekt steht und sich fragt, wie viel Geschichte in einem einzigen Fund steckt. Genau das erwartet die Besucherinnen und Besucher bei dieser Führung auf der Festung Ehrenbreitstein hoch über dem Deutschen Eck.
Die Veranstaltung findet laut den Angaben auf der offiziellen Seite tor-zum-welterbe.de am 1. Oktober 2026 ab 14:00 Uhr statt. Der Treffpunkt befindet sich im Retirierten Graben — einfach der Beschilderung vor Ort folgen. Die Führung dauert rund 40 Minuten und ist im regulären Festungseintritt enthalten. Es entstehen also keine zusätzlichen Kosten.
Die Festung Ehrenbreitstein ist nicht irgendein Ausflugsziel. Sie thront über dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel, über dem Deutschen Eck — und sie ist Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Dass hier die GDKE Rheinland-Pfalz archäologische Kostbarkeiten aus der Region zugänglich macht, passt: Heimat bedeutet eben auch, zu wissen, wer vor einem hier gelebt — und gestorben — ist.
Wer früh aufsteht, hat den Rhein für sich. Wer an diesem Oktobernachmittag auf die Festung fährt, hat die Chance, ein Stück Vergangenheit zu greifen, das sonst in Vitrinen oder Archiven verborgen bleibt. Grabbeigaben erzählen nicht nur von Tod — sie erzählen davon, was Menschen geliebt haben, was ihnen wichtig war, was sie festhalten wollten.
Eine Anmeldung ist zwar nicht nötig, wer aber auf Nummer sicher gehen will, kann sich unter der Telefonnummer 0261 6675-1510 oder per E-Mail an museumspaed.lmk[at]gdke.rlp.de melden. Manchmal lohnt es sich, dem Zufall eine Grenze zu setzen — und einfach hinzugehen.






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