
Der neue Pumptrack am Germaniaplatz in Neuwied ist fertig: Mehrgenerationensportpark mit Skateanlage, Fußballfeldern und Bewegungsparcours nimmt Gestalt an.
Wer in Neuwied am Sandkauler Weg vorbeikommt, sieht gerade, wie aus einem alten Sportplatz etwas ganz Neues wird. Auf dem Germaniaplatz ist der neue Pumptrack fertig geworden — die Kurven sind asphaltiert, die Wellen liegen da, bereit für alle, die auf Rädern oder Rollen unterwegs sein wollen. Rund 1.400 Quadratmeter Fläche stehen jetzt für Rad- und Rollsportbegeisterte bereit. Das ist mehr als nur ein neuer Belag, das ist ein Angebot, das es in dieser Form auf dem Germaniaplatz vorher nicht gab.
Wie die Stadt Neuwied mitteilt, ist das aber erst der Anfang. Direkt neben dem Pumptrack entsteht als Nächstes eine Skateanlage mit etwa 340 Quadratmetern. Wer also bislang auf dem Brett durch Neuwied gerollt ist und sich einen eigenen Platz dafür gewünscht hat — der bekommt ihn.
Auch bei den Fußballfeldern tut sich einiges. Das große Jugendspielfeld soll künftig rund 65 mal 45 Meter messen und Platz für verschiedene Sportarten bieten. Daneben entsteht ein kleineres Cage-Soccer-Feld mit etwa 11 mal 20 Metern, umgeben von Banden und Ballfangnetzen. Beide Plätze bekommen Kunstrasen, und eine neue Flutlichtanlage soll am Ende den gesamten Sportpark beleuchten. Das heißt: Auch wenn es früh dunkel wird, bleibt der Platz nutzbar.
Und weil so ein Sportpark nicht nur für die Jüngeren gedacht sein soll, plant die Stadt zwischen den Spielfeldern und der Rollsport-Anlage einen Bewegungsparcours, der sich besonders an ältere Menschen richtet. Verschiedene Geräte sollen dort beim Training von Beweglichkeit und Fitness helfen. Der Parcours und die Wege dorthin sollen barrierefrei zugänglich sein — ein Detail, das zeigt, dass hier wirklich an mehrere Generationen gedacht wurde, nicht nur an eine Zielgruppe.
Der Germaniaplatz liegt mitten in einem Wohngebiet, und das hat die Planung mitbestimmt. Schallschutzelemente sollen künftig die Geräusche aus einzelnen Sportbereichen reduzieren. Kein unwichtiges Detail, wenn gleich mehrere Sportflächen auf engem Raum nebeneinander liegen und Nachbarn trotzdem ihre Ruhe haben sollen.
Bemerkenswert ist auch, wie der Platz entstanden ist: Die Wünsche künftiger Nutzerinnen und Nutzer sind in die Planung eingeflossen. Das städtische Kinder- und Jugendbüro hat Kinder und Jugendliche frühzeitig beteiligt und unter anderem eine Online-Abstimmung organisiert. Das ist mehr als eine Formalie — es bedeutet, dass die, die später tatsächlich auf dem Platz unterwegs sind, mitentschieden haben, wie er aussieht.
Nach aktuellem Stand will die Stadt Neuwied die Außenanlagen noch in diesem Jahr fertigstellen — vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Die Sanierung des bestehenden Umkleidegebäudes soll dann 2027 abgeschlossen sein. Wann genau die Neuwiederinnen und Neuwieder die neuen Anlagen erstmals nutzen können, hängt also noch vom weiteren Bauverlauf ab.
Finanziell ist das Projekt kein kleines Vorhaben: Die derzeit veranschlagten Kosten liegen bei rund 3,15 Millionen Euro. Davon übernehmen 1,22 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“. Ein ordentlicher Batzen Unterstützung also, der zeigt, dass so ein Mehrgenerationensportpark nicht nur eine lokale, sondern auch eine überregional geförderte Idee ist.
Der Germaniaplatz wird zu einem Ort, an dem sich Jugendliche auf dem Skateboard, Familien beim Fußball und ältere Menschen beim Bewegungsparcours begegnen können — alles auf derselben Fläche, nur mit unterschiedlichen Bereichen. Das ist das, was man einen Mehrgenerationensportpark nennt, und genau das soll der Germaniaplatz einmal sein. Bis dahin heißt es: Geduld haben, zuschauen, wie Stück für Stück etwas Neues entsteht. Vielleicht ja beim nächsten Spaziergang am Sandkauler Weg vorbei — der Pumptrack jedenfalls steht schon.






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