
Die FWS Kettig unterstützt Menschen mit Behinderung bei Wohnen, Arbeit und Teilhabe. Ein Einblick in die gemeinnützige Einrichtung und ihre Werte.
Mitten in Kettig, in der Anne-Frank-Straße, hat sich eine Organisation einem Ziel verschrieben, das so einfach wie wichtig klingt: Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Förder- und Wohnstätten gGmbH, kurz FWS, ist ein gemeinnütziger Leistungsanbieter mit Schwerpunkt auf der Arbeit mit blinden, sehbehinderten oder mehrfachbehinderten Menschen, wie die FWS auf der Plattform Wir sind Parität beschreibt.
Wer durch die Region fährt, kommt an solchen Orten oft vorbei, ohne zu wissen, was dahintersteckt. Dabei lohnt sich der zweite Blick. Die FWS bietet nach eigenen Angaben Wohnplätze, Arbeitsplätze und Unterstützung für erwachsene Menschen mit Behinderung. Dazu kommen Angebote eines Therapie- und Fachzentrums, die sich an Erwachsene, Jugendliche und Kinder richten. Auch Besucherinnen und Besucher, die sich für die Tierwelt der Einrichtung interessieren, sind willkommen.
Im Zentrum der Arbeit steht laut FWS die Personenzentrierung und die Individualität jedes Einzelnen. Das klingt zunächst nach Verwaltungssprache, meint aber etwas sehr Konkretes: Nicht die Einrichtung gibt vor, wie ein Leben auszusehen hat, sondern der einzelne Mensch mit seinen Bedürfnissen steht im Mittelpunkt. Die Themenfelder, in denen die FWS aktiv ist, reichen von Altenhilfe und Pflege über Behindertenpolitik und Bildung bis hin zu Freiwilligendiensten, kultureller Teilhabe und Wohnen.
Geschäftsführerin Iris Schubert bringt den Anspruch der Organisation auf den Punkt: Behinderung sei kein Ausschlusskriterium in der Gesellschaft, sondern eröffne einen Markt voller Möglichkeiten, wie sie gegenüber Wir sind Parität erklärt. Ein Satz, der zum Nachdenken einlädt — gerade in einer Zeit, in der Teilhabe oft nur auf dem Papier existiert.
Dass die FWS fester Bestandteil des Kettiger Lebens ist, zeigt auch der Eintrag auf der offiziellen Gemeinde-Website. Dort wird die Förder- und Wohnstätten gGmbH unter den Vereinen und Einrichtungen der Gemeinde geführt, mit Geschäftsführerin Iris Schubert an der Spitze und Kontaktmöglichkeiten über Webseite, Instagram und Facebook, wie die Gemeinde Kettig mitteilt.
Genau das macht die Region aus: Einrichtungen wie die FWS sind keine abstrakten Institutionen, sondern Nachbarn. Wer durch Kettig läuft, läuft an einem Stück gelebter Inklusion vorbei. Vielleicht ein guter Anlass, beim nächsten Spaziergang genauer hinzuschauen, was in der eigenen Umgebung eigentlich passiert.






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