
Ein fast fünf Tonnen schwerer Druckminderungsschacht sichert in Lahnstein künftig die Trinkwasserversorgung mehrerer Stadtbereiche langfristig ab.
Wasser aus dem Hahn — für die meisten von uns so selbstverständlich wie das Licht beim Einschalten. Dass dahinter jede Menge Technik steckt, sieht man erst, wenn irgendwo gebaut wird. Genau das ist jetzt in Lahnstein passiert: Auf dem Gelände der Rittersturzkaserne hat die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein einen neuen Druckminderungsschacht einbringen lassen. Beauftragt wurde die Maßnahme von der evm als Betriebsführerin der Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein, ausgeführt hat die Arbeiten die Energienetze Mittelrhein.
Wie die evm in einer Pressemitteilung berichtet, bringen der Schacht und seine Betonflachabdeckung zusammen fast fünf Tonnen auf die Waage. Damit das Bauteil überhaupt in die vorbereitete Baugrube kam, musste ein Spezialkran ran — bei diesem Gewicht keine Selbstverständlichkeit.
Der Hochbehälter Lichterkopf liegt deutlich oberhalb der angeschlossenen Gebäude in Lahnstein. Das bedeutet: Ohne technische Regulierung käme in den Leitungen viel zu viel Druck an. Genau hier setzt der neue Schacht an. Laut evm gleicht die Anlage Schwankungen im Eingangsdruck aus und sorgt für einen konstanten, niedrigeren Ausgangsdruck. Das entlastet nicht nur das Leitungsnetz selbst, sondern auch die Hausinstallationen in den angeschlossenen Gebäuden.
Versorgt werden über die Anlage mehrere Lahnsteiner Stadtbereiche: „Auf’m Kissel“, „Bahnhofsstraße“, „Becherhöllstraße“, „Dr.-Bachenheimer-Straße“, „Dr.-Michel-Straße“, „Im Mückenberg“, „Kölner Straße“ sowie „Taubhausstraße“. Wer dort wohnt, profitiert künftig von einer moderneren und stabileren Wasserinfrastruktur — auch wenn man davon im Alltag wenig mitbekommt.
Sascha Schaab, Baubeauftragter der enm in Lahnstein, wird in der Mitteilung der evm zitiert: Die Modernisierung von Druckminderungsschächten sei aufgrund des Gesamtgewichts der Anlage eine echte Seltenheit, allein die Einbringung mittels Spezialkran sei logistisch herausfordernd und echte Millimeterarbeit gewesen. Nach dem Einbau wird der Schacht in die Transport- und Versorgungsleitungen eingebunden, die vom Hochbehälter Lichterkopf ins Versorgungsgebiet führen.
Das klingt nach einem kleinen Bauprojekt irgendwo am Stadtrand. Ist es aber nicht — es ist ein Baustein dafür, dass in Lahnstein auch in den nächsten Jahrzehnten zuverlässig Wasser aus der Leitung kommt. Genau solche Projekte im Hintergrund sind es, die dafür sorgen, dass wir uns über die Wasserversorgung eigentlich nie Gedanken machen müssen. Und das ist ja eigentlich das größte Kompliment, das man einer Infrastruktur machen kann.






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