
Feuerwehr Rengsdorf-Waldbreitbach zieht Jahresbilanz: 226 Einsätze, rund 400 Aktive und Sirenen-Ausbau bis 2027 prägen die Region Rhein-Mosel.
Ein Blick in die Einsatzstatistik sagt oft mehr als jede Zahl auf dem Papier. Beim Feuerwehrabend der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach im Deichwiesenhof in Bonefeld hat Wehrleiter Peter Schäfer Mitte September Bilanz gezogen – und die liest sich beachtlich. Wie der NR-Kurier berichtet, wurden die Einheiten der Verbandsgemeinde in diesem Jahr bereits zu 226 Einsätzen alarmiert, das ist mehr als im Vorjahr.
Das Einsatzgeschehen teilte sich dabei recht ausgewogen auf: 55 Prozent entfielen auf allgemeine Hilfe, 45 Prozent auf Brandeinsätze. Darunter fielen laut Bericht auch Unfälle mit Fluggeräten und Paraglidern, mehrere Personensuchen sowie Hochwassereinsätze an der Wied nach Starkregen. Auch ein Tierunfall blieb in Erinnerung, bei dem ein Pferd unverletzt gerettet werden konnte.
Wer durch die Wälder rund um Rengsdorf spaziert, bekommt meist nicht mit, wie oft die Feuerwehr tatsächlich ausrückt. Genau deshalb lohnt sich so ein Rückblick: Er zeigt, wie viel ehrenamtliches Engagement hinter dem steckt, was wir als selbstverständlich wahrnehmen.
Insgesamt sind in der Verbandsgemeinde rund 400 Feuerwehrangehörige aktiv, darunter 50 Frauen. Mehr als 150 Einsatzkräfte sind als Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Bei 26.757 Einwohnern liegt der Organisationsgrad bei rund 1,9 Prozent – deutlich über dem Bundesschnitt von 1,25 Prozent, wie aus dem Bericht hervorgeht.
Auch der Nachwuchs ist gesichert: In den Jugendfeuerwehren Kurtscheid und Breitscheid engagieren sich 50 Jugendliche, die später in die aktiven Einheiten übernommen werden.
Landrat Achim Hallerbach ordnete den Abend in einen größeren Zusammenhang ein. Beim bundesweiten Warntag am 11. September habe das Kreisgebiet gut funktioniert – zu 99 Prozent hätten die Sirenen ordnungsgemäß ausgelöst. Der Ausbau des Sirenennetzes werde fortgesetzt, weitere Sirenen seien bereits beauftragt. Ziel sei es, bis Ende 2027 alle vorgesehenen Sirenen in der Verbandsgemeinde zu installieren.
Bürgermeister Pierre Fischer würdigte in seinem Grußwort das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte, die rund um die Uhr einsatzbereit seien.
Im Rahmen des Abends wurden mehrere Feuerwehrangehörige befördert, darunter Sebastian Hess und Bastian Stoffels aus Hausen zu Oberbrandmeistern beziehungsweise Hauptbrandmeister sowie Jochen Zöller und Christian Brose aus Waldbreitbach zu Oberbrandmeistern. Zudem wurden zahlreiche Kameradinnen und Kameraden für 15, 25, 35, 40 und 45 Jahre Dienst geehrt – ein Zeichen dafür, wie viele Menschen in der Region über Jahrzehnte hinweg Verantwortung übernehmen.
Diese Zahlen und Ehrungen machen deutlich: Wer in Rengsdorf-Waldbreitbach lebt, kann sich auf ein dichtes Netz an ehrenamtlichem Einsatz verlassen. Und genau das ist es, was eine Region im Alltag zusammenhält.






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