
Ferienreisekontrolle in Heiligenroth: Die Polizei prüfte Wohnmobile und Gespanne auf der A3 bei Montabaur auf Überladung und Ladungssicherung.
Wer am 17. Oktober mit Wohnmobil oder Wohnanhänger auf der A3 Richtung Frankfurt unterwegs war, der ist an der Tank- und Rastanlage Heiligenroth vielleicht genau in diesem Moment vorbeigekommen: Die Polizeiautobahnstation Montabaur hat dort eine Ferienreisekontrolle durchgeführt — unterstützt von der Polizeiautobahnstation Mendig und dem Sachbereich Schwerverkehr der Verkehrsdirektion Koblenz. Zwischen 10 und 15.30 Uhr ging es nicht um Geschwindigkeit oder Blitzer, sondern um etwas, das im Urlaubsstress gerne untergeht: Ist das Fahrzeug überhaupt sicher beladen?
Das kennt ihr vielleicht, oder? Der letzte Koffer passt nicht mehr richtig rein, der Wasserkanister im Wohnmobil ist randvoll, und dann geht es einfach los, weil die Ferien ja schon angefangen haben. Genau an diesem Punkt setzte die Kontrolle an.
Laut der Polizeiautobahnstation Montabaur lag der Fokus auf möglichen Überladungen, technischen Mängeln und fehlender Ladungssicherung — also genau den Dingen, die auf einer langen Autobahnfahrt richtig gefährlich werden können. Das Ergebnis liest sich für eine Region, die im Herbst viel Reiseverkehr Richtung Rhein-Main sieht, erstaunlich entspannt: Nur bei einem einzigen Wohnmobil stellten die Kontrolleure technische Mängel fest.
Etwas häufiger ging es um Gewicht und Sicherung. Vier Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet, weil Fahrzeuge überladen waren oder die Ladung nicht richtig gesichert war. Bei zehn weiteren Fahrzeugen fiel eine geringe Überladung auf — hier reichte es, Wasser abzulassen, dann durften die Fahrerinnen und Fahrer weiterfahren. Der Rest des Ferienreiseverkehrs konnte die Fahrt ohne Beanstandung fortsetzen.
Die Polizeiautobahnstation Montabaur beschreibt die Stimmung bei den Kontrollierten als überwiegend einsichtig: Die meisten Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer seien gut vorbereitet in den Urlaub gestartet. Das zeigt: Viele machen sich vorher Gedanken über Zuladung und Sicherung — und genau das zahlt sich an einem Kontrolltag wie diesem aus.
Dass ausgerechnet Heiligenroth zum Kontrollpunkt wurde, ist kein Zufall. Die Rastanlage liegt direkt an der A3, einer der zentralen Routen für den Reiseverkehr Richtung Frankfurt und weiter in den Süden. Wohnmobile und Gespanne mit Wohnanhänger sind in den Ferien hier besonders häufig unterwegs — und genau diese Fahrzeuge bringen durch ihr Gewicht und ihre Abmessungen ein höheres Risiko mit, wenn etwas nicht stimmt. Eine schlecht gesicherte Ladung oder ein überladener Anhänger kann bei einem Ausweichmanöver oder einer Vollbremsung schnell zum Problem werden, nicht nur für die eigene Fahrt, sondern für alle auf der Strecke.
Der Rhein-Mosel-Raum ist eben nicht nur Ziel, sondern auch Durchfahrtsregion — und wer hier öfter auf der A3 unterwegs ist, hat solche Kontrollen schon mal am Straßenrand gesehen, ohne groß darüber nachzudenken. Dabei steckt dahinter ein ganz einfacher Gedanke: lieber fünf Minuten länger an der Rastanlage stehen als stundenlang im Stau nach einem vermeidbaren Unfall.
Zur gleichen Zeit war die Polizei in der gesamten Region an vielen weiteren Stellen im Einsatz. Wie Newsflash24 aus den aktuellen Blaulichtmeldungen vom 17. Oktober berichtet, gab es an diesem Samstag allein in Rheinland-Pfalz eine ganze Reihe von Verkehrskontrollen und -unfällen, von Alkoholkontrollen in Kirchheimbolanden bis zu Unfallfluchten in Bitburg und Polch. Das zeigt: Ein Samstag im Oktober ist auf den Straßen der Region selten ruhig, ganz gleich ob auf der Autobahn oder im Ort.
Die Zahlen aus Heiligenroth sind überschaubar, und das ist die gute Nachricht. Vier Verfahren, zehn kleinere Beanstandungen, ein technischer Mangel — bei einem mehrstündigen Kontrolltag auf einer der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands ist das kein schlechtes Ergebnis. Es zeigt aber auch: Ein kurzer Check vor der Abfahrt lohnt sich immer. Wasserkanister vorher leeren, Gewicht der Zuladung realistisch einschätzen, Ladung ordentlich sichern — das kostet zehn Minuten in der Einfahrt und erspart im Zweifel viel mehr auf der Strecke.
Wer das nächste Mal mit Wohnmobil oder Anhänger Richtung Süden startet, kann sich diese Kontrolle also ruhig als kleine Erinnerung mitnehmen: Der Blick auf die Beladung gehört genauso zur Reisevorbereitung wie die Wahl der Playlist fürs Radio unterwegs.






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