
ZF Koblenz: Nach rund einem Jahr Verhandlungen einigen sich Unternehmen, Betriebsrat und IG Metall auf Standortsicherung bis 2031 ohne betriebsbedingte…
Nach monatelangen Verhandlungen gibt es eine Einigung für das ZF-Werk in Koblenz. Rund 2.000 Menschen arbeiten dort – und für viele von ihnen war die Unsicherheit der vergangenen Monate alles andere als leicht. Jetzt ist klar: Der Standort hat eine Zukunft.
Wie Rockland Radio berichtet, haben sich Unternehmen, Betriebsrat und IG Metall auf Vereinbarungen zur Standortsicherung verständigt. Betriebsbedingte Kündigungen sollen ausgeschlossen sein. Nach Angaben der Automobilwoche gilt die Standortsicherung bis 2031, der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen reicht dabei bis 2029.
Ursprünglich hatte ZF angekündigt, rund 450 der 2.000 Stellen am Standort abzubauen. Rockland Radio beziffert die geplante Stellenreduzierung auf etwa 500. Ganz ohne Personalveränderungen kommt das Werk dennoch nicht aus: Wie die Automobilwoche meldet, wechseln im Zuge des Verkaufs der ADAS-Sparte rund 300 Beschäftigte zur Samsung-Tochter Harman. Außerdem startet ZF ab Oktober ein Programm für freiwillige Austritte gegen Abfindung.
Die Einigung ist noch nicht vollständig besiegelt. Weil wichtige Punkte in einem Tarifvertrag geregelt werden, müssen die IG-Metall-Mitglieder noch zustimmen. So hat es Rockland Radio gemeldet. Das Ergebnis dieser Abstimmung wird zeigen, ob die Vereinbarung in dieser Form trägt.
Gewerkschaft und Betriebsrat wollten im Anschluss an die Einigung über die nächsten Schritte informieren und dabei auch weitere Details zum geplanten Stellenabbau bekanntgeben.
Hinter der Einigung steckt rund ein Jahr Verhandlungsarbeit. Das ist keine Kleinigkeit – weder für die Beschäftigten, die in dieser Zeit nicht wussten, wie es weitergeht, noch für die Stadt Koblenz, für die ZF als Arbeitgeber erhebliches Gewicht hat. Etwa 2.200 Menschen sind nach Angaben von Rockland Radio derzeit am Standort beschäftigt, die Automobilwoche nennt rund 2.000 Beschäftigte.
Dass am Ende ein Ergebnis steht, das betriebsbedingte Kündigungen ausschließt und den Standort langfristig sichert, ist für die Rhein-Mosel-Region keine Nebenmeldung. Es ist die Art von Nachricht, die in der Kaffeepause genauso besprochen wird wie am Abend beim Heimkommen.
ZF ist in Koblenz kein abstraktes Unternehmen. Es sind konkrete Nachbarn, Vereinsmitglieder, Menschen, die morgens auf der Moselbrücke im Berufsverkehr stehen. Eine Einigung auf Standortsicherung bis 2031 gibt vielen von ihnen ein Stück Planungssicherheit zurück – auch wenn der Weg dahin nicht ohne Einschnitte bleibt.
Wie die nächsten Schritte konkret aussehen, hängt jetzt an der Zustimmung der IG-Metall-Mitglieder. Koblenz wartet auf das endgültige Ergebnis.






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