
Der SWR lädt am 4. November zur Gesprächsrunde „Eine Stunde reden“ nach Vallendar ein: offen, kostenlos, mit festen Regeln für echten Austausch.
Wann hast du zuletzt eine Stunde lang mit fremden Menschen über etwas gesprochen, das dich wirklich bewegt — ohne Handy, ohne Ablenkung, ohne dass am Ende jemand recht behalten musste? Genau das soll am Abend des 4. November 2026 in der Stadthalle Vallendar passieren. Der SWR lädt dort zur Gesprächsrunde „Eine Stunde reden“ ein, und zwar ausdrücklich alle, die Lust auf echten Austausch haben.
Das Format funktioniert denkbar einfach: An Tischen zu je sechst wird diskutiert, eine Stunde lang, zu einem Thema, das vorher gewählt wurde. Keine Bühne, kein Publikum, keine Kameras. Wie der SWR mitteilt, sitzen auch Menschen aus den Redaktionen mit am Tisch — nicht um zu interviewen, sondern um darauf zu achten, dass wirklich alle zu Wort kommen.
Bis zu drei Themenwünsche können Teilnehmende bei der Anmeldung angeben, am Veranstaltungsabend wird dann zu einem davon diskutiert. Zur Auswahl stehen laut SWR unter anderem:
Das sind keine kleinen Fragen. Aber genau deshalb lohnt es sich, sie nicht nur in der eigenen Küche zu wälzen, sondern mit Leuten zu besprechen, die vielleicht ganz anders auf die Welt schauen als man selbst.
Damit das Gespräch nicht im Durcheinander endet, gibt der SWR klare Regeln vor — fast wie bei einem Gesellschaftsspiel, heißt es. Jede und jeder bekommt gleich viel Redezeit, unterschiedliche Meinungen sind ausdrücklich erwünscht. Wichtig ist nur: fair bleiben, respektvoll sein, zuhören. Vorkenntnisse braucht niemand, ein Urteil wird über niemanden gefällt. Nach der Gesprächsstunde bleibt laut SWR noch Zeit für einen kleinen Snack, für vertiefende Gespräche oder dafür, den anwesenden Journalistinnen und Journalisten eigene Themen mit auf den Weg zu geben.
Wer wissen möchte, wie so ein Abend konkret abläuft, kann sich laut SWR an einer früheren Umsetzung orientieren: Der Hessische Rundfunk hat das Format „Eine Stunde reden“ bereits durchgeführt und darüber berichtet. Die Vallendarer Ausgabe findet im Rahmen der SWR Zukunftstage statt — einem Treffen, bei dem Journalistinnen und Journalisten aus ganz Deutschland zusammenkommen, um ihre Arbeit weiterzuentwickeln.
Die Teilnahme ist kostenlos, aber begrenzt: Pro Veranstaltung sind laut SWR maximal 70 Plätze vorgesehen. Wer dabei sein möchte, meldet sich mit Vorname, Nachname und E-Mail-Adresse an; Angaben zu Wohnort, Alter oder Beruf sind freiwillig. Die Bewerbungsfrist endet am 3. November 2026 — eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich also, bevor die Tische voll sind.
Ob Wohnen, Einsamkeit oder die Frage nach Freiheit und Sicherheit: Es sind Themen, die uns hier in der Region genauso betreffen wie überall sonst. Vielleicht ist der 4. November ja der Abend, an dem mal wieder richtig geredet wird — ohne Bildschirm dazwischen.






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