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Doppelter Titelgewinn: Wie André Kunkel das Motorsportjahr am Nürburgring krönte

André Kunkel sicherte sich beim RGB-Saisonfinale am Nürburgring gleich zwei Meistertitel und einen weiteren Gesamtsieg – ein starker Saisonabschluss für den…

Redaktion
·
8. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Woche

Ein Saisonfinale mit Ansage

Der Nürburgring ist für viele aus der Region nicht einfach nur eine Rennstrecke. Er ist ein Ort, an dem Motorsportgeschichte geschrieben wird – und das seit Jahrzehnten. Beim großen RGB-Saisonfinale vom 2. bis 4. Oktober 2026 war es wieder so weit: Fahrerinnen und Fahrer aus der ganzen Region kämpften um die letzten Punkte der Saison. Einer von ihnen sorgte dabei gleich doppelt für Aufsehen: André Kunkel, der unter der Bewerbung des Automobil-Club 1927 Mayen e.V. im ADAC antritt, beendete eine ohnehin schon starke Saison mit einem weiteren Paukenschlag.

Wie der Automobil-Club 1927 Mayen e.V. im ADAC berichtet, hatte Kunkel den Meistertitel in der Youngtimer Trophy Gruppe 5 bereits vor dem Finale vorzeitig klargemacht. Damit sicherte sich der aus Bedburg stammende Rennfahrer die Meisterschaft in dieser Klasse bereits zum dritten Mal in Folge. Eigentlich hätte er das letzte Rennwochenende also entspannt angehen können. Kennt ihr das, wenn jemand trotzdem noch mal alles gibt, obwohl der Titel längst feststeht? Genau das hat Kunkel am Nürburgring gezeigt.

Zurück an die Spitze im Porsche Carrera RSR

Mit seinem Porsche Carrera RSR der Gruppe 5 ging Kunkel auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings ins Youngtimer-Rennen. Schon im Qualifying lieferte er eine persönliche Bestzeit ab und sicherte sich mit nur 0,1 Sekunden Rückstand auf Roland Müller den zweiten Startplatz.

Der Start selbst verlief turbulent: Michael Hess schob sich sowohl an Kunkel als auch an Müller vorbei und übernahm zunächst die Führung. Doch Kunkel ließ sich davon nicht beeindrucken, nahm sofort die Verfolgung auf und eroberte die Spitze noch vor dem Pflicht-Boxenstopp zurück. Nach dem Stopp nahm das Rennen dann eine entscheidende Wendung: Hess musste seinen Wagen vorzeitig abstellen, und Kunkel konnte das Rennen fortan von vorne kontrollieren.

Nach 26 Rennrunden überquerte er die Ziellinie als Sieger – mit mehr als 33 Sekunden Vorsprung auf Roland Müller, der ebenfalls im Porsche Carrera RSR unterwegs war. Platz drei sicherten sich Buschmann und Keller im BMW R30 RS. Ein weiterer Gesamtsieg, mit dem Kunkel seine Youngtimer-Saison noch einmal eindrucksvoll unterstrich.

Auch im GT3 Cup ganz vorne dabei

Doch damit nicht genug: Auch in der Hankook Cup- und Tourenwagen Trophy (CTT) ging André Kunkel an den Start, diesmal mit seinem Porsche 997 GT3 Cup. Zwei Klassensiege sprangen dabei heraus, besonders im zweiten Lauf zeigte er eine starke Leistung. Unter insgesamt 48 Teilnehmern reichte es am Ende für einen hervorragenden sechsten Platz im Gesamtklassement.

Mit diesem Ergebnis war auch in dieser Serie die Meisterschaft entschieden: Kunkel sicherte sich den Champion-Titel der Gruppe 7. Zwei Meistertitel an einem einzigen Wochenende – das muss man als Motorsportfan erst mal nachmachen.

Eine Saison mit Geschichte im Rücken

Wer am Nürburgring mit historischen und halbhistorischen Fahrzeugen unterwegs ist, bewegt sich immer auch ein Stück weit in der Tradition großer Namen. Die Geschichte des deutschen Motorsports ist voll von Fahrzeugen, die bis heute Kultstatus genießen – der NSU TT etwa gehört zweifellos dazu. Wie AutoNatives.de in seiner Aufarbeitung der NSU-Rennsportgeschichte beschreibt, war der 1965 vom NSU Prinz 1000 abgeleitete TT seinerzeit im Motorsport extrem erfolgreich. Fahrer wie Siegfried Spiess dominierten mit dem Wagen die Bergmeisterschaft, Willi Bergmeister holte 1974 den Deutschen Bergpokal im NSU TT und mischte auf der Nordschleife sogar die großen BMW 3.0 CSL auf.

Diese Geschichten zeigen: Der Nürburgring war schon immer eine Bühne, auf der sich Generationen von Motorsportlern messen – ob mit Youngtimern der 1970er-Jahre oder mit modernen GT3-Boliden. Genau diese Mischung aus Tradition und Gegenwart macht die Rennstrecke in der Eifel bis heute zu einem besonderen Ort für alle, die Benzin im Blut haben.

Ein rundum gelungenes Jahr

Für André Kunkel und den AC Mayen steht am Ende der Saison eine beeindruckende Bilanz: der dritte Meistertitel in Folge in der Youngtimer Trophy Gruppe 5, der Gewinn der Meisterschaft in der Hankook Cup- und Tourenwagen Trophy Gruppe 7 und ein weiterer Gesamtsieg zum Abschluss. Zwei völlig unterschiedliche Fahrzeuge, zwei Meistertitel, ein Fahrer, der seine Vielseitigkeit über die gesamte Saison unter Beweis gestellt hat.

Wer in der Region unterwegs ist und beim nächsten Vorbeifahren am Nürburgring kurz an diese Geschichten denkt, merkt schnell: Motorsport ist hier keine Randnotiz, sondern gelebter Alltag. Vielleicht ist das nächste Rennwochenende ja schon der nächste Anlass, selbst mal wieder hinzufahren.

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