
EHC Neuwied verliert bei den KSW IceFighters Leipzig deutlich mit 1:6. Alle Tore, Details zum Spielverlauf und die aktuelle Tabellensituation der Oberliga…
Manchmal läuft es einfach nicht, und für den EHC Neuwied war der Auswärtstrip zu den KSW IceFighters Leipzig genau so ein Abend. Am Ende stand ein deutliches 6:1 (0:1, 4:0, 2:0) auf der Anzeigetafel — und das, obwohl die Mosel-Mannschaft sogar mit einer Führung ins Spiel gestartet war. Wer hätte das nach dem ersten Drittel gedacht?
Laut Eishockey.info gingen die Gäste bereits nach gut acht Minuten in Führung: Tom Chetik traf in Unterzahl zum 0:1 — ein Kurzschluss-Moment, der Neuwied kurzzeitig Hoffnung machte. Mit dieser knappen Führung ging es auch in die erste Pause. Doch was danach kam, dürfte den Fans aus der Rhein-Mosel-Region die Laune verdorben haben.
Der zweite Abschnitt im anona ICEDOME war die Wende. Gerade einmal 19 Sekunden nach Wiederanpfiff glich Jesse Roach für Leipzig aus, vorbereitet von Jesper Alasaari. Von da an nahm das Spiel seinen Lauf — und zwar ausschließlich in eine Richtung. Dani Bindels brachte die IceFighters in Überzahl mit 2:1 in Führung, ehe Samuel Mantsch und Daniel Schwamberger nachlegten. Nach 40 Minuten stand es 4:1, und Neuwied hatte in diesem Drittel keine einzige Antwort parat.
Im Schlussabschnitt verwalteten die Leipziger ihre komfortable Führung und bauten sie sogar noch aus: Tim Detig und Vincent Hessler erhöhten auf 6:1. Nach Informationen von Eishockey.info kassierte Neuwied insgesamt zwölf Strafminuten, deutlich mehr als die sechs der Gastgeber — ein Faktor, der den Leipzigern in Überzahlsituationen in die Karten spielte. 1504 Zuschauer sahen die Partie vor Ort.
Trotz der klaren Niederlage bleibt es in der Oberliga Nord spannend. Nach Angaben von Sofascore stehen sich Leipzig und Neuwied vor diesem Spieltag mit jeweils neun Punkten fast auf Augenhöhe gegenüber — Platz sieben für die IceFighters, Platz neun für Neuwied, getrennt nur durch die Tordifferenz. Beide Teams hatten zuvor eine wechselhafte Hinrunde hinter sich: Leipzig kassierte zuletzt gegen Tilburg und Hannover Niederlagen, ehe der Erfolg gegen Duisburg etwas Ruhe brachte. Neuwied wiederum zeigte sich in den Wochen zuvor variabel — ein Sieg gegen die Hammer Eisbären stand neben Niederlagen gegen Halle und Hannover.
Für Neuwied bedeutet die Pleite in Leipzig einen Dämpfer im engen Tabellenkeller der Oberliga Nord. Die Liga ist eng beisammen, zwischen Platz sechs und Platz zwölf trennen nur wenige Punkte die Teams. Da kann ein Abend wie dieser schnell mal mehrere Plätze kosten — und genauso schnell wieder wettgemacht werden, wenn die nächste Partie besser läuft.
Ein Auswärtsspiel, das gut begann und dann doch komplett kippte — das kennt man im Sport. Für die Fans aus Neuwied bleibt die Hoffnung auf eine Reaktion beim nächsten Heimspiel. Und für alle, die die Oberliga Nord verfolgen, zeigt dieser Spieltag mal wieder: In dieser Liga ist kaum ein Ergebnis in Stein gemeißelt, bevor der letzte Puck gespielt ist. Wer am Rhein oder an der Mosel zuhause ist und mitfiebert, wird sich das nächste Spiel wohl kaum entgehen lassen.






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