Studio-Hotline 0261 98 8 20 99

Dafür! Koblenz zeigt, wie Vielfalt zusammenhält

Koblenz feiert die Interkulturellen Wochen 2026 mit Abschlussveranstaltung und dem Fotoprojekt Stadtgesichter, das Migrationsgeschichten sichtbar macht.

Redaktion
·
12. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 6 Tagen

Ein Motto, das bleibt

Manche Botschaften muss man öfter als einmal sagen, damit sie ankommen. Die Interkulturellen Wochen 2026 laufen in Koblenz unter dem Motto „Dafür!“ — und das ist kein Zufall, sondern Fortsetzung. Schon im vergangenen Jahr stand dieses Wort im Mittelpunkt, und die Stadt Koblenz führt es bewusst weiter. Der Gedanke dahinter: Statt nur zu sagen, wogegen man ist, soll sichtbar werden, wofür man steht. Für Respekt. Für Menschlichkeit. Für ein Miteinander, das Vielfalt nicht als Störung begreift, sondern als Normalität.

Vom 27. September bis zum 31. Oktober laufen in Koblenz die Interkulturellen Wochen, wie die Stadt Koblenz mitteilt. In diesem Zeitraum engagieren sich zahlreiche Initiativen, Vereine, Institutionen und einzelne Menschen mit Veranstaltungen, Begegnungen, kulturellen Angeboten und Diskussionen. Es geht darum, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Vorurteilen den Boden zu entziehen — gerade jetzt, wo gesellschaftliche Spannungen und Polarisierung zunehmen, wie die Stadt betont.

Abschluss in der Kulturfabrik

Wochen wie diese enden nicht einfach, sie klingen aus. Der Beirat für Migration und Integration lädt dafür zur Abschlussveranstaltung der Interkulturellen Wochen in die Kulturfabrik Koblenz ein, wie der BEN-Kurier berichtet. Ein Ort, der selbst für Begegnung steht, passend für einen Abend, der das Thema Vielfalt noch einmal bündelt, bevor der Oktober endet und der Alltag wieder die Regie übernimmt.

Das ist das eigentlich Schöne an solchen Wochen: Sie sind kein Festival, das kommt und geht, sondern eine Erinnerung daran, was das ganze Jahr über zwischen Deutschem Eck und Mosel passiert. Begegnung, die nicht angekündigt werden muss, um wertvoll zu sein.

Stadtgesichter: Migration bekommt ein Gesicht

Parallel zu den Interkulturellen Wochen ist in Koblenz ein weiteres Projekt entstanden, das sich mit Migrationsgeschichte beschäftigt — nicht abstrakt, sondern sehr persönlich. Die Arbeitsgruppe „Migratop“ dokumentiert ehrenamtlich die Migrationsgeschichte in Koblenz und hat im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie das Fotoprojekt „Stadtgesichter – Wie lässt sich Migration in Koblenz dokumentieren?“ ins Leben gerufen, wie der BEN-Kurier berichtet.

Die Idee dahinter ist einfach und genau deshalb stark: Menschen werden mit einem Gegenstand porträtiert, der für sie mit Migration verbunden ist — sei es mit der eigenen Einreise, dem Leben hier in Koblenz oder der Erinnerung an das Herkunftsland. Keine große Inszenierung, sondern ein Objekt, eine Geschichte, ein Gesicht.

Wer sich daran beteiligen wollte, konnte das an zwei Terminen tun: am Samstag, 17. Oktober, von 14 bis 18 Uhr im Kreatop in der Löhrstraße 113, und am Freitag, 23. Oktober, von 17 bis 21 Uhr im Rathaus am Willi-Hörter-Platz 1. Eine Anmeldung mit Terminwunsch und Namen war per E-Mail an migratop-koblenz@posteo.de erbeten, die Teilnahme war ab 18 Jahren möglich. Eine erste Ausstellung der Porträts ist für den 14. November beim Fest der Demokratie geplant, wie der BEN-Kurier berichtet.

Warum das mehr ist als eine Randnotiz

Man könnte sagen: zwei Projekte, ein Thema. Aber eigentlich zeigen beide dasselbe aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Interkulturellen Wochen schaffen den Rahmen, den großen Bogen über mehrere Wochen und viele Veranstaltungen hinweg. Stadtgesichter zoomt dagegen ganz nah heran — auf einzelne Biografien, auf Gegenstände, die Geschichten erzählen, auf Gesichter, die sonst vielleicht nie im Rampenlicht stehen würden.

Beides zusammen macht sichtbar, was Koblenz eigentlich schon lange ist: eine Stadt, in der Migration kein Sonderthema am Rand ist, sondern Teil des ganz normalen Alltags am Rhein und an der Mosel. Wer durch die Altstadt geht, trifft auf diese Vielfalt ständig — in Geschäften, in Vereinen, in Nachbarschaften. Die Interkulturellen Wochen holen das nur noch einmal konzentriert ans Licht.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum das Motto „Dafür!“ so gut passt. Es geht nicht darum, Konflikte kleinzureden. Es geht darum, einen Haltungspunkt zu setzen: Wir stehen für Zusammenhalt, nicht gegen irgendwen. Das klingt nach einem großen Satz, wird aber in Koblenz sehr konkret heruntergebrochen — auf eine Abschlussfeier in der Kulturfabrik, auf einen Fototermin in der Löhrstraße, auf eine Ausstellung beim Fest der Demokratie im November.

Ein Blick, der bleibt

Die Interkulturellen Wochen 2026 sind mittlerweile fast vorbei, der Kalender zählt die letzten Tage bis zum 31. Oktober. Was bleibt, sind nicht nur Erinnerungen an einzelne Veranstaltungen, sondern — mit etwas Glück — auch die Porträts aus dem Stadtgesichter-Projekt, die im November erstmals öffentlich zu sehen sein sollen. Wer in den kommenden Wochen durch Koblenz läuft, trägt diese Geschichten vielleicht ein kleines Stück weiter, ganz beiläufig, im Gespräch mit Nachbarn oder Kollegen. Genau darum geht es bei „Dafür!“ wohl auch: nicht um den einen großen Moment, sondern um viele kleine, die zusammen etwas ergeben.

Quellen


Artikel teilen
Hilf uns, lokale Nachrichten zu verbreiten.

Dein Beitrag für Antenne Koblenz

Ob Meinung, Hinweis oder persönliche Geschichte: Reiche deinen Kommentar ein. Unsere Redaktion prüft deinen Beitrag vor der Veröffentlichung.
Einsatz von KI
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage redaktionell ausgewählter Quellen erstellt, mehrstufig geprüft und vor der Veröffentlichung durch unsere Redaktion freigegeben. KI-generierte Bilder sind entsprechend gekennzeichnet.

Das könnte dich auch interessieren

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1
Kontakt
2
Unterlagen
3
Datenschutz
WhatsApp vorhanden?
    Datenschutz*

    Kontaktformular

    Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.