
Koblenz startet mit dem Motto DAFÜR! in die Interkulturellen Wochen 2026: Rund 30 Veranstaltungen bis zum 17.
Manche Botschaften brauchen keinen neuen Anstrich, weil sie einfach passen. Genau deshalb setzt Koblenz auch 2026 wieder auf das Motto „DAFÜR!“ für die Interkulturellen Wochen. Schon im vergangenen Jahr stand es für ein klares Bekenntnis, und die Stadt Koblenz führt es nun bewusst fort. Nicht als Wiederholung aus Ideenlosigkeit, sondern als Haltung: Wer will schon ständig neu erklären, wofür man steht, wenn die Antwort längst feststeht?
Ab Sonntag, 27. September, bis zum 17. Oktober verwandelt sich Koblenz für drei Wochen in eine Stadt der Begegnung. Rund 30 Veranstaltungen, Aktionen und Gesprächsrunden stehen auf dem Programm. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Initiativen, Vereinen und Institutionen, die sich Jahr für Jahr aufs Neue einbringen.
Die Stadt Koblenz macht deutlich, worum es diesmal besonders geht: nicht nur Position gegen etwas zu beziehen, sondern klar zu sagen, wofür man steht. Für Respekt und Menschlichkeit, für Vielfalt, für ein Miteinander, das trägt. Gerade weil gesellschaftliche Spannungen und Polarisierung derzeit spürbar zunehmen, bekommt dieser positive Gegenentwurf Gewicht.
Die Interkulturellen Wochen sollen genau das leisten, was der Name verspricht: Austausch ermöglichen, Vorurteile abbauen, die kulturelle Vielfalt der Stadt sichtbar machen. Das klingt nach großen Worten, wird aber sehr konkret, wenn man sich das Programm anschaut. Diskussionsrunden, kulturelle Angebote, Begegnungsformate – die Bandbreite ist bewusst groß gehalten, damit möglichst viele Koblenzerinnen und Koblenzer einen Zugang finden.
Organisiert werden die Interkulturellen Wochen vom Beirat für Migration und Integration der Stadt Koblenz. Der Beirat lädt selbst zu einer der ersten Veranstaltungen ein: Am Dienstag, 29. September, um 17.30 Uhr geht es im Koblenzer Rathaus um „70 Jahre Anwerbeabkommen BRD-Italien“. Ein Thema, das zeigt, wie lange Migrationsgeschichte in Deutschland schon Teil des Alltags ist – und wie sehr sie die Region Rhein-Mosel mitgeprägt hat.
Wie die Redaktion von aktuell4u berichtet, wurde das Programm im Rahmen einer Pressekonferenz mit Bürgermeisterin Dr. Dagmar Kranz vorgestellt. Die rund 30 Termine verteilen sich über die gesamten drei Wochen und laden dazu ein, sich Zeit für Themen zu nehmen, die sonst im Alltag oft zu kurz kommen.
Man kann die Interkulturellen Wochen als eine von vielen Veranstaltungsreihen im Jahr abtun. Man kann sie aber auch als das lesen, was sie sein wollen: ein Angebot, kurz innezuhalten und sich zu fragen, was das eigene Zusammenleben in dieser Stadt eigentlich ausmacht. Koblenz ist eine Stadt am Zusammenfluss zweier Flüsse – vielleicht ist es kein Zufall, dass hier auch unterschiedliche Lebensgeschichten, Herkünfte und Perspektiven zusammenkommen und Platz finden sollen.
Wer zwischen Rhein und Mosel lebt, kennt das Gefühl, dass Nachbarschaft nicht immer nach Schema läuft. Die Interkulturellen Wochen holen dieses Nebeneinander für ein paar Wochen ganz bewusst ins Rampenlicht.
Das gesamte Programm mit allen rund 30 Veranstaltungen und Aktionen steht auf der Internetseite der Stadt Koblenz unter koblenz.de/ikw bereit. Wer neugierig geworden ist, findet dort Termine, Orte und Details zu den einzelnen Formaten.
Vielleicht ist genau das der richtige Moment, um mal wieder bei einer Nachbarin oder einem Kollegen nachzufragen, woher die Familie eigentlich kommt – nicht aus Höflichkeit, sondern aus echtem Interesse. Die Interkulturellen Wochen in Koblenz laufen bis zum 17. Oktober, und bis dahin gibt es reichlich Gelegenheit dazu.






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