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BUGA 2029: Koblenzer Hochschulen ziehen an einem Strang

Vier Hochschulen der Region bündeln ihre Kräfte für die BUGA 2029: Ein Kooperationsvertrag soll Lehre, Forschung und gemeinsame Auftritte am Mittelrhein…

Redaktion
·
16. Oktober 2026
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Zuletzt aktualisiert: vor 2 Tagen

Die Region bereitet sich vor – auch an den Hochschulen

Wer durch Koblenz läuft, merkt es vielleicht noch nicht an jeder Ecke, aber im Hintergrund tut sich einiges. Die Bundesgartenschau 2029 wirft ihre Schatten voraus, und das nicht nur auf Grünflächen und Uferpromenaden. Auch die Hochschulen der Region machen mobil. Wie das Fachmedium garten-landschaft.de berichtet, haben die Technische Hochschule Bingen, die Hochschule Koblenz, die Universität Koblenz-Landau und die Hochschule Geisenheim einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, um den Weg bis zur BUGA gemeinsam zu gestalten.

Das klingt erstmal nach Verwaltung, ist aber mehr als das. Die BUGA 2029 soll sich über eine Strecke von 67 Kilometern entlang des Rheins erstrecken – von Koblenz im Norden bis nach Bingen und Rüdesheim im Süden. Eine Schau dieser Größenordnung lebt von vielen Schwerpunkten gleichzeitig, nicht von einem einzigen zentralen Gelände. Genau deshalb ist die Zusammenarbeit der vier Hochschulen kein Nebenschauplatz, sondern Teil der großen Linie, mit der sich das Obere Mittelrheintal auf die Gartenschau vorbereitet.

Mehr als nur ein gemeinsamer Messestand

Laut garten-landschaft.de wollen die vier Institutionen auf der BUGA nicht nur gemeinsam auftreten, sondern auch in Lehre und Forschung enger zusammenarbeiten. Kooperative Studiengänge gibt es bereits seit Jahren, nun sollen gemeinsame Tagungen, Vortragsreihen, Workshops sowie Ausstellungs- und Beteiligungsprojekte hinzukommen. Auch über eine gemeinsame Dachmarke mit eigenem Logo und einer breit aufgestellten Öffentlichkeitsarbeit wird nachgedacht. Der Gedanke dahinter: Ressourcen bündeln, Wirkung erhöhen – das gilt für Forschungsprojekte genauso wie für die Außendarstellung der Hochschullandschaft am Mittelrhein.

Die Machbarkeitsstudie zur BUGA 2029 hatte schon früh auf die Chancen hingewiesen, die in der Erneuerung touristischer Infrastruktur liegen. Neben Sanierungen etwa am Loreley-Plateau sollen auch Burggärten zu attraktiven Zielen werden. Und weil eine Gartenschau im Jahr 2029 ohne digitale Begleitung kaum denkbar ist, sollen auch Breitband-Anschlüsse und mobiles Internet in der Region gestärkt werden. Die BUGA 2029 will nach diesen Plänen die erste komplett digital erlebbare Bundesgartenschau werden.

Keine neue Idee, aber ein neuer Rahmen

Ganz frisch ist die Zusammenarbeit der vier Hochschulen nicht. Wie garten-landschaft.de schreibt, pflegen Technische Hochschule Bingen, Hochschule Koblenz, Universität Koblenz-Landau und Hochschule Geisenheim bereits seit mehreren Jahren einen regelmäßigen Austausch – unter anderem mit der früheren Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, aus der inzwischen die BUGA Koblenz 2029 GmbH hervorgegangen ist. Diese Gesellschaft begleitet die Entwicklungen rund um die Gartenschau auch weiterhin. Bereits 2020 hatten Hochschule Koblenz, Technische Hochschule Bingen und Hochschule Geisenheim gemeinsam die Studie „Kommunale Klimaanpassung im Welterbe Oberes Mittelrheintal“ veröffentlicht – ein Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit schon vor dem aktuellen Kooperationsvertrag funktioniert hat.

Sieben Jahre bis zur BUGA klingen nach viel Zeit. Sind sie aber nicht, wenn man bedenkt, dass die ersten Wettbewerbe für 2023 in Vorbereitung waren und die Hochschulen parallel an einer eigenen Vision für die Region arbeiten wollten. Nur wer früh mitgestaltet, hat laut der Quelle die Chance, in den ablaufenden Planungsprozess einzufließen. Für die Hochschulen ging es deshalb früh darum, sich als Kooperationspartner zu etablieren und ein gemeinsames Leitbild zu entwickeln.

Was das für die Region bedeutet

Die BUGA bringt erhöhte Sichtbarkeit mit sich – für Städte, für Landschaften, aber eben auch für Bildungseinrichtungen. Die vier beteiligten Hochschulen sehen genau darin ihre Chance: Sie wollen ihre Forschung und Lehre einem größeren Publikum zeigen, auch international. Das Obere Mittelrheintal hat mit seiner Vielfalt an Studiengängen einiges zu bieten, von dem viele Menschen in der Region noch gar nichts wissen. Eine Bundesgartenschau mit internationalem Publikum kann daran etwas ändern.

Was das konkret für Koblenz bedeutet, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Klar ist: Die BUGA 2029 ist längst kein abstraktes Zukunftsprojekt mehr, sondern ein Prozess, der schon jetzt Universitäten, Hochschulen und Institutionen der Region zusammenbringt. Wer genau hinschaut, sieht: Der Wandel beginnt nicht erst 2029, sondern läuft längst mit.

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