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Boppard krönt seine neuen Weinhoheiten

Boppard hat neue Weinhoheiten: Rebekka Perll ist Weinkönigin, David Apel neuer Bacchus. Wie die Krönung ablief und wie es beim Weinfest weitergeht.

Redaktion
·
30. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Wochen

Ein neues Gesicht auf dem Bopparder Weinthron

Wer am Samstagabend beim Mittelrhein Weinfest in Boppard dabei war, hat einen dieser Momente miterlebt, die man nicht jedes Jahr bekommt. Nach dem großen Festumzug wurde Rebekka Perll zur neuen Bopparder Weinkönigin gekrönt, David Apel übernimmt das Amt des Bacchus. Zwei neue Weinhoheiten also, die Boppard, den Bopparder Hamm und die Weintradition der Stadt in der kommenden Amtszeit nach außen vertreten.

Das Besondere an diesem Abend: Rebekka Perll bekam die Krone nicht von irgendjemandem aufgesetzt, sondern von ihrer eigenen Schwester. Viktoria Perll war zwei Jahre lang Bopparder Weinkönigin und übergab nun offiziell an die nächste Generation der Familie. Ein Wechsel, der laut Stadtverwaltung Boppard zu einem ganz persönlichen und zugleich besonderen Moment des Weinfestes wurde. Auch der neue Bacchus bekam sein sichtbares Amtszeichen überreicht: Viktoria Perll legte David Apel die Bacchus-Kette um. Anschließend stießen die frisch gekrönten Weinhoheiten gemeinsam mit dem Bürgermeister auf die kommenden Monate an.

Dank an eine, die viel unterwegs war

Boppards Bürgermeister Jörg Haseneier nutzte die Zeremonie, um sich bei der scheidenden Weinkönigin zu bedanken. Er würdigte, wie die Stadt, ihre Weine und das Weinfest im vergangenen Amtsjahr mit großem Engagement vertreten wurden. Viktoria Perll habe zahlreiche Termine wahrgenommen, für Boppard geworben und vielen Menschen gezeigt, was die Stadt und ihr Weinbaugebiet zu bieten haben. Als Botschafterin hat sie Boppard, die Winzerinnen und Winzer sowie die Weintradition der Stadt mit großem Einsatz repräsentiert, so die Stadtverwaltung.

Für Rebekka Perll und David Apel wünschte der Bürgermeister sich viele schöne Begegnungen, interessante Termine und unvergessliche Erlebnisse. Klingt nach einem vollen Terminkalender — und der kommt nicht von ungefähr. Boppard feiert in diesem Jahr „100 Jahre Weinfeste“, und gerade in einem Jubiläumsjahr bekommen die Weinhoheiten eine besondere Rolle. Sie werden Boppard und den Bopparder Wein bei Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Stadt zeigen und für die Weintradition des Bopparder Hamms werben, wie die Stadt Boppard mitteilt.

Wein, Rhein und ein bisschen Familiengeschichte

Man kann das als nette Randnotiz abtun — eine Schwester krönt die andere, ein neuer Bacchus bekommt seine Kette. Aber genau in solchen Details steckt das, was Weinfeste am Mittelrhein ausmacht. Da geht es nicht nur um Rieslingflaschen und Festumzüge, sondern auch um Menschen, die über Jahre für ihre Heimat und deren Wein stehen. Wer schon mal am Rheinufer stand, wenn die Sonne über dem Bopparder Hamm untergeht, weiß, warum sich Leute freiwillig für so ein Amt entscheiden.

Das Weinfest geht weiter

Mit der Krönung ist das Mittelrhein Weinfest noch längst nicht zu Ende. Vom 2. bis 4. Oktober wird auf dem Bopparder Marktplatz weitergefeiert, mit Wein, regionalen Spezialitäten und Live-Musik. Auch am zweiten Festwochenende stehen die Weine aus dem Bopparder Hamm und dem Mittelrheintal im Mittelpunkt, wie die Stadt Boppard ankündigt. Am Samstag, den 3. Oktober, sind eine geführte Wanderung mit Riesling-Brunch zur Mandelsteinhütte sowie eine geführte Weinwanderung mit Weinprobe geplant — beide bereits ausverkauft. Am Abend sorgt das traditionelle Feuerwerk am Rheinufer für einen weiteren Höhepunkt, der Eintritt zum Weinfest bleibt frei.

Schon am Donnerstag, den 1. Oktober, gibt es mit der Großen schwimmenden Weinprobe an Bord der MS Loreley Star ein besonderes Format: ein Glas Winzersekt zum Auftakt, zehn ausgewählte Weine aus dem Bopparder Hamm und dem Mittelrheintal sowie ein festliches Vier-Gänge-Menü. Bei dieser Gelegenheit wird auch die Ehrenwinzerwürde an den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder verliehen, moderiert von der ehemaligen deutschen Weinprinzessin Julia Lambrich. Karten dafür gibt es laut Stadt Boppard in der Tourist Information.

Egal ob man selbst zum Fest geht oder nur am Radio davon hört: Die Bopparder Weintradition lebt von genau solchen Momenten — einer neuen Krone, einer alten Kette und einem Rhein, der sich für nichts davon interessiert und trotzdem alles begleitet.

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