
Rückblick auf das Herbstkonzert der Musici di Sayn in der Abteikirche Bendorf-Sayn: Barockmusik von Bach bis Mozart und ein Ausblick auf den Silvesterabend.
Die Abteikirche Bendorf-Sayn hat wieder einen besonderen Nachmittag erlebt: Am letzten Sonntag im September hat das Barock Ensemble Musici di Sayn zum Konzert eingeladen. Wie das Portal lebendiges-neuwied.de berichtet, eröffnete die Sonata in F-Dur op. 22,1 von Johann Christian Schickhardt den Abend – ein Stück für Flöte, Violine, Oboe und Continuo, bei dem besonders der Klang der Oboe auffiel, gespielt von Julia Fankhauser.
Das Hauptthema des Nachmittags galt der Begegnung zweier musikalischer Epochen: „Mozart und der Londoner Bach“ im Jahr 1764. Laut dem Bericht erzählte Johannes Geffert, Leiter des Ensembles, vom Zusammentreffen des damals achtjährigen Wolfgang Amadeus Mozart mit dem neunundzwanzigjährigen Johann Christian Bach, dem jüngsten Sohn des Leipziger Thomaskantors. Leopold Mozart hatte mit seinem Sohn eine Reise durch mehrere europäische Länder unternommen, die auch nach London führte. Dort gaben die beiden Musiker laut dem Bericht ein gemeinsames Konzert und spielten sogar eine Klaviersonate auf derselben Klaviatur – ein Ereignis, das den jungen Mozart nachhaltig geprägt haben soll.
Passend dazu stand das Quintett in D-Dur von Johann Christian Bach auf dem Programm. Im Andantino sorgten laut dem Bericht die gezupfte Geige von Hendrike Steinebach sowie das solistische Cembalo von Johannes Geffert für besondere Momente.
Im weiteren Verlauf des Konzerts erklang die Triosonate in F-Dur von Georg Philipp Telemann, vorgetragen von Ulrike Friedrich und Julia Fankhauser an den Blockflöten, begleitet von Mitsuki Ideue am Violoncello. Wie lebendiges-neuwied.de schreibt, berichtete Johannes Geffert zudem, dass Telemann wie viele seiner Zeitgenossen eigentlich Jura hätte studieren sollen – ein Studium, das damals im Gegensatz zur „brotlosen Kunst“ finanzielle Sicherheit versprach.
Danach stand mit dem Flötenquartett Nr. 4 in A-Dur KV 298 ein Werk von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm. Den Abschluss bildete ein musikalischer Ausflug ins Paris des 18. Jahrhunderts: Das Concerto comique in G-Dur „Le Plaisir des Dames“ op. 8,6 von Michel Corrette gilt als weltlich-heiteres Stück, das einst zur Kirchweih oder bei Heiligenfesten gespielt wurde. Dem Bericht zufolge bedankten sich die Zuhörer mit großem Applaus für diesen fröhlichen Ausklang. Mit einer Zugabe von Telemann verabschiedete sich das Ensemble schließlich von seinem Publikum.
Wer die Musici di Sayn auch zum Jahreswechsel erleben möchte, muss sich den Silvesterabend vormerken: Laut lebendiges-neuwied.de ist das Ensemble dann um 19 Uhr erneut in der Abteikirche Bendorf-Sayn zu Gast und bringt Werke von Haydn, Manfredini und Händel zu Gehör. Wer in der Rhein-Mosel-Region zuhause ist, weiß: Solche Konzertabende gehören zu den leisen, aber verlässlichen Höhepunkten im Kulturkalender – ganz ohne großes Getöse, dafür mit umso mehr Klang.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Antenne Koblenz
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.