
Auffahrunfall auf der B262 bei Mayen-Hausen: Stau führte zu Kollision, Airbag löste aus, Fahrerin leicht verletzt.
Kurz nach sechs ist die B262 zwischen Mayen und Mendig eigentlich eine Strecke, die man im Schlaf fährt. Viele kennen jede Kurve, jede Ampel, jeden Stauschwerpunkt. Und genau deshalb kann so ein Morgen auch tückisch werden: Man rechnet nicht damit, dass sich der Verkehr plötzlich bis zum Stillstand staut. Am Mittwoch, den 30. September, ist genau das passiert — mit Folgen für eine Autofahrerin.
Laut Polizeidirektion Mayen ereignete sich der Unfall gegen 6:48 Uhr auf der Bundesstraße zwischen Mayen und der Anschlussstelle Mayen-Hausen. Zwei Fahrzeuge waren aus Mayen kommend in Richtung Mendig unterwegs, als sich in Höhe der Anschlussstelle ein Stau bildete. Beide Wagen mussten bis zum Stillstand abbremsen. Die Fahrerin des hinteren Fahrzeugs bemerkte das nach Angaben der Polizei vermutlich zu spät und fuhr auf den vorausfahrenden Pkw auf.
Der Aufprall löste den Airbag aus — und genau der sorgte für die Verletzung: Die Fahrerin wurde laut Polizeibericht leicht an der Hand verletzt. Ihr Fahrzeug trug so starke Schäden davon, dass es abgeschleppt werden musste. Die Polizeiinspektion Mayen hat den Unfall dokumentiert, weitere Rückfragen können laut Pressemitteilung über PHK Lars Brummer gestellt werden.
Auch die Rhein-Zeitung berichtete über den Vorfall und bestätigt den Ablauf: Stau, Auffahrunfall, Airbag, leichte Verletzung, abgeschleppter Wagen. Ein Morgen, der für die Betroffene anders verlief als geplant — und der zeigt, wie schnell aus ein paar Sekunden Unaufmerksamkeit eine Situation mit Verletzten wird.
Dass Stausituationen auf den Straßen rund um Mayen und Cochem derzeit immer wieder zu kritischen Momenten führen, zeigen weitere Meldungen der Polizeidirektion Mayen aus diesen Tagen. Auf der L98 zwischen Cochem und Landkern kam es ebenfalls zu einem Auffahrunfall mit mehreren Fahrzeugen, nachdem ein Lkw wegen Gegenverkehrs abbremsen musste. Auf der B259, der sogenannten Panoramastraße zwischen Faid und Cochem, sorgte wiederum ein riskantes Überholmanöver im Kurvenbereich für Aufsehen — hier sucht die Polizei nach Zeugen, die den Vorgang beobachtet haben.
Diese Häufung macht deutlich: Es sind oft die alltäglichen Situationen — ein plötzlicher Stau, ein bremsender Lkw, eine unübersichtliche Kurve — die zu den meisten Unfällen führen. Nicht die spektakulären Momente, sondern die Routine, die einen kurz einlullt.
Wer früh morgens zur Arbeit fährt, kennt diesen Autopilot-Modus. Die Strecke ist vertraut, der Kaffee wirkt noch nicht ganz, der Verkehr fließt meistens. Und trotzdem reicht ein Stau, der sich schneller aufbaut als gedacht, um aus einer ruhigen Fahrt einen Unfall zu machen. Der Vorfall auf der B262 erinnert daran, dass der Sicherheitsabstand kein Detail ist, sondern genau der Puffer, der im entscheidenden Moment zählt.
Vielleicht ist das der kleine Gedanke, den man aus so einer Meldung mitnimmt: einmal bewusster auf den Abstand achten, besonders dort, wo man die Strecke in- und auswendig kennt. Der Rest des Tages läuft dann, wie er soll — mit etwas mehr Ruhe auf der Straße.






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