
Am 29. September übt die Polizei Andernach im Jobcenter: Sperrungen in der Koblenzer Straße, Michelsmarkt bleibt, Jobcenter ohne Vorsprachen vor Ort.
Wer am 29. September 2026 durch Andernach fährt, sollte kurz innehalten und einen Blick auf die Koblenzer Straße werfen. Die Polizei Andernach führt an diesem Dienstag eine groß angelegte Sicherheits- und Einsatzübung durch. Klingt erst mal nach Alarmstufe Rot — ist es aber nicht. Wir sagen es gleich vorweg, damit niemand unnötig ins Schwitzen kommt: Es handelt sich um eine geplante Übung, keinen realen Einsatz.
Schauplatz ist das Gebäude des Jobcenters Landkreis Mayen-Koblenz, Standort Andernach. Voraussichtlich im späten Vormittag wird dort geprobt, wie Behörden, Rettungskräfte und weitere beteiligte Stellen bei sicherheitsrelevanten Szenarien zusammenarbeiten. Genau das ist der Sinn solcher Übungen: Abläufe im Ernstfall nicht erst lernen zu müssen, sondern sie schon einmal durchgespielt zu haben. Wer schon mal Blaulicht in der Innenstadt gesehen hat und sich gefragt hat, was da los ist — an diesem Tag ist die Antwort einfach: Training.
Und weil bei so einer Übung nicht nur Kräfte, sondern auch Straßen eine Rolle spielen, gibt es ein paar Punkte, die für den Alltag in Andernach wichtig sind. Die Koblenzer Straße wird voraussichtlich ab der Kreuzung Koblenzer Straße/Konrad-Adenauer-Allee bis zur Werftstraße/Koblenzer Straße stadteinwärts gesperrt — und zwar für Autos und für Fußgänger gleichermaßen.
Das klingt erst mal nach Umweg, ist aber gut zu handhaben. Die Zufahrt zu den umliegenden Geschäften wie Lidl, Netto, dm und TEDi bleibt gewährleistet. Wer dorthin will, kommt über den Augsbergweg oder die Werftstraße hin — die Sperrung der Koblenzer Straße beeinträchtigt diese Zufahrten nicht. Auch das Krankenhaus ist weiterhin erreichbar, und zwar über den Augsbergweg.
Etwas kniffliger wird es für alle, die zum Autohaus Göddertz wollen. Direkt angrenzend an die Zufahrt zum Jobcenter liegt auch die Zufahrt zum Autohaus — und die kann während der Übung nicht von Kunden genutzt werden. Wer also an diesem Dienstag dort einen Termin hat, plant besser eine Alternative ein oder verschiebt den Besuch.
Gute Nachrichten für alle, die sich auf den letzten Markttag gefreut haben: Der Michelsmarkt findet am 29. September wie geplant statt und hat an diesem Tag seinen letzten Veranstaltungstag. Ganz ohne Auswirkungen bleibt er allerdings nicht — die Sperrung der Koblenzer Straße macht sich geringfügig bemerkbar. Wer normalerweise über die Koblenzer Straße zum Markt kommt, wird über die Werftstraße und den Augsbergweg umgeleitet. Ein kleiner Umweg für ein Stück Markt-Feeling zum Abschluss, das dürfte machbar sein.
Wer an diesem Tag einen Termin im Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz, Standort Andernach, im Kopf hatte, sollte umdisponieren. Am Übungstag werden dort keine persönlichen Termine oder Vorsprachen vor Ort angeboten — aus naheliegenden Gründen, schließlich findet die Übung direkt im Gebäude statt.
Ganz auf Tauchstation geht das Jobcenter aber nicht. Telefonisch ist es unter 02632 / 9254-0 erreichbar, per E-Mail unter JC-Andernach@kvmyk.de. Wer also eine dringende Frage hat, kommt trotzdem durch — nur eben nicht an der Anmeldung vor Ort.
Ziel der Übung ist es, laut Stadt Andernach, Abläufe bei sicherheitsrelevanten Szenarien praxisnah zu erproben und die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Rettungskräften und weiteren beteiligten Stellen zu optimieren. Auch der Onlinedienst des Wittich-Verlags berichtet über die Übung und ergänzt, dass dabei ausdrücklich auch die Zusammenarbeit mit dem Handel im Fokus steht — schließlich sitzen mit Lidl, Netto, dm und TEDi gleich mehrere Geschäfte in unmittelbarer Nähe des Übungsgeländes.
Solche Übungen laufen meist im Hintergrund, ohne dass die Öffentlichkeit viel davon mitbekommt. Diesmal ist es anders: Die Sperrung mitten in der Innenstadt macht die Übung sichtbar — und genau deshalb informieren Stadt und Jobcenter vorab so ausführlich. Niemand soll überrascht werden, wenn plötzlich Einsatzfahrzeuge und Kräfte vor Ort sind.
Die Stadt Andernach und das Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz bitten die Bevölkerung um Verständnis für die mit der Übung verbundenen Verkehrs- und Zugangsinformationen. Den Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort ist Folge zu leisten, insbesondere wird darum gebeten, Zufahrten und Einsatzbereiche freizuhalten und die Übungsabläufe nicht zu behindern. Das gilt übrigens auch für Medienvertreterinnen und -vertreter, die vor Ort berichten wollen — auch sie sollen die Anweisungen der Einsatzkräfte beachten.
Wer Fragen zur Großübung selbst hat, wendet sich an die Pressestelle des Polizeipräsidiums Koblenz. Für Fragen zu den Umleitungen ist die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Andernach zuständig, und alles rund ums Tagesgeschäft des Jobcenters beantwortet dessen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Am Ende bleibt festzuhalten: Der 29. September wird in Andernach kein Tag wie jeder andere, aber auch keiner, der den Alltag komplett aus den Angeln hebt. Eine Straße ist zeitweise gesperrt, ein paar Wege ändern sich, das Jobcenter bittet um Geduld — und der Michelsmarkt geht trotzdem seinen letzten Tag über die Bühne. Wer die Umleitungen kennt, kommt entspannt durch den Tag. Und genau dafür lohnt sich der Blick auf die Details, bevor man losfährt.






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