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Als Goethe auf der Mosel fast schiffbrüchig wurde

Vortrag im Museum Mutter-Beethoven-Haus erinnert an Goethes stürmische Moselfahrt von 1792 zwischen Trier und Trarbach, kostenfrei am 4. Oktober um 15 Uhr.

Redaktion
·
2. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Wochen

Ein Vortrag über eine stürmische Nacht im Moseltal

Manchmal reicht ein einziger Satz aus einem alten Reisebericht, um eine ganze Geschichte lebendig werden zu lassen. Genau das verspricht ein Vortrag im Museum Mutter-Beethoven-Haus in Ehrenbreitstein. Der Freundeskreis des Museums lädt für Sonntag, 4. Oktober, um 15 Uhr zu einem Nachmittag ein, der sich einer fast vergessenen Episode aus dem Leben von Johann Wolfgang von Goethe widmet: seiner stürmischen Fahrt auf der Mosel von Trier nach Trarbach im November 1792.

Dr. Christof Krieger, Leiter des Mittelmosel-Museums, erinnert in seinem Vortrag mit dem Titel „Als Deutschland beinahe seinen größten Dichter verlor“ an die Ereignisse vor mittlerweile 233 Jahren. Wie aus der Pressemitteilung der Stadt Koblenz hervorgeht, beschrieb Goethe die Erlebnisse jener Nacht noch Jahrzehnte später in eindringlichen Worten: Von Sturm im Gegenwind ist da die Rede, von Wellen, die über den Kahn schlugen, und von einer Reise durch tiefste Dunkelheit, bis endlich ein Licht in der Ferne Hoffnung brachte.

Worum es im Vortrag geht

Im Mittelpunkt stehen laut Ankündigung der Stadt Koblenz nicht nur die dramatischen Momente selbst, sondern auch die Gründe für diese Reise ins Moseltal und die schwierigen Begleitumstände, die Goethe und seine Begleiter damals aushalten mussten. Eine historische Zeichnung, die die Stadt Koblenz zur Veranstaltung veröffentlicht hat, zeigt zudem eine Szene, die mit der Reise in Verbindung steht: Goethe zu Besuch beim Kaufmann Ludwig Böcking in Trarbach, im November 1792.

Der Vortrag findet im Museum Mutter-Beethoven-Haus in Ehrenbreitstein statt und ist kostenfrei zugänglich. Wer sich für die Geschichte der Region und ihre prominenten Besucher interessiert, bekommt hier einen Einblick in eine Begebenheit, die zeigt: Auch große Dichter waren den Launen von Rhein und Mosel nicht immer gewachsen.

Die Mosel hat schon viele Geschichten geschrieben, nicht nur literarische. Vielleicht ist der 4. Oktober ein guter Anlass, sich an einem ruhigen Nachmittag daran zu erinnern, wie unberechenbar das Wasser vor der eigenen Haustür sein kann, wenn das Wetter einmal nicht mitspielt.

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