
Das Koblenzer Bündnis für Familie feierte sein 20-jähriges Bestehen: über 120 Partner, sechs Arbeitsgruppen und viele Projekte für Familien in Koblenz.
Manche Dinge wachsen langsam, aber dafür umso stabiler. Das Koblenzer Bündnis für Familie ist so ein Fall. Vor Kurzem feierte das Netzwerk im historischen Rathaussaal sein 20-jähriges Bestehen, wie die Stadt Koblenz in einer Pressemeldung mitteilt. Zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus Stadtgesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und sozialen Einrichtungen kamen zusammen, um auf zwei Jahrzehnte Engagement für Familien zurückzublicken.
Im September 2006 schloss sich das Bündnis laut Stadt Koblenz der Bundesinitiative „Lokale Bündnisse für Familie“ an. Die Idee dahinter war von Anfang an einfach, aber ambitioniert: Koblenz soll ein Ort sein, an dem sich Familie und Beruf gut vereinbaren lassen. Aus dieser Idee ist nach Angaben der Stadt ein Netzwerk mit mehr als 120 Partnerinnen und Partnern geworden, organisiert in sechs Arbeitsgruppen.
Die Stadt Koblenz beschreibt in ihrer Mitteilung, wie breit das Engagement mittlerweile gefächert ist. Die Arbeitsgruppe „PR und Event“ macht die Bündnisarbeit sichtbar und organisiert familienfreundliche Veranstaltungen. „Betreuung und Arbeit“ unterstützt berufstätige Eltern ganz praktisch – seit 2007 etwa mit einer Herbstferienfreizeit für Kinder von Mitarbeitenden der Bündnispartner.
„Familienbewusste Personalpolitik“ bringt Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu Themen wie flexiblen Arbeitszeiten, mobilem Arbeiten oder Wiedereinstieg nach der Elternzeit ins Gespräch. „Generationen aktiv“ sorgt mit Formaten wie dem Generationenfest für Begegnungen zwischen Jung und Alt. Für den Kinderschutz steht die Arbeitsgruppe „Schängel in Sicherheit“, deren Aufkleber mit der roten Baseballkappe Geschäfte und Einrichtungen kennzeichnet, an die sich Kinder im Notfall wenden können. Und „Lesen – Sprechen – Zuhören“ will Kindern unabhängig von ihrer Herkunft Zugang zu Sprache und Büchern ermöglichen, unter anderem beim FamOSen Lesefest.
Oberbürgermeister David Langner würdigte laut Stadt Koblenz das langjährige Engagement des Bündnisses und betonte, Familienfreundlichkeit müsse von der Gesellschaft getragen werden. Auch Bürgermeisterin Dr. Dagmar Kranz, die als Dezernentin für Jugend und Soziales im Kuratorium des Bündnisses sitzt, äußerte sich wertschätzend zur Arbeit des Netzwerks.
Wie die Stadt weiter berichtet, kamen auch Glückwünsche von Bundesministerin Karin Prien und von Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend des Landes Rheinland-Pfalz. Beide hoben in ihren Grußworten hervor, wie wichtig verlässliches lokales Engagement für Familien sei.
Getragen wird das Bündnis laut Stadt Koblenz von einer Struktur, die seit der Gründung 2006 Bestand hat: Das Kuratorium bildet das Dach, in der Steuerungsgruppe tauschen sich die Sprecherinnen und Sprecher der Arbeitsgruppen aus, und die Geschäfts- und Koordinierungsstelle bei der Stadt Koblenz übernimmt die organisatorische Begleitung.
Durch das Jubiläumsprogramm führte Moderatorin Jennifer de Luca, musikalisch begleitet von den Geschwistern Safa und Lukas Hazzan, wie die Stadt mitteilt. Nach den Grußworten und der Vorstellung der Arbeitsgruppen nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch.
Das Jubiläum war dabei nicht nur Rückblick. Die Stadt Koblenz verweist darauf, dass sich die Lebenswirklichkeiten von Familien stetig verändern: neue Familien- und Lebensmodelle, veränderte Arbeitswelten, der demografische Wandel und die Bedürfnisse unterschiedlicher Generationen stellen das Netzwerk auch künftig vor neue Aufgaben. 20 Jahre Bündnisarbeit – das zeigt sich einmal mehr – sind kein Schlusspunkt, sondern eine Grundlage, auf der weitergebaut wird.






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