Studio-Hotline 0261 98 8 20 99

Tanken bleibt teuer: Was an der Zapfsäule gerade wirklich los ist

Benzin und Diesel sind laut ADAC nach dem teuersten Tankmonat seit Jahren leicht gesunken. Was die Energiesteuer-Senkung jetzt für Autofahrer in der Region…

Redaktion
·
5. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Wochen

Der Blick auf die Zapfsäule lohnt sich gerade besonders

Wer in den vergangenen Wochen zwischen Deutschem Eck und Vallendar getankt hat, kennt das mulmige Gefühl beim Blick auf die Anzeige. Und ja, das Gefühl trügt nicht. Nach Angaben des ADAC war der September der bislang teuerste Tankmonat überhaupt. Super E10 kostete im Monatsschnitt 2,266 Euro pro Liter, Diesel lag bei 2,386 Euro. Damit liegen beide Sorten deutlich über den bisherigen Höchstständen aus August und April dieses Jahres, die bei 2,145 Euro für E10 und 2,263 Euro für Diesel lagen.

Das kennt ihr, oder? Dieses kurze Zögern vor dem Abschluss des Tankvorgangs, wenn die Zahlen am Automaten einfach nicht aufhören zu laufen. Laut ADAC war der teuerste Einzeltag im September der 16. September für Super E10 mit 2,314 Euro je Liter, für Diesel der 17. September mit 2,471 Euro je Liter.

Warum die Preise gerade so hoch sind

Der ADAC nennt als Hauptgrund für das hohe Preisniveau den Krieg mit Beteiligung des Iran, der die Ölexporte aus der Golfregion spürbar beeinträchtigt. Dazu kommt eine begrenzte Raffineriekapazität, die die Lage auf den Kraftstoffmärkten zusätzlich verschärft. Zum Vergleich: Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt rund 103 US-Dollar, nach knapp unter 100 US-Dollar in der Vorwoche, wie der ADAC in seiner aktuellen Wochenauswertung mitteilt.

Immerhin gibt es im Wochenvergleich eine kleine Entspannung. Benzin ist um 0,9 Cent günstiger geworden, Diesel um 1,9 Cent. Super E10 lag zuletzt bei rund 2,258 Euro, Diesel bei 2,409 Euro. Kein Grund zum Jubeln, aber immerhin ein Trend in die richtige Richtung.

Die Steuersenkung soll jetzt wirken

Seit dem 1. Oktober greift eine Senkung der Energiesteuer. Der ADAC geht davon aus, dass die Kraftstoffpreise dadurch sukzessive um den Entlastungsbetrag von 16,7 Cent je Liter sinken. Der Verband fordert ausdrücklich, dass diese Steuersenkung in den ersten Oktobertagen vollständig an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wird. Ob das tatsächlich an jeder Tankstelle in der Region ankommt, werden die nächsten Tage zeigen.

Wer ohnehin schon genau hinschaut, bekommt vom ADAC einen praktischen Hinweis: Kurz vor 12 Uhr sind die Spritpreise im Tagesverlauf meist am niedrigsten. Um die Mittagszeit herum steigen sie dann stark an, bevor sie im Laufe des Nachmittags und Abends langsam wieder fallen. Wer die Preise an den über 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen will, kann laut ADAC auf die Spritpreis-App „ADAC Drive“ zurückgreifen.

Ein Jahr mit Höhen und Tiefen

Der Blick in die ADAC-Statistik zur Spritpreis-Entwicklung zeigt, wie unberechenbar dieses Jahr an den Zapfsäulen war. Noch im Januar lag Super E10 bei 1,739 Euro, im Februar bei 1,760 Euro – also deutlich unter dem Niveau von heute. Dann zog der Preis im März und April kräftig an, fiel im Sommer wieder etwas ab und kletterte zuletzt auf den neuen Rekordwert im September. Diesel verlief ähnlich volatil: von 1,692 Euro im Januar über 2,263 Euro im April bis zu 2,386 Euro im September.

Zum Vergleich lohnt sich auch ein Blick auf die vergangenen Jahre. 2022 war mit durchschnittlich 1,860 Euro für Super E10 und 1,946 Euro für Diesel lange das teuerste Tankjahr aller Zeiten. 2025 dagegen war deutlich günstiger: Super E10 kostete im Jahresschnitt 1,688 Euro, Diesel lag sogar rund 33 Cent unter dem Wert von 2022. Dass das laufende Jahr diesen positiven Trend nun wieder durchbricht, ist für viele an der Zapfsäule spürbar — und nach ADAC-Angaben eben auch belegbar.

Was das für euch im Alltag bedeutet

Der ADAC betont dabei etwas, das man im Ärger über die Preise gerne vergisst: Kraftstoffpreise sind Marktpreise. Letztlich entscheidet der Wettbewerb zwischen den Tankstellen über die konkrete Höhe. Wer clever ist, vergleicht, wartet auf die Mittagszeit und beobachtet in den kommenden Tagen genau, ob die Steuersenkung wirklich bei den Autofahrerinnen und Autofahrern in der Region ankommt.

Und während an der Zapfsäule gerechnet und verglichen wird, tut sich auch anderswo in der Region etwas Handfestes: In Neuwied etwa entsteht gerade ein neuer Schiffsanleger am Rheinufer, wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben. Auch das zeigt: Ob am Steuer oder am Flussufer, die Region bewegt sich weiter, auch wenn die Preise am Automaten gerade eine Extra-Portion Geduld verlangen.

Wer früh aufsteht, hat den Rhein für sich — und vielleicht auch den günstigeren Mittagspreis an der Tankstelle nebenan. Es lohnt sich, genau hinzuschauen.

Quellen


Artikel teilen
Hilf uns, lokale Nachrichten zu verbreiten.

Dein Beitrag für Antenne Koblenz

Ob Meinung, Hinweis oder persönliche Geschichte: Reiche deinen Kommentar ein. Unsere Redaktion prüft deinen Beitrag vor der Veröffentlichung.
Einsatz von KI
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage redaktionell ausgewählter Quellen erstellt, mehrstufig geprüft und vor der Veröffentlichung durch unsere Redaktion freigegeben. KI-generierte Bilder sind entsprechend gekennzeichnet.

Das könnte dich auch interessieren

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1
Kontakt
2
Unterlagen
3
Datenschutz
WhatsApp vorhanden?
    Datenschutz*

    Kontaktformular

    Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.